Die Deutsche Nachhaltigkeit AG und das International Impact Forum 2026 in Frankfurt
Ratgeber Wirtschaft
Am 20. Mai 2026 kamen im Kap Europa, dem Kongresszentrum der Messe Frankfurt, Entscheiderinnen und Entscheider aus Finanzwesen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Anlass war das International Impact Forum (IIF), dessen Hauptveranstaltung in diesem Jahr in Frankfurt am Main stattfand.
Mitveranstalterin war die Deutsche Nachhaltigkeit AG, gemeinsam mit der CBS International Business School. Unter dem Leitthema, wie sich Kapital und messbare Wirkung verbinden lassen, versammelte das Forum Investoren, Unternehmerinnen, Forschende und den Nachwuchs an einem Ort. Wer wissen wollte, wo Finanzwelt und Wirkungsorientierung in Deutschland aufeinandertreffen, fand an diesem Tag eine Bühne dafür.
Was geschah am 20. Mai 2026 in Frankfurt?
Angelegt war das Programm als kuratierte Abfolge mehrerer Formate:
- Keynotes und visionäre Panels
- künstlerische Sonderacts und Weltpremieren im Ausstellungsbereich
- strukturierte Networking-Formate, die den Austausch über das Forum hinaus tragen sollten
Im Mittelpunkt standen Impact Investing, Nachhaltigkeit, Finanzierung und Innovation.
Frankfurt als Veranstaltungsort lag nahe, denn die Stadt ist der zentrale Finanzplatz Deutschlands. Tagungsort war das Kap Europa an der Osloer Straße 5 im Frankfurter Europaviertel, das zur Messe Frankfurt gehört. Räumliche Nähe zu Banken, Fondsgesellschaften und Aufsicht prägte damit die Kulisse für ein Forum, das Renditelogik und Wirkungsanspruch nebeneinanderstellte.
Ein erklärter Schwerpunkt lag auf der nächsten Generation. Neben etablierten Führungskräften richtete sich das Forum ausdrücklich an Studierende und Nachwuchstalente, die das verantwortungsorientierte Wirtschaften der kommenden Jahre mitgestalten wollen. Diese Mischung aus erfahrenen Akteuren und jungen Stimmen zog sich durch das gesamte Programm.
Das Rednerfeld zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Sport
Das Rednerfeld deckte mehrere Bereiche ab, von Wirtschaft und Wissenschaft über das Stiftungswesen bis zum Sport. Einen herausgehobenen Programmpunkt bildete eine VIP-Masterclass mit Wolfgang Grupp, dem früheren Geschäftsführer des Textilherstellers Trigema. In einem Gespräch im kleinen Kreis gab er Einblick in seinen unternehmerischen Werdegang. Vorbehalten blieb das Format den VIP-Gästen, die so direkt mit einer der bekannteren Stimmen der deutschen Wirtschaft ins Gespräch kamen.
Auch Lea-Sophie Cramer stand auf der Rednerliste. Sie gründete 2013 das E-Commerce-Unternehmen Amorelie und baute es als Geschäftsführerin auf, bevor sie 2020 in den Beirat wechselte. 2024 folgte die Gründung von Epix Sports, mit dem sie sich dem Sport- und Community-Bereich zuwandte. Ihr Beitrag verband Gründungserfahrung mit Fragen moderner Führungskultur.
Aus dem Stiftungswesen kam Dr. Brigitte Mohn, Vorständin der Bertelsmann Stiftung. Ihre Themen lagen an der Schnittstelle von Gesundheitswesen, sozialer Verantwortung und Digitalisierung. Damit brachte das Forum eine philanthropische Perspektive ein, die über die rein finanzielle Betrachtung hinausreichte und gesellschaftliche Wirkung in den Vordergrund rückte.
Die Deutsche Nachhaltigkeit AG als Mitveranstalterin
Die Deutsche Nachhaltigkeit AG trat als Mitveranstalterin auf und war zugleich personell vertreten. Vorstandschef Ole Nixdorff sprach über Impact Investing, ESG-Strategie und die Rolle privaten Kapitals beim wirtschaftlichen Umbau. Neben ihm war Vorstandsmitglied Dr. Andreas Rickert auf der Bühne, der zugleich Gründer und Geschäftsführer der PHINEO AG ist und seine Erfahrung aus der wirkungsorientierten Beratung einbrachte.
Über Prof. Dr. Torsten Weber ergab sich ein dritter Bezug zum Unternehmen. Er lehrt an der CBS International Business School, berät die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Nachhaltigkeitsfragen und ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Nachhaltigkeit AG. Seine Doppelrolle aus Hochschule und Aufsichtsgremium verband die beiden Veranstalterinnen, da die CBS International Business School der zweite organisatorische Partner des Forums war.
In ihrer Selbstbeschreibung nennt sich die Deutsche Nachhaltigkeit AG einen börsennotierten deutschen Impact-Investor mit Sitz in Frankfurt am Main. Gegründet 2023 (ISIN DE000A3DW408), investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben als Ankerinvestor Eigenkapital in ausgewählte Nachhaltigkeitsunternehmen und begleitet diese auf dem Weg zur Kapitalmarktfähigkeit. Dieses Geschäftsmodell erklärt, warum das Unternehmen ein Forum mitträgt, das Wirkung und Kapitalmarkt zusammenführt.
Welche Themen standen im Mittelpunkt?
Inhaltlich kreiste das Forum um die Frage, wie sich finanzielle Rendite und nachprüfbare gesellschaftliche oder ökologische Wirkung vereinbaren lassen. Im Zentrum des Impact Investing steht genau diese Frage, denn der Ansatz berücksichtigt neben Risiko und Rendite eine dritte Dimension. Der Bundesverband Impact Investing ordnet diesen Ansatz entlang von fünf Prinzipien ein, darunter eine klare Wirkungsabsicht und die systematische Messung der erzielten Wirkung.
Über die reine Finanzdebatte hinaus reichte die thematische Bandbreite. Klima und Biotechnologie, Wasser, Sport und Philanthropie waren als Felder vertreten, in denen sich Kapital und Wirkung treffen. Diese Vielfalt spiegelte den Anspruch, Lösungen für unterschiedliche gesellschaftliche Herausforderungen zu zeigen, statt eine einzelne Branche zu beleuchten.
Einen festen Platz im Programm hatten Weltpremieren von Innovationen, die im Ausstellungsbereich erstmals öffentlich vorgestellt wurden. Dort präsentierten Start-ups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Konzepte. Der Bereich verband damit die Vortragsbühne mit konkreten Produkten und Verfahren, über die im Saal gesprochen wurde, und machte abstrakte Wirkungsversprechen greifbar.
Das Forum im deutschen Markt
Impact Investing gilt in Deutschland nicht mehr als reines Nischenthema, sondern als wachsender Teil des Kapitalmarkts. Ein Forum, das Investoren, Unternehmen und Wissenschaft an einem Finanzplatz wie Frankfurt zusammenbringt, fügt sich in diese Entwicklung ein. Programmübersicht und Veranstaltungsort sind auf der offiziellen Seite des Forums dokumentiert, die als Termin der Hauptveranstaltung den 20. Mai 2026 in Frankfurt auswies.
Teil einer Reihe von Veranstaltungen an verschiedenen europäischen Standorten ist das International Impact Forum. Als Hauptveranstaltung des Jahres bündelte die Frankfurter Ausgabe das Themenspektrum aus Finanzen, Nachhaltigkeit und Innovation an einem Tag. Den beteiligten Organisationen bot sie eine Plattform, um eigene Positionen vor einem fachkundigen Publikum sichtbar zu machen.
Welche konkreten Investitionen oder Kooperationen aus dem Forum hervorgehen, ließ sich am Veranstaltungstag noch nicht abschließend bewerten. Erklärtes Ziel war der Aufbau von Verbindungen zwischen Führungskräften, Investoren, Gründerinnen und kommenden Verantwortungsträgern. Ob diese Kontakte tragfähige Ergebnisse hervorbringen, wird sich erst in den folgenden Monaten zeigen.
Was bleibt vom International Impact Forum 2026?
Das Forum vom 20. Mai 2026 brachte Finanzwelt und Wirkungsorientierung an einem zentralen deutschen Finanzplatz zusammen. Mit Keynotes, Panels, einer Masterclass, einem Ausstellungsbereich und Networking deckte es ein breites Spektrum ab und sprach sowohl etablierte Akteure als auch den Nachwuchs an. Die Deutsche Nachhaltigkeit AG verantwortete die Veranstaltung gemeinsam mit der CBS International Business School und war über ihren Vorstand sowie ihren Aufsichtsrat auf der Bühne präsent.
Für die Deutsche Nachhaltigkeit AG ordnete sich das Engagement in ihr Geschäftsmodell als Ankerinvestor ein, das Nachhaltigkeitsunternehmen und Kapitalmarkt verbindet. Welche Wirkung das Forum über den Tag hinaus entfaltet, hängt von den Anschlüssen ab, die aus den Begegnungen entstehen. Als Bestandsaufnahme zeigte der 20. Mai 2026, dass Impact Investing in Frankfurt eine sichtbare Bühne gefunden hat.