Die Konnektivität von Autos

Das moderne Auto bietet mehr Verbindungsmöglichkeiten als jemals zuvor. Ob USB, Bluetooth oder andere Verbindungsmöglichkeiten – bei einem Spaziergang durch die Ausstellungsräume der Autohändler merkt man schnell: Diese technischen Neuerungen sind nicht mehr wegzudenken.

Golf Plus, © Andreas Hermsdorf / www.pixelio.de
Golf Plus, © Andreas Hermsdorf / www.pixelio.de

USB

Den Universal Serial Bus findet man beinahe überall. Fast jedes Smartphone hat die Möglichkeit per USB zu verbinden – genau wie viele andere Geräte. Die meisten Fahrer nutzen die Möglichkeit per USB zu verbinden, um Musik von ihrem Smartphone abzuspielen oder auch um das Handy während des Fahrens aufladen zu lassen. Im Gegensatz zu drahtlosen Verbindungen ist eine Verbindung per USB-Kabel stabiler.

Die Verbindung per USB kann außerdem dafür genutzt werden, um Firmware-Updates aufzuspielen. Häufig bringen diese Updates mehr Features, haben weniger Softwarefehler enthalten und schließen außerdem gefährliche Sicherheitslücken. 

Bluetooth

Bluetooth ist der Goldstandard drahtloser Verbindungen. Dank Bluetooth-Freisprecheinrichtung können wir telefonieren, ohne das Handy in die Hand zu nehmen. Mit Sprachbefehlen ist es möglich den richtigen Kontakt auszuwählen und anzurufen. Per Bluetooth lässt sich auch Musik abspielen! Außerdem lässt sich diese Art der Verbindung auch günstig nachträglich einbauen falls man noch ein älteres Auto fährt.
Audio-Eingang

Man findet es bei vielen Autoradios und bei manchen Autos auch in der Mittelkonsole verbaut: Der Audio-Eingang per AUX. Hier lässt sich ganz simpel das Handy per 3,5mm Klinken-Stecker Anschließen um das Audio-Signal an die Lautsprecher zu übertragen.
Mittlerweile gibt es viele Handys die nur noch über einen Lightning-Port oder USB-C verfügen – da kann ein Klinken-Adapter Abhilfe schaffen.

Internet of Things (IoT)

Nahezu alle Automobilhersteller investieren in die "Connected Cars" – ein Konzept, welches Autofahrern bereits seit einigen Jahren bequeme Funktionalitäten wie automatische Fahrtenbücher, Tankstellenpreisvergleiche oder Fehlercodeanalysen beschert. Aus den mit dem Internet verbundenen Autos sind persönliche Assistenten geworden – vor der Fahrt Emails verschicken und während der Fahrt Stauinfos in Echtzeit erhalten funktioniert problemlos.

Vehicle-to-Infrastructure (V2I)

Mit V2I beschreibt man die Kommunikation von Fahrzeugen zu der Umgebung.
Bei zu hohem Tempo oder bei schwierigen Wetterlagen werden Warnungen an den Fahrer geschickt, genau wie bei scharfen Kurven und drohenden Rotlichtverstößen.

In Zukunft wäre denkbar, dass Stoppschilder digitalisiert werden und den Fahrern signalisieren können wann die Weiterfahrt auch ohne Stopp möglich ist.

Vehicle-to-Vehicle (V2V)

Bei dieser Technologie soll das Connected Car mit anderen Fahrzeugen kommunizieren. So können Fahrer vor liegengebliebenen Fahrzeugen informiert werden oder werden über die Entfernung zum Stauende aufgeklärt, was besonders nützlich sein kann, wenn das Stauende schwer einsehbar ist. Insbesondere im Hinblick auf das autonome Fahren (Fahren, ohne Fahrer) ist diese Technologie enorm wichtig.

Vehicle-to-Cloud (V2C)

V2C ist eine Technologie, welche heute bereits weitverbreitet ist. Ob Carsharing oder Navis, die die optimale Route berechnen – beide Technologien wären ohne V2C nicht nutzbar. Viele Autos sammeln heutzutage auch Daten, die zur Cloud hochgeladen werden: Damit können Autohersteller das Fahrverhalten der Verbraucher analysieren und die Folgemodelle ihrer Fahrzeuge perfekt an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen.

Vehicle-to-Pedestrian (V2P)

V2P soll das Auto mit dem Fußgänger kommunizieren lassen. Per Fußgängererkennung sollen Verkehrsunfälle verringert werden, denn immerhin machen diese 15% aller Verkehrstoten aus. Diese Technologie würde es außerdem ermöglichen, Hinweise an Fußgänger geben zu können – anstatt jemanden über die Straße zu winken könnte das Auto diese Info beispielsweise per Lichtsignal überliefern.

Abschließend gibt es auch noch das Vehicle-to-Everything (V2X) Modell welches allgemein als Zusammenspiel aller vorherigen genannten Technologien gilt. Durch diese Technologie würde die Vision des autonomen Fahrens immer näher rücken. 

Fazit:

Bisher bestimmen bei vielen Verbrauchern noch traditionelle Werte die Kaufentscheidung, doch kann man sich sicher sein, dass das Konzept "Connected Car" in Zukunft so wenig wegzudenken sein wird wie unsere Smartphones. Früher oder später werden auch unsere Autos hochindividuell an uns angepasst sein. Man darf gespannt sein, inwiefern sich diese Technologien in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

Foto: © Andreas Hermsdorf / www.pixelio.de 

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