Bunker St. Pauli: "Attraktiver Mosaikstein"

Mit der Aufstockung des Bunker St. Pauli erhält Hamburg 2021 nicht nur einen öffentlichen Stadtgarten, sondern auch eine neue Sport- und Veranstaltungshalle. Während am Abend ein facettenreiches Kulturprogramm geplant ist, wird die neu entstehende Halle tagsüber für den Schulsport genutzt werden. 

Bunker St. Pauli, Pressefoto
Bunker St. Pauli, Pressefoto

Für die Schulen im Stadtviertel sind neue Flächen in Zukunft nahezu unverzichtbar. Denn die Nachfrage nach Schulsport-Kapazitäten wächst rapide, wie der Hamburger Senat Anfang diesen Jahres verkündete: Bis 2030 sollen die Schülerzahlen in Hamburg um geschätzt 25 Prozent ansteigen, 44 neue Schulen sollen gebaut werden.

Die Halle in der Aufstockung des Bunker St. Pauli wird nach Fertigstellung 2021 dann unter anderem durch das Struensee Gymnasium genutzt werden, es ist derzeit vorübergehend an die Wohlwillstraße verlagert. Klaus Grab von der Schulentwicklungsplanung Altona und Eimsbüttel bestätigt den stark wachsenden Bedarf: "Nach der Fertigstellung des Neubaus in Altona-Altstadt wird das Struensee Gymnasium an seinen Ursprungsstandort zurückziehen. Im Schulentwicklungsplan ist für den Standort Wohlwillstraße mittelfristig die Gründung einer dauerhaften weiterführenden Schule vorgesehen. Da auch diese erst aufwachsen muss, wird der Sporthallenbedarf dann jährlich aufwachsen."

Zudem ist für Klaus Grab die langfristig steigende Einwohnerzahl Hamburgs von großer Bedeutung: "Ich sehe eine dauerhafte Nachfragesituation, bei der die verkehrsgünstige Lage ein gutes Argument für die Halle auf dem Bunker sein wird. Damit wird die Halle auf dem Bunker ein attraktiver Mosaikstein in dem benötigten Angebot an Bewegungsaktivitäten sein."

Derzeit wird der beeindruckende Hochbunker im Herzen der Hansestadt um fünf pyramidenartige Geschosse erweitert. Visuelles Highlight des landschaftsarchitektonischen Pionierprojekts ist der spektakuläre Dachgarten, der wohl in ganz Deutschland einzigartig ist: mit einem fantastischen Panoramablick über Hamburg, in Sichtachse zur Elbphilharmonie, mit einem bepflanzten "Bergpfad", der sich außen um den Bunker entlang nach oben schlängelt. Zusätzlich zu dieser neuen öffentlichen Naturoase und der Halle für Sport- und Kulturveranstaltungen erhält der Bunker zum ersten Mal einen Gedenk- und Informationsort für die Opfer des NS-Regimes und des Zweiten Weltkrieges. Zudem entstehen Räume für Stadtteilkultur, Ausstellungsflächen, Unterkünfte für Stipendiaten und Künstler sowie ein Hotel. Das "nhow Hamburg" wird 136 Zimmer umfassen, zudem u.a. eine Bar, einen Coffeeshop und ein Restaurant.

Quelle: Frank Schulz Kommunikation

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