Ausstellung "Überlebt! Und nun?" in der Gedenkstätte Neuengamme

Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte eröffnet die Ausstellung "Überlebt! Und nun?" am 27. April 2021 um 17.00 Uhr  digital. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen und Lebensumständen der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg.

Ausstellung "Überlebt! Und nun?" in der Gedenkstätte Neuengamme, © SHGL / Iris Groschek
Ausstellung "Überlebt! Und nun?" in der Gedenkstätte Neuengamme, © SHGL / Iris Groschek
Wann? Ausstellungseröffnung: 27. April 2021, 17.00 Uhr, Ausstellung läuft bis zum 22. August 2021
Wo? Ausstellungseröffnung digital, Ausstellungsbesuch erst nach Ende der pandemiebedingten Schließung möglich
Preis: kostenfrei
Anmeldung: Anmeldung zur Ausstellungseröffnung unter www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de

Die Ausstellung wird mit einer virtuellen Führung durch die Ausstellung und einem Vortrag von Prof. Dr. Christa Paul (Northern Business School) über die Situation von als "asozial" verfolgten KZ-Häftlingen nach ihrer Befreiung in Hamburg eröffnet. Die Begrüßung und Einführung erfolgt durch die Ausstellungskuratoren Alyn Beßmann und Lennart Onken mit musikalischer Begleitung. 

Ausstellung "Überlebt! Und nun?"

Das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 76 Jahren brachte den Verfolgten des Nationalsozialismus die lang ersehnte Befreiung. Tausende Häftlinge des KZ Neuengamme waren kurz vor der Ankunft der britischen Truppen aus der Stadt gebracht worden. Viele, die in Hamburg waren, hatten den nationalsozialistischen Terror nur um Haaresbreite überlebt, waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen. Wo konnten sie Unterstützung erhalten? Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten sie überhaupt noch ein zu Hause? Und waren ihre Angehörigen noch am Leben? Die Rückkehr in ein "normales" Leben war für viele Überlebende ein schwieriger Prozess. 

Prof. Dr. Detlef Garbe (Stiftungsvorstand): "Neben verfolgten Hamburgerinnen und Hamburgern werden in unserer Ausstellung Menschen präsentiert, die nach Hamburg verschleppt worden waren, etwa als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter oder als Häftlinge des KZ Neuengamme und seiner Außenlager – unabhängig vom Ort ihrer Befreiung. Immer wieder wird deutlich, dass die Rückkehr in ein 'normales' Leben für die Überlebenden oft ein schwieriger Prozess war. Nicht für alle bedeutete die Befreiung auch ein Ende der Not."

Hier geht es zum Programmflyer der Ausstellung.

Quelle: Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen

Ortsinformationen

KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Jean-Dolidier-Weg 75
21039 Hamburg - Neuengamme
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