Hafen Hamburg: Zwischen Tradition und Moderne

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um die zweitgrößte Stadt Deutschlands kennenzulernen. Öffentliche Verkehrsmittel bringen Interessierte von einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Wer am Hafen Hamburg entlang schlendert oder radelt erlebt hautnah die maritime Atmosphäre Hamburgs. Bei Hafenrundfahrten genießt man gute Stimmung an Bord mit Blick auf Attraktionen wie die legendäre Speicherstadt und die moderne Elbphilharmonie.

Am Abend, wenn die Lichter Hamburgs leuchten, ist der Hafen besonders schön, © olleaugust CCO Public Domain/Pixabay.com
Am Abend, wenn die Lichter Hamburgs leuchten, ist der Hafen besonders schön, © olleaugust CCO Public Domain/Pixabay.com

Warum Hafenrundfahrten in Hamburg einzigartig sind

Was den Hamburger Hafen so herausragend macht, ist die gelungene Mischung aus geschichtsträchtigen und modernen Attraktionen. Viele davon lassen sich entweder besser oder sogar ausschließlich vom Wasser aus betrachten. Schon im 9. Jahrhundert war er für den Gütertransport per Schiff wichtig. Im Laufe der Zeit wurde er immer mehr erweitert, seit dem 19. Jahrhundert gehört der größte deutsche Seehafen zu den bedeutendsten Anlegeplätzen der Welt. Auf den Hafenrundfahrten lassen sich Wasserfahrzeuge jeder Art entdecken: Vom Schwimmkränen über riesige Containerschiffe bis zu luxuriösen Kreuzfahrtpalästen ist alles vertreten. Am Hafen Hamburg ist immer etwas los. Das rege Treiben der Arbeiter und der am Ufer spazierenden Menschen lässt sich bestens vom Wasser aus betrachten. Gleiches gilt für einzigartige historische sowie hypermoderne Bauwerke in der Hafencity.

…oder eine eigene Barkasse mieten?

Den Hamburger Hafen von der Wasserseite zu entdecken, ist nicht nur für Besucher verlockend. Auch für die Bewohner der Stadt ist es oft etwas ganz Besonderes. Vor allem, wenn sich die Lichter am Abend im Fluss spiegeln, kommt eine außergewöhnliche Romantik auf. Es gibt mehrere Alternativen, um Seemanns-Feeling zu erleben. Tag für Tag finden unzählige Hafenrundfahrten statt, die meisten davon legen direkt an den Landungsbrücken ab. Wer auf Intimität und Flexibilität Wert legt, kann auch eine eigene Barkasse mieten: Diese Variante eignet sich besonders für Familienfeste, Weihnachtsfeiern oder Firmen- oder Team-Events. Eine private Hafenrundfahrt bietet den Gästen einige Vorteile:

  • individuelle Streckenplanung nach den persönlichen Wünschen der Teilnehmer
  • eigenständige Auswahl der Anlegeplätze für den Ein- und Ausstieg
  • Flexibilität bei den Fahrtzeiten
  • große Auswahl an Speisen und Getränken an Bord
  • mehrsprachige Guides für Erklärungen zum Hafen Hamburg und zu den Sehenswürdigkeiten für internationale Stadtbesucher

Eine eigene Barkasse mieten ist ideal, wenn man seinen Gästen bei Feierlichkeiten eine einzigartige Kulisse wie den Hamburger Hafen bieten möchte. Vorteilhaft ist, dass sich der Gastgeber um nichts kümmern muss. Man bucht einfach einen Full-Service und stimmt die eigenen Vorstellungen mit den Möglichkeiten des Veranstalters ab. Private Hafenrundfahrten eignen sich sowohl für private Feiern als auch für Vereinsausflüge, Firmenveranstaltungen, Produktpräsentationen, Kunden-Events oder Team-Incentives.

Farbenfrohe Barkassen prägen den Hamburger Hafen, © olleaugust CCO Public Domain/Pixabay.com
Farbenfrohe Barkassen prägen den Hamburger Hafen, © olleaugust CCO Public Domain/Pixabay.com

Unter den zahlreichen unterschiedlichen Schiffstypen ist garantiert für jeden Geschmack das Passende dabei. Fällt die Wahl auf einen Mississippi-Dampfer, bestaunt man nicht nur den Hamburger Hafen, sondern erlebt auch Nostalgie pur. Große Fahrgastschiffe sind prädestiniert für mehrere hundert Gäste. Bei einem Glas Champagner auf einer Luxus-Barkasse fühlt man sich wie ein König. Kleinere Schiffe bestechen durch ihre gemütliche Atmosphäre – sie stellen das perfekte Ambiente für unvergessliche Hochzeitsfeiern und -jubiläen dar.

Futuristisch anmutende Elbphilharmonie

Zu den neusten Errungenschaften Hamburgs gehört die Elbphilharmonie. Viele Menschen bezeichnen sie als den spektakulärsten Neubau der Stadt. Auf den Hafenrundfahrten erfährt man einiges über das innovative Konzerthaus. Dazu zählt zum Beispiel, dass der 64-jährige Japaner Yasuhisa Toyota mit dem exotischen Berufsbild "Klang-Architekt" für das architektonisch und akustisch herausragende Bauwerk verantwortlich ist.

Fischauktionshalle am Altonaer Fischmarkt

Sie ist leicht an ihrer großen Kuppel, die den höchsten Punkt des Ziegelbaus darstellt, erkennbar. Die unter Denkmalschutz stehende Fischauktionshalle wurde 1895/96 für die Versteigerung, den Handel und den Versand von Fischen errichtet. Heute ist das Gebäude, das an eine antike römische Markthalle erinnert, ein beliebter Ort für Veranstaltungen.

Flussschifferkirche – das einzige schwimmende Gotteshaus Deutschlands

Im Jahr 1952 wurde ein ehemaliger Frachtkahn kurzerhand zur Kirche geweiht. Seitdem können gläubige Wasserliebhaber dem Gottesdienst auf Schiffsplanken lauschen. Die meisten Hamburger wissen worum es geht, wenn der Tour-Begleiter auf den Hafenrundfahrten von "Flusi" spricht: So nennen sie die berühmte Flussschifferkirche. Mit etwas Glück hört man beim Vorbeischippern die harmonischen Klänge der Pfeifenorgel.

Hamburger Speicherstadt begeistert mit neugotischer Backsteinarchitektur

Die Speicherstadt mit ihren altertümlichen Hafenkränen zählt zu den größten Berühmtheiten Hamburgs. Den erhabenen Anblick des Weltkulturerbes auf einer privaten Hafenrundfahrt sollte man seinen Gästen in jedem Fall gönnen. Es lohnt sich außerdem, einige ihrer fantastischen Attraktionen auch aus der Nähe zu betrachten. Dazu gehören das Spicy's Gewürz- und Speicherstadtmuseum sowie das Harrys Hamburger Hafenbasar & Museum. 

Auf die Spuren von Kapitänen und ihrer Mannschaft begibt man sich am Sandtorhafen/Traditionsschiffhafen mit mehreren historischen Schiffen und Objekten. Zu einer gemütlichen Pause mit Blick auf den Hafen sowie köstlichen regionalen und internationalen Speisen lädt das Stricker's Kehr Wieder Spitze Restaurant ein. Es liegt gleich neben der Elbphilharmonie. In der historischen Speicherstadt befindet sich auch die elbdeck Eventlocation, ein exklusiver Ort mit erstklassiger Aussicht für Feiern und Veranstaltungen jeder Art. Ein weiteres Highlight stellt das Miniatur Wunderland dar, es begeistert Jung und Alt.

Hamburger Traditionsschiffe: Ein Hauch von echtem Seeabenteuer

Die beiden bekanntesten Traditionsschiffe Hamburgs liegen zentral an der Hamburger Überseebrücke, zwischen dem alten Elbtunnel und dem West-Einfahrt in die Hafencity:  die Museumsschiffe Cap San Diego und Rickmer Rickmers. Ersteres ist auch unter dem Namen "Weißer Schwan des Südatlantiks" bekannt. Erbaut wurde das ehemalige Frachtschiff im Jahr 1961, seit 1986 liegt es an der Überseebrücke in Hamburg vor Anker. Das schwimmende Denkmal Rickmer Rickmers ist ein Großsegler aus dem Jahr 1896. Auch wenn sich heute seine Segel nicht mehr im Wind aufblähen, bietet es immer noch einen erhabenen Anblick. Auf beiden Schiffen kann man heute spannende und liebevoll gestaltete Escape-Rooms spielen – besonders geeignet für Familien und kleinere Gruppen. Informationen und Tickets gibt es bei Hidden in Hamburg. Auf der Cap San Diego befindet sich außerdem eine interessante Ausstellung zu Auswanderern, die sich früher in Hamburg nach Übersee eingeschifft haben.

Ein wenig weiter entfernt, aber mit den Fähren des Hamburger Verkehrsverbunds in 20 Minuten gut zu erreichen, liegt der Museumshafen Övelgönne. Hier liegen viele kleinere und größere Traditionsschiffe, die man von Land und vom Anleger aus bestaunen kann.

Etwas schwieriger zu erreichen ist hingegen das Hafenmuseum Hamburg an der Australiastraße, direkt im Hansahafen. Aktuelles Highlight ist der Großsegler Peking, dessen Restauration erst vor kurzem abgeschlossen wurde. Die Peking ist der letzte erhaltene "Hamborger Veermaster" – ein echter Viermaster, seinerzeit das schnellste Frachtschiff unter den Seglern.

Wir wünschen viel Spaß in einer der maritimsten und hübschesten Großtädte Europas.

Weitere Empfehlungen