Grillfest mit Herz für Obdachlose

Mitten in Hamburg entsteht zweimal im Jahr etwas Besonderes: Ein Fest, bei dem Obdachlose und Bedürftige im Mittelpunkt stehen. Der FRIENDS CUP Förderverein verwandelt gewöhnliche Orte in Räume voller Wärme und Menschlichkeit – mit Grillwurst, Livemusik und ganz viel Respekt.

Die Barber Angels sorgten für frischen Look bei den Gästen
Die Barber Angels sorgten für frischen Look bei den Gästen, © Heike Ross

Was macht das Barbecue so besonders?

Das Sommerfest für Bedürftige und Obdachlose ist weit mehr als eine Essensausgabe. Über 400 Gäste erleben auf dem Parkdeck des REWE Centers Altona einen Tag, an dem sie einfach willkommen sind. Rund 1.000 Würstchen, 100 kg Salate und jede Menge Kaffee und Kuchen schaffen eine Atmosphäre wie bei einem echten Familienfest. Mehr als 50 ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass sich jeder Gast wertgeschätzt fühlt.

Die Einladungen laufen über soziale Träger wie den DRK-Obdachlosenbus und Hinz & Kunzt. Weil die Nachfrage regelmäßig größer ist als geplant, öffnen die Organisatoren spontan die Türen für weitere Menschen. Erstmals nahmen 2026 auch bedürftige Familien mit Kindern teil, die in einer eigenen Kids-Lounge betreut wurden.

Wie profitieren die Gäste konkret?

Neben gutem Essen gibt es praktische Hilfe, die im Alltag zählt. Die BARBER ANGELS schenken kostenlose Haarschnitte und damit ein Stück Selbstbewusstsein zurück. Der DRK-Obdachlosenbus versorgt mit Hygieneartikeln und Kleidung. ZOO ROYAL denkt an die vierbeinigen Begleiter und verteilt Futterpakete für Hunde und Katzen.

Zum Abschied erhält jeder Gast eine prall gefüllte REWE-Tasche mit Lebensmitteln für die kommenden Tage. Für Stimmung sorgen Musiker wie Peter Sebastian, Tina Heeschen und der singende Busfahrer Harry. Diese Mischung aus praktischer Unterstützung und echter Begegnung macht den Tag unvergesslich.

Warum zählen die Gäste die Tage bis zum Fest?

"Für viele ist es einer der wenigen Momente im Jahr, in denen sie einfach Gast sein dürfen und nicht ausgegrenzt werden", erklärt Christine Luttkau, Vorständin des Vereins. Die meisten Besucher erleben täglich Ablehnung und Unsichtbarkeit. Bei diesem Fest werden sie auf Augenhöhe behandelt.

Initiator Sven Flohr betont: "Es geht nicht nur um die Grillwurst. Es geht darum, Menschen zu zeigen: Ihr seid nicht vergessen." Diese Botschaft trägt weit über den Festtag hinaus. Viele Gäste berichten, dass sie Wochen später noch von der Wärme zehren, die sie dort erfahren haben.

Wer steht hinter dieser Aktion?

Der FRIENDS CUP Förderverein e.V. organisiert seit fünf Jahren diese besonderen Veranstaltungen. Das Team arbeitet eng mit sozialen Einrichtungen zusammen und koordiniert ein großes Netzwerk aus Sponsoren und Ehrenamtlichen. Die Helfer kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft – vom Studenten bis zur Rentnerin.

Ohne die Unterstützung von Unternehmen wie REWE, ZOO ROYAL und den BARBER ANGELS wäre das Fest nicht möglich. Jeder Partner bringt seine Stärken ein: Lebensmittel, Räume, Dienstleistungen oder einfach Zeit und Herz.

Was steht als Nächstes an?

Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die große Weihnachtsfeier am 1. Dezember 2026 in der Fischauktionshalle. Rund 450 obdachlose und bedürftige Menschen sollen dort einen festlichen Abend erleben. Der Verein sucht dringend weitere Helferinnen, Helfer und Sponsoren, die das Projekt unterstützen möchten.

Interessierte können sich unter verein@friendscup.de melden. Ob mit einer Geldspende, Sachleistungen oder tatkräftiger Hilfe vor Ort – jeder Beitrag zählt. Die Weihnachtsfeier soll noch größer werden und noch mehr Menschen einen Moment der Würde schenken.

Wie könnt ihr Teil dieser Bewegung werden?

Der FRIENDS CUP Förderverein lebt von Menschen, die anpacken wollen. Ihr könnt als Ehrenamtliche beim Fest mithelfen, Sachspenden organisieren oder als Unternehmen Sponsor werden. Auch kleinere Beiträge machen einen Unterschied – sei es durch das Verteilen von Flyern oder das Ansprechen möglicher Partner.

Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hilft mit einer Geldspende oder durch das Teilen der Veranstaltung in den sozialen Medien. Jede Form der Unterstützung trägt dazu bei, dass Hamburg seine Bedürftigen nicht vergisst.

Möchtet ihr noch mehr über soziale Projekte in Hamburg erfahren? Wir von hamburg-magazin.de stellen euch regelmäßig Initiativen vor, die unsere Stadt lebenswerter machen.

Quelle:  claudia schulz : pr