Ergonomie und Arbeitsorganisation im Homeoffice

Egal, ob Sie wegen der Coronavirus-Pandemie von zu Hause aus oder hauptsächlich mobil arbeiten  – hier erfahren Sie, wie Sie das beste (ergonomischste!) Büro in Ihrer Wohnung einrichten.

Bürostuhl, © www.pixelio.de / Rainer Sturm
Bürostuhl, © www.pixelio.de / Rainer Sturm

Ergonomie: Ein Wort, das Sie wahrscheinlich immer wieder gehört haben, seit die Welt sich sozial distanziert. Also, was genau ist Ergonomie? Ergonomie bedeutet die Anpassung eines Arbeitsplatzes an eine Person. Eine ergonomische Einrichtung kann dazu beitragen, Muskelermüdung zu verringern, die Produktivität zu steigern und die Anzahl und Schwere von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Karpaltunnelsyndrom, Sehnenentzündungen, Muskelzerrungen und Verletzungen des unteren Rückens zu reduzieren.

Denken Sie zurück an die guten alten Tage vor der Pandemie, als Sie ins Büro gingen: Sicher, es gab einige Tage, an denen Sie alles dafür gegeben hätten, bequem vom weichen Sofa aus zu arbeiten, mit hochgelegten Füßen und dem Computer auf dem Schoß. Aber es gibt einen guten Grund, warum Ihr Büro eine Kabine statt einer Couch zur Verfügung gestellt hat – und das nicht nur, weil Ihre Kollegen Ihre nackten Füße nicht sehen wollten.

Während der Arbeit im Bett oder auf dem Sofa kann es tatsächlich zu Muskel-Skelett-Problemen kommen. Ihr Sofa und Ihr Bett, auch wenn sie im Moment gemütlich sind, sind schreckliche Orte, um acht Stunden am Tag dort zu verbringen. Es ist so wichtig, einen Stuhl zu haben, der die richtige Unterstützung bietet.

In einer perfekten Welt, sagen Experten, würden Sie Ihr übliches Büro-Setup zu Hause nachbilden. In der Realität haben Sie vielleicht ein knappes Budget oder begrenzten Platz oder Kinder, die Sie rund um die Uhr umkreisen, oder alles drei. Was auch immer der Fall sein mag, Sie können trotzdem eine ergonomische Umgebung einrichten. 

Die richtige Haltung

Egal, wo Sie arbeiten – ob in einem speziellen Büro zu Hause oder am Küchentisch – es gibt eine bestimmte Körperhaltung, die das Risiko von Schmerzen verringert:

Die Füße sollten flach auf dem Boden stehen, die Oberschenkel parallel und die Knie auf 90 Grad gebeugt sein, so Geisel. Die Ellbogen sollten ebenfalls im 90-Grad-Winkel angewinkelt sein und nahe am Körper liegen – nicht an den Rippen eingeklemmt, sondern bequem unter den Schultern hängend. Ihre Schultern sollten entspannt und zurückgenommen sein.

Sie sollten ganz hinten in Ihrem Stuhl sitzen, wobei der Rest Ihres Körpers "gestapelt" sein sollte, mit Ihren Schultern über Ihren Hüften und Ihrem Kopf über Ihren Schultern. Das hilft, die Gelenke in einer Linie zu halten. Diese ganze Sache mit den ausgerichteten Gelenken ist entscheidend, denn wenn sie es nicht sind, riskieren Sie, Ihre Haltung und die daran beteiligten Muskeln aus dem Gleichgewicht zu bringen – und das kann zu Verletzungen des Bewegungsapparats führen. 

Der richtige Stuhl

Wählen Sie einen Stuhl, der Ihre Wirbelsäulenkurven unterstützt. Stellen Sie die Höhe Ihres Stuhls so ein, dass Ihre Füße flach auf dem Boden oder auf einer Fußstütze ruhen und Ihre Oberschenkel parallel zum Boden sind. Stellen Sie die Armlehnen so ein, dass Ihre Arme sanft darauf ruhen und Ihre Schultern entspannt sind.

Wichtige Gegenstände

Halten Sie wichtige Gegenstände – wie z. B. Ihr Telefon, Ihren Hefter oder Drucksachen – in unmittelbarer Reichweite, um die Entfernung zu minimieren. Stehen Sie auf, um alles zu erreichen, was Sie im Sitzen nicht bequem erreichen können.

Tastatur und Maus

Platzieren Sie Ihre Maus in Reichweite und auf der gleichen Oberfläche wie Ihre Tastatur. Halten Sie beim Tippen oder Benutzen der Maus die Handgelenke gerade, die Oberarme nahe am Körper und die Hände auf Höhe der Ellenbogen oder etwas darunter. Verwenden Sie Tastenkombinationen, um eine längere Mausbenutzung zu vermeiden. Wenn möglich, stellen Sie die Empfindlichkeit der Maus so ein, dass Sie sie mit leichtem Druck bedienen können. Wechseln Sie die Hand, mit der Sie die Maus bedienen, indem Sie die Maus auf die andere Seite der Tastatur bewegen.

Telefon

Wenn Sie häufig telefonieren und gleichzeitig tippen oder schreiben, stellen Sie das Telefon auf Lautsprecher oder verwenden Sie ein Headset, anstatt das Telefon zwischen Kopf und Hals zu halten.

Monitorabstand

Der Bildschirm sollte so positioniert werden, dass Ihr Blick leicht nach unten verläuft, wenn Sie ihn anschauen. So schonen Sie nicht nur Ihre Augen, sondern auch Ihren Nacken und Rücken. Der Abstand zwischen Ihren Augen und dem Monitor sollte mindestens 50 cm betragen. Empfohlen werden sogar meist 60 bis 100 cm. Eine Monitorhalterung eignet sich hier. Achten Sie bei der Wahl vor allem darauf, dass die Halterung das Gewicht des Monitores trägt und die gleiche VESA Norm wie der Monitor hat. 

Foto: www.pixelio.de / Rainer Sturm

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