Atmen – die Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Das Projekt der Hamburger Kunsthalle in Sankt Georg ist die weltweit erste umfassende Schau zum Thema Atmen. Noch bis zum 12. Februar 2023 beschäftigt sich die Ausstellung mit den unterschiedlichen Facetten des Atmens und seiner Darstellung in der Kunst der Alten Meister und der Kunst der Gegenwart.

Ausstellung Atmen – The Martyrdom of Professor Sanchez, © Kasia Fudakowski
Ausstellung Atmen – The Martyrdom of Professor Sanchez, © Kasia Fudakowski
Wann? Bis 12. Februar 2023, Di bis So 10.00 bis 18.00, Do 10.00 bis 21.00 Uhr
Wo? Hamburger Kunsthalle
Eintritt: 16,- Euro, ermäßigt 8,- Euro

Die weltweit erste große Ausstellung zum Thema ATMEN in der Kunst der Alten Meister und der Kunst der Gegenwart beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten des Atmens und seiner Darstellung.

Mehr als 100 Werke werden miteinander in spannungsreiche, teils epochenübergreifende Dialoge gebracht. So entsteht ein unkonventioneller Austausch über ein existentielles Thema, das zunächst wie ein unbewusster, biologischer Vorgang anmutet, aber vielfältige soziale und politische Dimensionen bereithält: Vom Atem als zentraler biblischer Metapher und als Ausdruck unserer Beziehung zur Welt über Luftverschmutzung und Atemwegserkrankungen bis hin zu Black Lives Matter ("I can't breathe").

In unterschiedlichen Kapiteln widmen sich rund 45 künstlerische Positionen aus 18 Ländern dem Thema und verdeutlichen seine Vielfalt, seine gesellschaftspolitische und globale Relevanz sowie aktuelle Brisanz.

Die interdisziplinäre Bandbreite der präsentierten künstlerischen Medien reicht von Malerei, Skulptur und Installation über Fotografie und Zeichnung bis hin zu Performance, Video, Film und Sound Pieces.

Dabei umfasst die Schau herausragende Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen wie dem Rijksmuseum Amsterdam, der Museumslandschaft Hessen Kassel und der Staatlichen Museen zu Berlin sowie der New Yorker Leiden Collection.

Darunter sind Hauptwerke der Alten Meister Hendrick ter Brugghen und David Teniers d. J. ebenso wie Arbeiten von internationalen Zeitgenoss:innen wie dem kolumbianischen Künstler Oscar Muñoz oder der indischen Künstlerin Vibha Galhotra – aktuelle Trägerin des Fellowships der Philipp Otto Runge Stiftung.

Zusätzlich wurden Künstler:innen eingeladen, speziell für die Ausstellung neue Werke zu schaffen (Helen Cammock, Alice Channer, Joachim Koester, Sebastian Stumpf u. a.) oder Arbeiten zu modifizieren (Forensic Architecture, Kasia Fudakowski, Teresa Margolles, Markus Schinwald und Nina Canell).

Ergänzt um Exponate aus der Sammlung bespielt ATMEN insgesamt eine ungewöhnlich große Ausstellungsfläche: Sie erstreckt sich durch mehrere Gebäudeteile der Hamburger Kunsthalle und reicht mit einer einmalig stattfindenden großen Lichtprojektion (IN MEMORIAM von Jenny Holzer) am 19. November 2022 bis hinaus in ihre Außenbereiche.

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Mit ATMEN haben die Besucher:innen die Gelegenheit, sich dem facettenreichen Thema auf vielfältige Weise anzunähern und sowohl historische Analogien als auch zeitgeschichtliche Besonderheiten im künstlerischen Umgang mit dem Atmen auszumachen.

Die Schau ist nach BESSER SCHEITERN (2013), WARTEN (2017) und TRAUERN (2020) ein weiterer Höhepunkt in einer Serie von gesellschaftlich relevanten Themenausstellungen an der Hamburger Kunsthalle.

Quelle: Hamburger Kunsthalle

Ortsinformationen

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg - Altstadt
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