"Der böse Struwwelpeter" im Museum für Hamburgische Geschichte

Nach einer fulminanten Premiere im Jenischpark gastiert das Theater am Strom mit "Dem bösen Struwwelpeter" Ende Juli im Museum für Hamburgische Geschichte. Die ebenso vergnügliche wie bitterböse Neuauflage des Klassikers von Heinrich Hoffmann ist eine Kooperation mit Engelbach&Weinand.

Theater am Strom Struwwelpeter, Pressefoto
Theater am Strom Struwwelpeter, Pressefoto
Wann? 1., 2., 3. und 4. August 2021, jeweils 16.00 Uhr
Wo? Museum für Hamburgische Geschichte, Innenhof
Tickets: Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter shmh.de

Der Daumenlutscher, der Suppen Kaspar, der Zappelphilipp, der bitterböse Friederich: Jeder kennt sie und erinnert sich mit wohligem Schauer an Vorlesestunden mit dem "Struwwelpeter". Theater am Strom entwickelte gemeinsam mit Engelbach&Weinand eine mobile Produktion für Zuschauer ab acht Jahren.

Ein Wägelchen mit Requisiten, ein Akkordeon, drei Spieler. Mehr braucht "Der böse Struwwelpeter" nicht, um das Original von 1844 drastisch vergnügliche Blüten treiben zu lassen.

Dabei wird mit dem weit verbreiteten Missverständnis der schwarzen Pädagogik seines Autors Heinrich Hoffmann radikal aufgeräumt. Stattdessen: Schwarzer Humor. Und kindliche Anarchie!

Drei Schauspieler erzählen, spielen, singen und versetzen das Publikum in Staunen und Schrecken über die Aktualität des Biedermeier Kinderbuchs.

"Von neugierigen über verträumte bis hin zu richtig fiesen Kindern, von abwesenden bis zu Helikopter Eltern alle Figuren aus dem Struwwelpeter sehen wir heute genauso auf den Spielplätzen der Stadt," findet Regisseur Marcel Weinand, die eine Hälfte von Engelbach&Weinand.

"Wir haben den freien Grundton von Hoffmanns alten Reimen wiederentdeckt." ergänzt Christiane Richers von Theater am Strom. "Man kann sagen, wir spielen Struwwelpeter – Das Original"

Aus der Zusammenarbeit zweier eigenwilliger Hamburger Theatertruppen entstehen bunte Szenen mit scharf gezeichnetem, grellem Personal und schadenfroh schrägen Liedern von Komponistin Eva Engelbach, der anderen Hälfte von Engelbach&Weinand, die auch gleich selber auf der Bühne steht. Das wird mit Sicherheit höchstvergnüglich und schauderhaft schön.

Quelle: Theater am Strom

Ortsinformationen

Museum für Hamburgische Geschichte
Holstenwall 24
20355 Hamburg - Neustadt
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