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Sparen im Haushalt: So können Sie einfach Energiekosten sparen

Strom, Warmwasser und Heizung verursachen hohe Kosten, was sich besonders stark auf die Haushaltskasse auswirkt. Am meisten Kosten lassen sich zwar durch jährliche Wechsel der Energietarife einsparen, aber bei weniger Energieverbrauch wird Geld gespart und das Klima geschützt. Wie beides geht, wird in diesem Artikel erläutert.
© iStock.com/AnaBGD
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So manche Haushaltskassen schrumpfen sehr aufgrund der gestiegenen Energiekosten. Häufig rückt bei der Kostendebatte in den Hintergrund, dass es am umweltverträglichsten und günstigsten ist, wenn man erst überhaupt keine Energie verbraucht. Die Stromkosten können schon das Vermeiden von Stand-by bei vielen elektronischen Geräten jährlich durchschnittlich um etwa 75,- Euro verringert werden. 

Selbst in weiteren Bereichen ist es möglich, viel zu sparen mit wenig Aufwand, wie etwa beim Waschen, Kochen und Heizen sowie bei der Beleuchtung und beim Kauf neuer Gefrier- und Kühlgeräte. Neben einer Reduzierung des Verbrauchs sollten Verbraucher allerdings auch jährlich ihre Tarife wechseln. Mit den folgenden Tipps haben Sie die monatlichen Kosten im Griff.

Strom- und Gastarif

  • Eine durchschnittliche vierköpfige Familie spart im günstigsten Fall allerdings normalerweise jährlich einige Hundert Euro, wenn der Stromanbieter gewechselt wird. Besonders viel sparen hier Hamburger Verbraucher, die noch im Grundversorgungstarif des Versorgers Vattenfall sind.
  • Durch Tarifrechner ist schnell herausgefunden, ob sich der Wechsel eines Anbieters lohnt. Man benötigt lediglich Postleitzahl und Kilowattzahl des Verbrauchs im Vorzeitraum.
  • Regelmäßig kommt es zur Änderung der Stromtarife. Im kommenden Jahr ist der Vertrag, der gerade abgeschlossen wurde, häufig überhaupt nicht mehr so günstig. Deswegen ist ein ständiger Überblick wichtig, um sparen zu können. Genau da setzen Wechseldienste an. Durch diese Dienstleister wird Ihr Stromvertrag verwaltet. Sobald es einen preiswerten Anbieter gibt, wechseln sie selbstständig.

Lüften und Heizen

Beim Energieverbrauch im Haushalt stellt das Heizen den größten Kostenanteil dar. Oft steigern die veralteten Heizkessel die Aufwendungen zusätzlich. Durch das Modernisieren der Heizung ist ebenso der Wechsel der Heizenergie möglich, welcher sowohl unter finanziellen als auch unter umweltrelevanten Faktoren Sinn ergeben kann. Für die richtige Entscheidungshilfe hilft ein Energieberater. Allerdings kann das bewusste Heizen ebenso ohne Erneuerung oder Austausch für deutliche Einsparungen sorgen:

  • Bis zu sieben Prozent an Heizkosten lassen sich pro Grad weniger bei der Raumtemperatur sparen. Im Wohnzimmer genügen 22 Grad Celsius, während das Schlafzimmer nicht wärmer als 17 Grad Celsius sein sollte. Eine Kontrolle rentiert sich bei automatischen Einstellungen, ob über Nacht die Temperatur senkbar ist.
  • Kalte Außenluft gelangt nicht ins Rauminnere durch Roll- oder Fensterläden und geschlossene Vorhänge. Es empfiehlt sich darauf zu achten, dass an Türen und Fenstern eine ordentliche Abdichtung der Fugen erfolgt ist.
  • Darüber hinaus sollte die Heizung so frei wie möglich stehen. Bis zu 20 Prozent an Wärme kann aufgrund von zu dicht positionierten Möbeln oder langen Vorhängen geschluckt werden. Durch höchstens zehnminütiges Lüften auf Durchzug gelangt genügend Frischluft in den Raum bei geringen Wärmeverlusten. Dabei ist jedes Fenster weit zu öffnen und danach wieder zu schließen. Man sollte das Stoßlüften öfters am Tag wiederholen. Wer per Kippfenster permanent lüftet, heizt nach draußen.

Beleuchtung

  • Halogenlampen, Energiesparleuchten und vor allem Glühbirnen sind nicht mehr zeitgemäß. Zwar sind LED-Lampen beim Kauf etwas kostspieliger, haben jedoch einen bis zu 90 Prozent niedrigeren Stromverbrauch und sind viel langlebiger.
  • Bei der klassischen Glühlampe erfolgt die Umwandlung der Energie zu 95 Prozent in Wärme und lediglich zu fünf Prozent in Licht.
  • Um die alten Lampen zu ersetzen, muss man erst mal viel bezahlen, da die Kosten von LED-Leuchten drei bis zehn Euro betragen. Jedoch rentiert sich trotz allem deren Ersatz, da eine 60-Watt-Glühlampe, welche drei Stunden täglich leuchtet, etwa 18 Euro Energie jährlich kostet. Bei einer LED-Lampe sind es allerdings nur zwei Euro. Überdies sollte diese zumindest 10.000 Stunden einsetzbar sein.

Verluste durch Stand-by

  • Es ist wichtig, sich über die Höhe der Energiekosten im Klaren zu werden, welche nur durch den Stand-by-Verbrauch zustande kommen. Mit jedem elektronischen Gerät, welches pro Jahr mindestens 8.000 Stunden am Stromnetz ist und aufgrund von Stand-by zum Beispiel acht Watt verbraucht, benötigt jährlich an Strom etwa 70 Kilowattstunden.
  • Teilweise verbrauchen Altgeräte durch Stand-by noch mehr. Das Beste ist, mit einem Strommessgerät den Verbrauch zu messen oder besser im Zweifelsfall eine schaltbare Steckerleiste zu benutzen. Laut einer gesetzlichen Regelung ist bei neuen Geräten der Stand-by-Verbrauch ab 2011 auf ein Watt und auf höchstens 0,5 Watt seit dem Jahr 2012 beschränkt.

Elektronische Geräte

  • Wer sich neue Elektrogeräte anschafft, sollte sich möglichst nach dem Energielabel richten.
  • Wie sparsam die jeweiligen Geräte sind, geben die Energieklassen G bis A+++ an.
  • Man sollte sich für Geräte mit der Energieeffizienzklasse A+++ entscheiden, wenn der Kauf eines Kühl- und Gefrierschranks geplant ist. Bei diesen Haushaltsgeräten haben Sie die Möglichkeit, sich ebenso gut am jährlichen Verbrauch zu orientieren, weil diese während des gesamten Jahres betrieben werden.
  • Damit Kühlgeräte möglichst effizient laufen, ist es wichtig, dass sie weder neben der Heizung noch neben dem Herd stehen. Außerdem sollten erhitzte Getränke und Speisen erst in den Kühlschrank gestellt werden, wenn sie abgekühlt sind. Weiterhin empfiehlt es sich, dass man nicht zu lange die Tür des Haushaltsgerätes offen stehen lässt.

Herde

  • Hauptsächlich kaufen viele in der letzten Zeit Herde mit Ceranfeld. Im Vergleich zu klassischen Herden mit Kochplatten sind diese beim Betreiben sparsamer. Noch weniger Energie verbrauchen Herde mit Induktionsfeldern als Ceranfelder Modelle. Verglichen mit einer Neuanschaffung haben Sie allerdings schon die Möglichkeit, mehr Energie durch energiebewusstes Kochen einzusparen.
  • Auf den unterschiedlich großen Platten ist für verschiedene Töpfe Platz: Wichtig ist, dass der Topf oder anderes Kochgeschirr dem Durchmesser der Kochplatte entspricht. (Oft befindet sich eine Topferkennung bei Induktionsherden.)
  • Überdies sollte auch auf jeden Topf der passende Deckel platziert werden.
  • Die Herdplatten kann man schon abschalten, bevor der Kochvorgang zu Ende ist. So lässt sich die Restwärme optimal nutzen.
  • Bis zur Hälfte der Zeit und Energie kann mit Schnellkochtöpfen gespart werden.
  • Im Vergleich zu elektronischen Herden kochen Gasherde viel umweltfreundlicher.

Waschgerät

  • Die Waschmaschine, der Trockner und die Spülmaschine sollte man so voll wie möglich beladen.
  • Eine Partie Kochwäsche verbraucht etwa das Doppelte an Energie wie ein Waschgang bei 60 Grad Celsius.
  • Wenn die Wäsche statt bei 40 bei 30 Grad Celsius gewaschen wird, ist es für das Waschresultat egal. Allerdings besteht dadurch die Möglichkeit, den Energieverbrauchs um fast ein Drittel zu senken.

Warmes Wasser

  • Selbst mit Kaltwasser lassen sich Zähne, Hände und Gesicht reinigen.
  • Anstelle ein Bad zu nehmen, ist es besser, sich zu duschen. Denn die Energiekosten für eine Dusche betragen nur ein Viertel eines Vollbads.
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