1:1 CONCERTS – intimste Livemusik-Momente

1 Musiker, 1 Hörer, 2 Meter Abstand – die 1:1 CONCERTS ermöglichen Live-Konzerte im coronatauglichen Kleinstformat. Als erstes Jugendorchester schließt sich die junge norddeutsche philharmonie (jnp) der Initiative an und startet die Konzertreihe am Freitag, 10. Juli 2020, in Hamburg. 

1:1 CONCERTS, © Astis Krause
1:1 CONCERTS, © Astis Krause
Wann? ab 10. Juli 2020, weitere Termine folgen
Wo? verschiedene private Locations in Hamburg
Eintritt: frei, Spenden erbeten für den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung
Buchung: Konzertslots sind über die Website der jnp hier kostenfrei buchbar.

Trotz Lockerungen befindet sich das Kulturleben in Hamburg größtenteils noch im Corona-Schlaf oder ist in den digitalen Raum verbannt. Mit den 1:1 CONCERTS möchte die junge norddeutsche philharmonie ihren Beitrag zu einer lebendigen Kultur- und Musiklandschaft in Zeiten der Pandemie leisten und die Beziehung zu ihrem Publikum neu herstellen. Das Konzept ermöglicht auch in Zeiten von Distanzregelungen ein Live-Konzerterlebnis, das inmitten einer Flut digitaler Aufführungen hervortritt.  

1:1 CONCERTS: wortlose Begegnung zwischen Musiker und Hörer

Bei den 1:1 CONCERTS handelt es sich um eine ca. zehnminütige wortlose Begegnung zwischen einem Musiker und einem Hörer. Die Musik entsteht aus einem eröffnenden intensiven Blickkontakt. Wer dabei musiziert und auf welchem Instrument, bleibt eine Überraschung. Für dieses persönliche Treffen ist kein Konzertsaal nötig. Private Gastgeber stellen ihre Räumlichkeiten für die Konzerte zur Verfügung – vom Hausboot an der Elbe bis zur Designer-Wohnung. Hörer und Musiker entdecken auf diese Weise gemeinsam neue Orte Hamburgs.

Inspiriert von Marina Abramović' Performance "The artist is present" entwickelten Stephanie Winker, Franziska Ritter, Christian Siegmund und Sophie von Mansberg das Konzept ursprünglich 2019 für die Sommerkonzerte Volkenroda. Nun haben sie das Format der aktuellen Situation angepasst und geöffnet für Mitstreiter. Im April startete das Projekt in Stuttgart in Kooperation mit der dortigen Staatsorchester und dem SWR Symphonieorchester. Mittlerweile sind zahlreiche Institutionen und Musiker in Deutschland und im europäischen Ausland dem Beispiel gefolgt. 

Die Musiker verzichten auf ihr Honorar und rufen stattdessen zu Spenden für den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung auf. Dieser dient der Unterstützung freiberuflicher Künstler, die durch die Corona- Krise in Not geraten sind. 

Über die junge norddeutsche philharmonie

Die junge norddeutsche philharmonie ist ein junges Orchester, das sich seit seiner Gründung 2010 von einer studentisch-verrückten Utopie zu einem bundesweit angesehen Klangkörper entwickelt hat. Was sie besonders macht, ist die Vielfalt der Projekte – gemacht von jungen Leuten für junge Leute – und der Anspruch, damit die Kulturlandschaft von morgen zu gestalten.

Das bedeutet, zeitgemäße Veranstaltungsformate zu entwickeln, Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Themen aufzuzeigen und Genregrenzen aufzubrechen. Bei den Projekten wurde die junge norddeutsche philharmonie bereits unterstützt von Persönlichkeiten wie Fazil Say, Vilde Frang, Jonathan Stockhammer oder der NDR Bigband. Seit 2018 ist Joachim Gauck, Bundespräsident a. D., der Schirmherr. 
 
Quelle: junge norddeutsche philharmonie

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