2020: Bundesfördermittel für Elektromobilität

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Fördergelder für Elektroautos im Februar 2020 zu erhöhen. Um dem Ziel eines klimafreundlichen Verkehrs näherzukommen, war die erhöhte Förderung von E-Autos bereits Teil des Klimaschutzplans der Bundesregierung vom September 2019 – aber ein aufwendiges Verfahren führte zu einer Verzögerung.
Schild für Elektofahrzeuge, © Georg Sander / pixelio.de
Schild für Elektofahrzeuge, © Georg Sander / pixelio.de

Jetzt ist es aber offiziell: Käufer eines neuen Elektroautos oder eines Plug-In Hybriden können höhere Fördergelder in Anspruch nehmen, damit die Verkehrswende gelingt.

Der Hintergrund dieser höheren Förderungen ist, dass die Anzahl von neu zugelassenen E-Autos nur langsam ansteigt und sie noch nicht Teil des Massenmarktes sind. Durch die hohen CO2-Emissionen des Verkehrssektors spielt die Elektromobilität eine sehr wichtige Rolle, um die gesteckten Klimaziele bis 2030 zu erreichen.

Höhere Förderung von Elektromobilität

Die nun beschlossenen Summen erhöhen die Förderung auf bis zu 6.000 Euro für elektrische Fahrzeuge mit einem Listenpreis bis 40.000 Euro. Damit liegen die Mittel mit mehr als 2.000 Euro deutlich höher als bisher.

Käufer von Plug-In Hybriden – also Fahrzeugen, deren Akkus sowohl über einen Verbrennungsmotor wie über eine Steckdose geladen werden können – erhalten nun einen Zuschuss von 4.500 Euro für Autos mit einem Listenpreis von bis zu 40.000 Euro (zuvor waren es lediglich 3.000 Euro). Fahrzeuge, die mehr als 40.000 Euro kosten erhalten eine niedrigere Förderung, von 5.000 Euro (reines E-Auto) bzw. 3.750 Euro (Plug-In Hybride).

Um die Fördermittel wahrnehmen zu können, müssen sich Verbraucher an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA wenden und die Unterlagen für die Förderung online einreichen. Welche Autos in welcher Höhe durch das BAFA gefördert werden können, lässt sich auf einer Liste beim BAFA einsehen.

Die Förderung durch die Bundesregierung ist aber nicht die einzige, die Käufer in Anspruch nehmen können. Fördermittel von Ländern, Kommunen und Energieversorgern können kumuliert werden.

Parallele Förderung von Netzausbau

Damit die Interessenten von Elektro-Autos nicht von einem unzureichenden Angebot von Ladestationen vom Kauf abgeschreckt werden, hat die Bundesregierung zusätzlich zu den Förderungen für die Fahrzeuge einen "Masterplan Ladeinfrastruktur" vorgelegt. In diesem formuliert die Bundesregierung ihre Ziele und ihr Vorgehen um ein flächendeckendes und kundenfreundliches Netz von Strom-Tankstellen zu realisieren.

Neben öffentlichen Ladeplätzen spielen für eine erfolgreiche Verkehrswende hin zu einer umweltfreundlichen Mobilität vor allem Wallboxen eine Rolle. Diese Ladestationen für den privaten Haushalt ermöglichen es, das eigene Elektroauto schnell und sicher zu laden.

Die Wallboxen sind in der Anschaffung noch relativ teuer – hier sind die Förderungen bisher allerdings etwas komplizierter, als bei der Anschaffung eines E-Autos. Die Fördermittel unterscheiden sich zwischen den einzelnen Bundesländern. Außerdem fördern einzelne Energieversorger den Einbau von Wallboxen. Da zwischen 75% und 85% aller Besitzer eines Elektroautos dieses zu Hause laden, sollte die Förderung von Wallboxen verbraucherfreundlicher gestaltet werden.

Infos zur Förderung findet man unter anderem bei net4energy in dem Beitrag Wallbox Förderung 2020 – Wo Ihre Ladestation gefördert wird.

Die unübersichtliche Subventionslandschaft für E-Autos sollte keinen Käufer abschrecken. Zwar können die möglichen Förderungen massiv vom jeweiligen Wohnort abhängen und es ist nicht leicht zu recherchieren, was für Fördermöglichkeiten das eigene Bundesland, die Stadtverwaltung oder ein lokaler Energieversorger anbietet – doch es lohnt sich. So können beim Neukauf eines neuen Elektroautos und der Installation der nötigen Infrastruktur Kosten in erheblicher Höhe eingespart werden.

Zusätzlich zu den Förderungen direkt für Elektroautos und deren Infrastruktur können ggf. auch weitere Mittel in Anspruch genommen werden. Dazu gehört beispielsweise der Umweltbonus der Bundesregierung, mit einem Fördervolumen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro.

Bildquelle: Georg Sander / www.pixelio.de 

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