Eiskalter Genuss: So gelingt der perfekte Cold Brew Coffee

Cold Brew Coffee ist aktuell einer der beliebtesten Kaffee-Trends. Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich dabei um kalt gebrühten Kaffee. Dieser wird vor allem in den heißen Monaten gerne und viel getrunken. Was es mit dieser besonderen Kaffee-Art auf sich hat und wie ihr sie selbst zu Hause zubereiten könnt, erfahrt ihr hier.

Cold Brew Coffee, © Pexels/Nguyen Khanh
Cold Brew Coffee, © Pexels/Nguyen Khanh

Was ist ein Cold Brew Coffee?

Bei Cold Brew Coffee handelt es sich um kalt gebrühten Kaffee. Die Zubereitung erfolgt also mit kaltem Wasser. Dabei ist die Kontaktzeit zwischen Kaffee und Wasser wesentlich länger als bei heiß gebrühtem Kaffee – je nach Zubereitung rund 12 Stunden.

Der Kaffee hat schlussendlich weniger Säure und schmeckt nicht so bitter. Für Menschen, die Kaffee im Magen nicht so gut vertragen, ist ein Cold Brew Coffee also eine wunderbare Alternative.

Das Tolle: Viele fruchtige Aromen in der Kaffeebohne werden auch bei kalten Temperaturen freigesetzt, nicht aber die Bitterstoffe.

Gut zu wissen: Der Cold Brew Coffee stammt ursprünglich aus Japan. Dort wurde das Pulver mit heißem Wasser aufgebrüht, um es anschließend direkt auf Eiswürfel tropfen zu lassen.

Die Idee dahinter war, dass die Aromen aus dem Kaffeepulver durch das heiße Wasser besser gelöst werden können. Durch die überdurchschnittlich lange Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffee lösen sich aber auch bei der kalt gebrühten Variante alle wichtigen Aromen aus dem Kaffee.

Was braucht man für einen Cold Brew Coffee?

Kaltes Wasser, grob gemahlenes Kaffeepulver und viel Zeit: Das sind die Zutaten für einen der heißesten – pardon, coolsten Kaffee-Trends – des Jahres. Was braucht ihr aber konkret für die Zubereitung?

  • 100 g Kaffeebohnen
  • 1 l kaltes Wasser
  • Eiswürfel
  • Kaffeefilter (alternativ Aero- oder Frenchpress)
  • Zwei Gefäße mit Fassungsvermögen von mind. 1 l
  • Kaffeemühle, Mixer oder Multizerkleinerer
  • Kühlschrank

Weitere Infos für Kaffee-Freunde

Das – und viel Zeit – sind die Hauptzutaten für einen Cold Brew Coffee. © Kaffeerösterei RAUWOLF
Das – und viel Zeit – sind die Hauptzutaten für einen Cold Brew Coffee. © Kaffeerösterei RAUWOLF

Full Immersion & Cold Drip: Wie bereitet man einen Cold Brew Coffee zu?

Die Zubereitung für einen erfrischenden Cold Brew Coffee ist ganz einfach. Es gibt hierbei zwei verschiedene Arten, zu diesem kühlen Kaffeegenuss zu gelangen: das Full-Immersion-Verfahren und das Cold-Drip-Verfahren. Wie diese funktionieren, erfahrt ihr hier.

Full Immersion: So geht’s

  1. Mahlt die Kaffeebohnen – für den Cold Brew am besten in einem groben Mahlgrad. Falls ihr keine Kaffeemühle zu Hause habt, tut es auch ein Mixer oder Multizerkleinerer.
  2. Gebt einen Liter kaltes Wasser in eines der beiden bereitgestellten Gefäße.
  3. Mischt das Kaffeepulver nun in das Gefäß mit dem Wasser.
  4. Deckt das Gefäß ab und stellt es für ca. 12 Stunden in den Kühlschrank.
  5. Nach Ablauf der 12 Stunden: Legt den Filter über das zweite Gefäß und füllt den Kaffee vom ersten ins zweite Gefäß.
  6. Zu guter Letzt gebt ihr ein paar Eiswürfel in ein Glas und gießt den Kaffee darüber.
  7. Damit es richtig sommerlich wird, könnt ihr das Ganze mit einer Zitronenscheibe garnieren.

Cold Drip: So geht’s

  1. Füllt das frisch gemahlene Kaffeepulver in eines der beiden Gefäße. Feuchtet das Pulver gleichmäßig an der Oberfläche mit kaltem Wasser an.
  2. Legt das Filterpapier oben auf den Kaffee drauf.
  3. Füllt in das obere Gefäß Eiswasser ein.
  4. Lasst das Wasser nun etwa 6 Stunden durch den Kaffee laufen. Stellt die Tropfgeschwindigkeit auf etwa 1-1,5 Tropfen pro Sekunde ein.

Den Kaffee, den ihr nicht gleich trinkt, könnt ihr in einer ausgekochten Flasche gut verschlossen noch bis zu zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. So habt ihr länger etwas vom erfrischenden Sommerkaffee.

Tipp: Für angenehmen Kaffeegenuss ist für den Cold Brew ein Kaffee-Wasser-Verhältnis von 1:7 ideal. Für diejenigen, die es kräftiger mögen, können es ruhig 1:4 sein. Hochkonzentrierter würden wir euch den Cold Brew aber nicht empfehlen, da er an sich schon auf der starken Seite ist.

Welche Vorteile hat ein Cold Brew Coffee?

Cold Brew Coffee bringt durchaus einige Vorteile mit sich...

  • Er stellt – wie bereits erwähnt – vor allem für Menschen mit einem empfindlichen Magen eine wunderbare Kaffeealternative dar, da er nicht so bitter ist und weniger Säure hat.
  • Cold Brew Coffee kann ohne jegliche Maschine hergestellt werden.
  • Im Gegensatz zu normalem kaltem Kaffee (der zuerst heiß war und einfach abgekühlt ist), schmeckt ein Cold Brew nicht schal.
  • Ihr könnt einen großen Vorrat an Cold Brew in eurem Kühlschrank aufbewahren und habt so immer erfrischenden, kalten Kaffee für heiße Sommertage zur Hand. Fällt euch auf, dass er langsam zu Neige geht, könnt ihr ganz einfach über Nacht neuen Cold Brew herstellen.
  • Habt ihr an einem etwas feuchteren Sommertag doch mal Lust auf einen warmen Kaffee, könnt ihr den Cold Brew einfach mit heißem Wasser aufgießen.

Variationen des Cold Brew Coffee

Je nach Belieben könnt ihr den Cold Brew Coffee mit verschiedenen Zutaten zu neuen Kreationen kombinieren. Wie wäre es z.B. mit...

  • einem Rosmarinzweig
  • einer cremigen Kugel Eis (je nach Geschmack Vanille, Schokolade, Haselnuss etc.)
  • Milch oder Schlagsahne
  • ein wenig Sirup (Empfehlung: Himbeere oder Holunder)
  • Tonic Water

Wer nochmal eine ganz andere Form des kalt aufgebrühten Kaffees probieren möchte, sollte sich mal am Dalgona Coffee – einem neuen Trend aus Südkorea – versuchen. Hierbei wird Instant-Kaffeepulver mit ein wenig kaltem Wasser und Zucker zu einem Getränk mit cremiger Konsistenz geschlagen.

Cold Brew Coffee – Kaffeegenuss mal anders

Klassischerweise ist Kaffee ein warmer Muntermacher, der uns auch an den kältesten Tagen das Leben ein wenig versüßt. Warum aber nicht mal einen kalten Kaffee zaubern, der uns die heißesten Tage ein wenig schöner macht?

Cold Brew Coffee ist das ideale Sommergetränk, wenn ihr trotz hoher Temperaturen nicht auf Kaffee verzichten wollt. Also: Nix wie rein in den Kühlschrank mit dem braunen Gold und am nächsten Tag kühl genießen!

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