Habitat Erde im Planetarium Hamburg

Ab dem 4. Dezember 2020 richtet das Planetarium Hamburg in der neuen Veranstaltung HABITAT ERDE – DIE WUNDERWELT DES LEBENS den Blick auf unsere Erde – den einzigen von uns bewohnbaren Planeten. In der mehrfach preisgekrönten Planetariumsshow der California Academy of Sciences vereinen sich digitale Technik und wissenschaftliche Echtzeitdaten zu erstaunlichen 360-Grad-Visualisierungen. Sie zeigen die wechselseitigen Abhängigkeiten unseres Ökosystems – die Netzwerke zwischen Mensch und Natur.

Habitat Erde, © California Academy of Sciences Visualization Studio
Habitat Erde, © California Academy of Sciences Visualization Studio
Wann? 4. bis 31. Dezember 2020
Wo? Planetarium Hamburg
Eintritt: 12,- Euro
Tickets: Hier direkt Tickets kaufen

Erweitert wurde diese Reise rund um unseren Planeten in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, Direktor des Centrums für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg, und mit Unterstützung der Rüm Hart-Stiftung.

Lebende Netzwerke verbinden und unterstützen jede Art von Lebensform. Dies gilt für Kolonien kleinster Mikroben, aber auch für Populationen riesiger Wale und nicht zuletzt für die unaufhörlich expandierenden, menschlichen Gesellschaften. Den Ausgangspunkt der eindrucksvollen Reise in DIE WUNDERWELT DES LEBENS bildet ein geschäftiger Hafen mit seinen Kränen und Containern. Nicht weit von ihm entfernt befindet sich ein Feuchtgebiet, in dem Vögel auf Nahrungssuche gehen.

Aber was spielt sich unter der Wasseroberfläche ab? An der Sternenkuppel des Planetarium Hamburg tauchen die Besucher in eine Unterwasserwelt ein und sehen sich inmitten von Seetangwäldern sowie deren Bewohnern. Dabei beobachten sie, wie selbst kleinste Wassertierchen nicht nur dem Überleben der Jäger dienen, sondern auch selbst auf Nahrungssuche gehen. Alles ist auf erstaunliche Weise miteinander vernetzt.

So auch im üppigen Unterholz eines Douglasienwalds, wo winzige Ameisen die Arme und Beine der Zuschauer kribbeln lassen – nämlich dann, wenn sie ihnen unter den Waldboden folgen und verstehen, wie Mikroorganismen am Überleben der größten Bäume der Erde beteiligt sind. Nicht zuletzt reisen die Besucher in HABITAT ERDE in den Weltraum und blicken auf das globale und dynamische Netzwerk des Lebens unseres Planeten im Sonnensystem. 

"Wir übersehen oft, wie sehr wir in planetenweite, ja sogar kosmische Netzwerke und Lebenszyklen eingebunden sind und in welchen Abhängigkeiten wir uns befinden. Das Planetarium Hamburg hat es sich in den vergangenen Jahren zur Aufgabe gemacht, seine Besucher für diese wichtigen Zusammenhänge zu sensibilisieren und den Blick zu den Sternen und fernen Welten mit unserer ganz eigenen !Wunderwelt des Lebens! zu verbinden", sagt Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg. "Bei HABITAT ERDE gelingt dies ganz besonders, denn hier werden die erstaunlichen Verknüpfungen 'Weltall – Erde – Leben' auf einzigartige Weise hautnah erlebbar."

Die Artenvielfalt ist in Gefahr

Das Bewusstsein für die Vernetzung unserer Umwelt ist wichtig für unser Leben und Überleben. Denn das natürliche Zusammenspiel ist zerbrechlich und reagiert sensibel auf das Eingreifen des Menschen. Dies betont auch Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, der die in Hamburg gezeigte, erweiterte Fassung von HABITAT ERDE mit seinem Fachwissen begleitet: "Wir sind – wie sämtliche andere Lebewesen dieses Planeten auch – das Produkt eines einmaligen Evolutionsablaufs auf dieser einen Erde. Nur verhalten wir uns nicht danach." Der Zoologe, Wissenschaftsjournalist und Direktor des CeNak veröffentlichte auch ein Buch zu diesem Thema und titelte passend: "Das Ende der Evolution Der Mensch und die Vernichtung der Arten". 

Der Rüm Hart-Stiftung mit Sitz in Hamburg liegt das Thema Biodiversität – die Vielfalt der Arten – ebenfalls sehr am Herzen. Daher war den Verantwortlichen auch die finanzielle Unterstützung des Projektes HABITAT ERDE sehr wichtig. "Der Klimawandel ist mittlerweile von allen Menschen als gravierendes Problem erkannt", äußert sich Dr. Dirk Janssen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. "Aber wenn man heute das Wort Artensterben hört, denkt man eher an die Dinosaurier vor 60 Millionen Jahren und nicht daran, dass jährlich tausende von Tier- und Pflanzenarten von unserem Planeten verschwinden." Intensive Landwirtschaft direkt vor unserer Tür, die Versiegelung der Landschaft durch Straßen- und Siedlungsbau sowie der enorme Ressourcenverbrauch machen den Wildtieren, Pflanzen und Insekten zu schaffen. "Auch beim Thema Artensterben haben wir also dringenden Handlungsbedarf", schließt Janssen. 

Die internationale Version der Planetariumsshow, HABITAT EARTH, durfte sich bereits über eine Vielzahl an Auszeichnungen freuen, darunter der Directors Award beim Central European Fulldome Festival in Brünn sowie beim Jena International FullDome Festival. Außerdem war sie Finalistin beim Jackson Hole Wildlife Film Festival. Nicht zuletzt ist die deutsche, erweiterte Fassung ein offizieller Beitrag der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Als Erzählerin dieser deutschen Fassung agiert Christina Marquitan. Neben Auftritten als Schauspielerin und Sängerin auf Bühnen und im Fernsehen arbeitet die gebürtige Hamburgerin auch umfangreich in der Film- und Fernsehsynchronisation, unter anderen als deutsche Stimme von Weltstar Salma Hayek. Daneben liest sie eine Vielzahl an Hörspielen und -büchern für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und ist als Off-Stimme in Literatur- und Dokumentationssendungen aktiv, zum Beispiel im ZDF und bei ARTE.

Die Veranstaltung HABITAT ERDE – DIE WUNDERWELT DES LEBENS wurde aufgrund des Lockdowns auf den 4. Dezember 2020 verschoben. Ursprünglich sollte die Veranstaltung ab  dem 7. November 2020 regelmäßig auf dem Spielplan des Sternentheaters im Hamburger Stadtpark stehen.

Quelle: Planetarium Hamburg

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