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Evangelische Kirche auf dem CSD 2026

Die Evangelische Kirche Hamburg rollt mit einem großen Truck über die CSD-Demo und feiert Vielfalt, Liebe und Menschenwürde. Unter dem Claim "Fürchte dich nicht. L(i)ebe frei und sichtbar" setzen Engagierte am 1. August 2026 ein kraftvolles Zeichen – mitten in der Hamburger Innenstadt.

St. Mariendom in St. Georg
St. Mariendom, © Redaktion hamburg-magazin.de

Haltung zeigen auf dem CSD

Die Evangelische Kirche Hamburg ist am Samstag, 1. August 2026, erneut mit einem großen Truck auf dem Hamburger CSD vertreten. Rund 250.000 Menschen kommen jedes Jahr zur Demo durch die Innenstadt. Das diesjährige Motto von Hamburg Pride lautet: "Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst."

Gerade in Zeiten, in denen queere Menschen wieder verstärkt Anfeindungen erleben, will die Kirche sichtbar an ihrer Seite stehen. Die Botschaft ist klar: Gottes Liebe gilt allen Menschen ohne Ausnahme. Auf dem Truck wird das Leben und die Liebe gefeiert – mit rund 140 Engagierten an Bord.

Stimmen aus der Kirche

Propst Dr. Martin Vetter vom Kirchenkreis Hamburg-Ost betont die solidarische Haltung der evangelischen Kirche. "Als evangelische Kirche stehen wir solidarisch an der Seite queerer Menschen", so Vetter. Die Würde jedes Menschen sei unantastbar – unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität. Jeder Mensch verdiene Respekt und solle frei leben können, ohne Angst vor Ausgrenzung.

Pröpstin Anja Botta aus dem Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ist ebenfalls wieder auf dem Truck dabei. Kirche sollte dort sichtbar sein, wo Menschen um Würde, Sicherheit und Anerkennung kämpfen. Queere Menschen gehören selbstverständlich zur Kirche und mitten in die Gesellschaft, so Botta.

Segnungen und Begegnung

Neben dem Truck ist die Kirche auch an weiteren Orten in der Stadt präsent. Vor der Hauptkirche St. Petri schlägt die Nordkirche gemeinsam mit KonQueer ein Segenszelt auf. Damit setzt sie ein zusätzliches Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz. Die Agentur st. moment begleitet den Tag mit Segnungen und Gesprächen vor Ort.

Programm in der Pride Week

Die Pride Week vom 25. Juli bis 2. August 2026 bietet weit mehr als die Demo am 1. August 2026. Die Evangelische Kirche Hamburg ist in dieser Woche an mehreren Orten präsent – mit Gottesdiensten, Musik und Begegnung.

Gottesdienst zum Auftakt

Am Sonntag, 26. Juli 2026, um 18.00 Uhr feiert die Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde einen bunten Gottesdienst zum Start der Pride Week. Thematisch steht das Thema Haltung im Mittelpunkt – passend zum diesjährigen Claim von Hamburg Pride.

Pride-Konzert in St. Nikolai

Am Freitag, 31. Juli 2026, lädt die Hauptkirche St. Nikolai zum Pride-Konzert "Glitter and Be Gay" ein. Beginn ist um 17.00 Uhr im Rahmen des Orgelsommers. Auf dem Programm stehen Werke von Leonard Bernstein, Giacomo Puccini und Frédéric Chopin.

CSD-Gottesdienst auf St. Pauli

Am Sonntag, 2. August 2026, um 11.00 Uhr findet in der St. Pauli Kirche der CSD-Gottesdienst "Der Angst die Macht nehmen" statt. Gemeinsam mit Pastor Sieghard Wilm, dem Team von positiv leben&lieben und der Evangelischen Stiftung Alsterdorf wird gefeiert. Im Anschluss gibt es ein Kiezfrühstück.

Ihr wollt noch mehr über Veranstaltungen und besondere Aktionen in der Stadt erfahren? Wir von hamburg-magazin.de halten euch mit vielen weiteren Tipps auf dem Laufenden.

Quelle:  Evangelisch lutherischer Kirchenkreis Hamburg-Ost