Hamburger Wettermythen und was wirklich dran ist

Schietwetter, Sturmflut und immer klamme Hände: Das sind verbreitete, aber unwahre Mythen um Wetter und Klima in Hamburg. Vielmehr ist die Stadt abwechslungsreich und zu allen Jahreszeiten sogar freundlicher als weiter südliche Regionen in Deutschland. Gegen gelegentliche Wetterkapriolen gibt es schließlich simplen Schutz im Reisekoffer!

Regen in Hamburg, © Pexels/Kaique Rocha
Regen in Hamburg, © Pexels/Kaique Rocha

Mythos Eins: Dauerregen in Hamburg

Blödsinn! Besucher aus Süddeutschland erleben Regenfronten in Hamburg als hartnäckig, trist und grau. Aber verglichen mit der Häufigkeit sind Regenfronten über Hamburg weniger ergiebig als in anderen Landesteilen. Drunten im Süden ergießt sich gleich ein Wasserschwall pro Wolke, in Hamburg deutlich weniger und dafür ein paar Stunden länger.

Insgesamt ist der Hamburger Frühling nur gering durchnässt. Im Sommer regnet es pro Monat gerade einmal eine von vier Wochen. Selbst der Winter verteilt sein Wasser eher moderat über der Hafenstadt. Natürlich schadet es nicht, für alle Fälle mit Knirps und Friesennerz im Gepäck anzureisen.

Mythos Zwei: Nordwetter ist immer schlechter als Südwetter

Wahrscheinlich hatten solche Besucher einfach nur Pech. Denn im Jahresdurchschnitt entsprechen 133 Regentage genau der Statistik des Südens, liegen sogar deutlich unter den Werten für Mitteldeutschland. Mit wasserfestem Make-up und regentauglichem Schuhwerk muss also jede Reise in alle deutschen Landesteile geplant werden.

Es sollte außerdem immer ein guter Sonnenschutz dabei sein. Denn wenn die Sonne über der Küste steht, brennt sie gleich heftig herab. Deshalb sollte mindestens im Sommer ein Make up in Bioqualität zudem einen hohen Lichtschutzfaktor für den Spaziergang am Hamburger Hafen aufweisen.

Mythos Drei: Hamburger Winter bedeutet Dauerfrost bei Küstensturm

Hamburger Winter sind vergleichsweise mild, überwiegend sogar schneefrei und regenarm. Kaum einmal fällt die Tagestemperatur unter null Grad Celsius. Kühler Sonnenschein beim Sightseeing ist viel wahrscheinlicher.

Falls doch einmal Petrus verschläft, gibt es genügend gemütliche Einkehr zu regionaler Spezialitätenküche oder auf ein Likörchen zum Aufwärmen. Zwischen den Häuserschluchten der Großstadt ist die Luft auch im Winter wärmer als draußen an der See, gerne windig, aber selten stürmisch.

Mythos Vier: Hamburg kennt alle Jahreszeiten außer Sommer

Zugegeben, der Sommer 2022 war wirklich rekordverdächtig und für Hamburg außergewöhnlich heiß. Aber auch vorher tauchen in den Wetteraufzeichnungen immer wieder heiße, fast durchweg sonnige Küstensommer auf.

Wer daher nur mit Herbst- und Winterkleidung im Koffer anreist, dürfte sich rasch neu einkleiden müssen. Mitreisende Kinder freut's: für sie gibt es genügend Wasserspaß zum Abkühlen.

Tipps für Hamburgerlebnisse an mythischen Wettertagen

Manchmal haben die Kritiker mit ihren Wetteransichten schon recht. Das ist aber kein Problem, denn jetzt bietet das Miniaturwunderland einige Stunden Ablenkung, oder die spektakuläre Elbphilharmonie lädt zu kulturellen Highlights ein.

Wer an heißen Tagen nicht in die Nordsee springen mag, kann stattdessen ein Bad in Elbe, Alster oder klasse Freibädern nehmen. Kinder sind hier sowieso gut aufgehoben. Drei Badeplätze erlauben sogar Badespaß für Hunde an eigenen, für sie ausgewiesenen Strandbereichen und Wasserzugängen.

Fazit

Wer nur wegen des angeblichen Schietwetters noch nie in Hamburg war, sollte diese Ansicht schleunigst ändern. Denn die Küstenstadt hat zu allen Jahreszeiten Spannendes und Unterhaltsames zu bieten, dazu mehr Sonnenschein als gedacht und weniger Regen als befürchtet. Ohne Zweifel bietet selbst der Hamburger Winter Erstaunliches für kleine und große Entdecker.

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