Hamburg im Food Party Fieber?

Nicht nur in New York, London und Berlin, sondern auch in Hamburg ist er unlängst angekommen. Der Trend, eine Fusion aus Gaumenschmaus und sozialem Happening gleichend. Einen nachhaltigen Mehrwert zu kreieren und statt lässig Fast Food chillen, lieber im kleinen aber feinen Kreis, gemeinsam mit guten Bekannten oder völlig Fremden, zu einem verabredeten Zeitpunkt zu kochen und den Abend zu verbringen.
Food Party, © Kelsey Chance/unsplash.com
Food Party, © Kelsey Chance/unsplash.com

Die Rede ist von sogenannten Cook Partys, selbst erdachte und arrangierte Events innerhalb eines abgesteckten Rahmen, wie beispielsweise "Asia“, diese ausgeweitet sogar eventuell bereits beim gemeinsamen Einkauf starten zu lassen und den gesamten Zeitraum über die Zubereitung, bis hin zum finalen Dinner zu zelebrieren.


Food Party – Wie geht das?

Wie läuft denn das Ganze denn nun eigentlich genau ab? So schwer ist das letztendlich gar nicht. Zum Start lässt sich schon mal empfehlen, vielleicht und der lieben Sicherheit zu Gute kommend, im privaten kleinen Kreis zu beginnen und einfach mal "antesten". Natürlich sprechen wir hierbei grundsätzlich schon über Menschen welche eine etwas ausgeprägtere Affinität zum Thema Food, Essen und am besten auch Kochen besitzen als "Da kommt das Essen rein…".

Findet man dann sowohl am handwerklichen Teil, dem Kochen, als auch den planerischen und organisatorischen Vorbereitungen eines zelebrierten Moments und selbstverständlich am sozialen Miteinander Gefallen, steht einer "Expansion" ja nichts im Wege. Diese könnte dann sowohl über diverse Portale und Communities, als auch Gruppen diverser sozialer Netzwerke im Bereich Kochen oder aber über speziell und nur für diesen Zweck programmierte Apps in Angriff genommen werden.

Hier wird ganz bewusst auf Nennung bestimmter Anbieter verzichtet, dem Interessierten Leser sei aber versichert das man nach kurzer Recherche mit entsprechenden Schlagworten schnell fündig werden wird. Immerhin sprechen wir ja von einem laufenden Trend.


Wie geht es dann weiter?

Ziel der Portale, Communities, Gruppen oder Apps ist es, die Zielgruppe, interessierter Menschen, so wie Dich, an einem Ort zusammenzubringen. Dort erhält man meistens erst einmal einen Überblick über weitere Mitglieder in der Nähe, laufende und geplante, eventuell sogar bereits stattgefunden Happenings, samt den dazugehörigen Bewertungen, Berichten und Empfehlungen.

Natürlich kann man dann, gerade bei den extra für diesen Zweck erschaffenen Apps, direkt das eigene Event eröffnen, planen und "live stellen". Man wählt quasi das Datum für die Party, vergibt ein Motto und legt eine Teilnehmerzahl fest. Hierbei sind viele Variationen möglich und werden von unterschiedlichen Anbietern auch divers gehandhabt. Dem Grunde nach war es das dann aber auch schon im Groben.

Was steht also dem kleinen Abenteuer noch im Weg? Angst nicht ausgefallen oder raffiniert genug zu "performen"? Keine Bange, denn neben den verstaubten und althergebrachten Kochbüchern oder Rezepten aus "Mutterns" Ringbuch, fleißig aus der "Bunten" oder "Super Illu" ausgeschnitten und eingeheftet, finden sich gerade online unzählige Rezeptideen für jeden Anlass jeden Könnensstand und Geschmack.

Das Schöne heutzutage ist doch das es dieses große Videoportal gibt, auf dem man für jedes noch so ausgefallene Rezept oder Gericht ein perfektes Video Tutorial finden kann, innerhalb dessen dann ein netter "Erklärbär" eindrucksvoll und anschaulich vermittelt wie es richtig gemacht wird.


Und jetzt?

Naja, wie beschrieben entweder recherchieren über welches Medium man sein Event plant und starten möchte oder gegebenenfalls eine entsprechende Gruppe gründen. Vielleicht ist das aber auch eher etwas für Fortgeschrittene, bedenkt man dass eine solche Gruppe vielleicht auch zum Massenevent mutieren kann. Ansonsten bietet sich auch der klassische Post auf einer entsprechenden Seite gut für das Vorhaben an. Fakt ist, der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt.


Ein konkretes Beispiel

Nun gut dann hergeschaut! Man könnte das Motto der Veranstaltung entsprechend einem so gewünschten Abend "Fine Hansestadt Dining" nennen, die Gesamtanzahl an Gästen vielleicht auf 6 beschränken und die Anzahl der potentiell "Fremden" Gäste auf nur 3 Stück festlegen, somit eine gewisse Sicherheit schaffen weil ja 2 Bekannte und man selbst bereits als eingespieltes Team funktioniert.

Natürlich könnte man noch weitere Kriterien festlegen. Beispielsweise könnte es eine "Only Women" oder "Guys Only" Veranstaltung werden. Man definiert eine gewisse Vorstellung in dem man einen Dresscode vorgibt. Also in diesem Falle und bei "Fine Hansestadt Dining" eher Casual Abendgarderobe, weil Jogginghose nicht erwünscht aber "Black Tie" dann doch zu sehr übers Ziel schießen würde.

Beispielsweise könnte man die Anzahl der Gänge festlegen, also eine Menüfolge erstellen. Innerhalb des gewählten Kontexts könnte man dann Regionales mit Internationalem fusionieren und ein Ansprechendes Menu kreieren. Könnte dann entsprechende Variationen von "Labskaus", "Birnen, Bohnen und Speck", "Aalsuppe" und als Dessert "Heisswecken mit Roter Grütze an Braune Kuchen Tiramisu" ergeben. Dazu eine gute "Astrabrause" "un des paaaast"! Spaß bei Seite – je nach Gusto eben.

Wahlweise könnte man sich dann noch dafür entscheiden eben nicht erst am Ort des Geschehens zu starten, sondern den Treffpunkt vorzuverlegen und eben an der Basis, also quasi beim Einkauf der Hardware zu starten. Und ja, wo ginge das in Hamburg wohl besser als auf dem guten, alten Fischmarkt?


Fazit und Resumé

Vielfältige Variations- und Gestaltungsmöglichkeiten nach den eigens ersonnenen Regeln. Eine tolle und sicherlich interessante Art das soziale Umfeld zu erweitern oder das bestehende, auch offline, wieder mehr zu pflegen. Noch dazu werden kulinarische Gelüste im "Best-Case-Szenario" vollumfänglich gestillt und befriedigt. Und man betätigt sich auch noch kreativ mit einem Schaffensprozess – Super. Sollte man mal ausprobieren. Viel Spaß dabei.

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