Gute Zukunftsaussichten bei Berufen im Gesundheitswesen

Arbeitgeber im Gesundheitswesen suchen händeringend nach ausgebildeten Fachkräften. Begründet wird der hohe Bedarf unter anderem mit der fortschreitenden Überalterung der deutschen Gesellschaft. Der fordernde Berufsalltag schreckt viele junge Leute nicht nur von einer Karriere als Arzt ab.

Fachkräfte im Gesundheitsbereich werden händeringend gesucht, © www.Pexels.com / Mix and Match Studio
Fachkräfte im Gesundheitsbereich werden händeringend gesucht, © www.Pexels.com / Mix and Match Studio

Natürlich wirkt sich die entsprechend schlechtere Bezahlung zusätzlich auch auf die Nachfrage an Pflegern aus. Andererseits sorgen diese Rahmenbedingungen für zukunftssichere Stellen in der Pflege. Ausgebildetes Pflegepersonal kann sich den Arbeitgeber in der Regel aussuchen!

Etwa 6 Millionen Menschen arbeiten im Gesundheitswesen

Berufe im Gesundheitswesen beinhalten eine ausgeprägte emotionale, moralische und soziale Komponente. Haben sie doch die Intention, kranken, schwachen und alten Menschen zu helfen. Es sind also nicht nur hervorragenden Karrierechancen, aufgrund derer sich Menschen entscheiden, diesen Berufsweg einzuschlagen.

Derzeit untersteht in Deutschland jeder achte Arbeitsplatz dem Gesundheitswesen, mit steigender Tendenz. Die Branche ist sehr personalintensiv, die meisten Berufe können nicht wie in der Industrie durch Maschinen, Roboter und Software-Programme ersetzt werden.

Verschiedene Berufsgruppen im Gesundheitswesen

Auf spezialisierten Jobportalen wie Medi-Karriere.de wird in der Regel jeder, der eine berufliche Zukunft im Gesundheitswesen verfolgt, fündig. Dabei stehen nicht nur Ärzte oder Pflegepersonal im Fokus – die Branche bietet ein breit gefächertes Jobangebot.

So ist der Bedarf für Berufe im administrativen und verwaltungstechnischen Aufgabenbereich weiterhin hoch. Kaufmännische Grundlagen sind gerade im Gesundheitsmanagement gefragt. Therapeuten der verschiedensten Sparten bieten sich ausgezeichnete Berufsaussichten. Auch das Gesundheits-Handwerk buhlt um Nachwuchs.

Pflege, Rettungsdienst & Geburtshilfe

Die Ausbildung im Pflegebereich wurde zu Beginn des Jahres 2020 reformiert. Dabei wurden die drei Ausbildungsgänge Krankenpfleger, Altenpfleger und Kinderkrankenpfleger zusammengefasst und generalisiert. Der Gesetzgeber möchte damit der Flexibilität in der Pflege Vorschub leisten. Das neue Berufsbild der Pflegefachkraft vermittelt das Wissen, welches ein Arbeitnehmer braucht, um auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen.

Das Aufgabenfeld der Pflegefachkraft ist breit gefächert. Sie steht zwischen Patient und Arzt, assistiert bei Operationen und ist für medizinische Anwendungen wie Spritzen, Einläufe und Medikation verantwortlich. Die Pflegefachkraft benötigt kommunikative und seelsorgerische Eigenschaften, ist sie doch erster Ansprechpartner für den Patienten und dessen Angehörige.

Jobs findet man als Pflegefachkraft in Kliniken, Hospizen und Krankenhäusern. Pflege- und Altenheime sowie ambulante Dienste bemühen sich um examinierte Krankenschwestern oder -pfleger. Aber auch im Rettungswagen oder als Geburtshelferin (Hebamme) sind Pflegefachkräfte gefragt. Wer daran denkt, später in eine leitende Position hineinzuwachsen, kann das über das Duale Studium Pflege tun.

Kaufmännische Berufe / Gesundheitsmanagement

Neben medizinischem Fachpersonal werden im Gesundheitswesen Fachkräfte mit einer kaufmännischen Ausbildung benötigt. Sie finden eine Anstellung bei einer Krankenkasse oder in der Administration von Gesundheitseinrichtungen.

In der Verwaltung sorgen sie für den reibungslosen Ablauf innerhalb eines Krankenhauses, eines Pflegeheimes oder einer Arztpraxis. Dabei sind organisatorische Fähigkeiten eine wichtige Grundlage.

Medizinisch-technische Assistenzberufe

Ein weiteres, vielversprechendes Berufsbild im Gesundheitswesen ist das des MTA (Medizinisch-technischer Assistent). MTA bietet sich für Bewerber an, welche ein Faible für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) mitbringen.

Als Medizinisch-technischer Laborassistent ist es z. B. eine Aufgabe, im Labor Blut- und Gewebeproben zu analysieren. Der Medizinisch-technische Radiologieassistent wiederum ist verantwortlich für Kernspin-, Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen.

Medizinische oder Zahnmedizinische Fachangestellte (MFA oder ZFA) arbeiten weniger im Labor oder in der Arztpraxis. Sie sind eher unterstützend tätig und assistieren bei Behandlungen, wobei beratende und verwaltende Aufgaben zu bewältigen sind.

Physikalische Therapie und Sprachtherapie

Unter den Sammelbegriff Gesundheitsfachleute fallen Berufe wie Ergotherapeut und Physiotherapeut. Aufgaben wie Krankengymnastik und Gesundheitsmassagen für Schlaganfallpatienten fallen in deren Tätigkeitsfeld. Eine Logopädin wiederum trainiert vor allem bei Kindern die Sprachentwicklung. Für diese Berufe benötigt man ein gutes Einfühlungsvermögen. Angst vor Nähe dagegen ist bei der Ausübung eher abträglich.

Gesundheits-Handwerk

Im Handwerk werden medizinische Hilfen wie Prothesen und Brillen sowie orthopädisches Schuhwerk und Hörgeräte angefertigt. Dort stehen der Optiker, der Hörgeräteakustiker und der Schuhmacher für orthopädische Schuhe im Vordergrund.

Darum lohnt sich ein Job im Gesundheitswesen

Kranke Menschen wird es immer geben. Sie bedürfen einer speziellen Versorgung. Die demografische Entwicklung mit einem steigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung beschleunigt diesen Prozess. Es werden daher zukünftig immer mehr Fachkräfte mit einer entsprechenden Ausbildung benötigt.

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