Corona-Lockdown in Hamburg erneut verlängert

Beim Corona-Gipfel wurde zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen, dass der Lockdown bis zum 28. März 2021, jedoch mit vielen Öffnungsmöglichkeiten je nach Infektionslage, verlängert wird. 

Corona-Lockdown, © Tumisu / pixabay.com
Corona-Lockdown, © Tumisu / pixabay.com

Kontaktbeschränkungen

Die Kontaktbeschränkungen für private Kontakte werden gelockert. Ab dem 8. März 2021 sollen private Zusammenkünfte des eigenen Haushaltes mit einem weiteren Haushalt möglich sein, jedoch mit der Einschränkung, dass sich dabei nur 5 Personen treffen dürfen plus Kinder bis 14 Jahren. Bei einer Inzidenz von über 100 werden die Kontakte wieder auf einen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. 

Schnelltests 

Bis Anfang April sollen in stärkerem Umfang Schnelltests, auch in Form von Selbsttests, eingesetzt werden. Gerade in Schulen und Kitas, aber auch in Unternehmen sollen diese Schnelltests zum Einsatz kommen. Auch sollen kommunale Testzentren eingerichtet werden, in denen sich die Bürger kostenlos testen lassen können. 

Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Baumärkte

Nachdem in den vergangenen Wochen in einigen Bundesländern eine schrittweise Öffnung des Einzelhandels in Form von Baumärkten oder Blumengeschäften eingeleitet wurde, soll dies nun bundesweit ab 8. März 2021 möglich sein. Dann sollen neben den Friseurläden auch in Hamburg Baumärkte, Blumengeschäfte, Gartencenter und Buchläden wieder öffnen dürfen.

Auch Fahrschulen und körpernahe Dienstleistungen sollen geöffnet werden. Wenn es dabei nicht möglich ist eine Maske zu tragen, sollen die Kunden einen tagesaktuellen Schnelltest machen.

Gastronomie, Theater, Kinos

Bei einer Inzidenz unter 50 und frühestens ab dem 22. März 2021 sollen Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos wieder öffnen können. Auch kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport draußen sollen dann erlaubt werden. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 soll die Außengastronomie nur mit Terminbuchung gestattet werden. Für Theater, Kinos und Ähnliches würden tagesaktuelle Schnell- oder Selbsttests vorgeschrieben. Bei einer Inzidenz über 100 soll auch hier die "Notbremse" greifen.

Läden, Zoos und Museen

Weitere Lockerungen sollen von der Entwicklung der Infektionslage abhängig gemacht werden. So könnten schon bei einer stabilen Inzidenz unter 100 Läden, Museen, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten unter Auflagen wieder öffnen. Der Besuch soll hier ausschließlich mit Terminvergabe wieder möglich sein. Bei einer Inzidenz unter 50 soll es auch hier weitere Lockerungen geben.

Inzidenz: Richtwert von 35 wieder auf 50 gesetzt

Mehrere Länder hatten vorab gefordert, den beim letzten Treffen ausgehandelten Richtwert bei der Inzidenz von 35 wieder gegen einen Richtwert von 50 auszutauschen. Aufgrund der neuen Möglichkeiten zur vermehrten Durchführung von Schnell- und Selbsttests sowie der zunehmenden Verfügbarkeit von Impfstoffen hat man sich bei den Gesprächen darauf geeinigt, einen Inzidenzwert von 50 für weitere Öffnungsschritte zugrunde zu legen. Tschentscher sprach hier von "einer Unsicherheitsstufe mehr".

Corona-Impfungen ab April in Hausarztpraxen

Bund und Länder haben sich zudem darauf geeinigt, dass Hausarztpraxen in wenigen Wochen in die Impfstrategie einbezogen werden sollen. Die rund 60.000 Hausärzte sollen demnach spätestens im April Impfungen durchführen, wenn ausreichend Impfstoff für die Verteilung auch in der Fläche zur Verfügung steht. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will ab der kommenden Woche eine Pilotphase starten. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor betont, dass die Länder selbst über den Einsatz von Hausärzten zum Impfen entscheiden könnten.

Home-Office

Die Verpflichtung für Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die Möglichkeit für Home Office anzubieten wurde bis zum 30. April 2021 verlängert. Wenn Präsenzarbeit erforderlich ist und die Bedingungen vorliegen, müssen die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern medizinische Masken zur Verfügung stellen. 

Kitas: Eingeschränkter Regelbetrieb ab 15. März 2021

Die Hamburger Kindertagesstätten sollen vorsichtig wieder öffnen. Am 15. März 2021 gehen sie aus dem Notbetrieb in einen eingeschränkten Regelbetrieb.

Für einen besseren Infektionsschutz seien für Mitarbeiter der Kitas zwei Corona-Schnelltests pro Woche vorgesehen. In einer vierwöchigen Anlaufphase würden die Tests kostenlos von der Stadt gestellt, im Anschluss seien die Kita-Träger dafür verantwortlich.

Weitere Informationen zu den aktuellen Corona-Regelungen in Hamburg sind unter www.ndr.de zu finden.

Quelle: ndr.de und hamburg.de

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