10 Jahre Esche Jugendkunsthaus Hamburg
Top Themen Sommer
Seit 2016 ist die Esche in Altona-Altstadt ein kreativer Freiraum für junge Menschen. Wöchentlich nehmen rund 200 Jugendliche an kostenlosen Kursen teil – von Graffiti über Breakdance bis Rap. Das Besondere: Alle Angebote richten sich gezielt an Kids, die sich private Kunst- oder Musikschulen nicht leisten können. Am 27. Juni feiert das Jugendkunsthaus sein Jubiläum mit einem großen Sommerfest.
| Wann? | Sonntag, 27. Juni ab 14.00 Uhr |
| Wo? | Jugendkunsthaus Esche |
| Eintritt: | kostenlos |
Was macht die Esche besonders?
Die Esche versteht sich als offene Jugendkunstschule mit einem klaren Anspruch: Sie erreicht gezielt diejenigen, die sonst keinen Zugang zu Kunst haben. Unter professioneller Anleitung entdecken und entwickeln Jugendliche hier ihre kreativen Fähigkeiten. Alle Kurse sind kostenfrei – finanziert ausschließlich durch Spenden und Kooperationen mit Stiftungen. Die enge Zusammenarbeit mit Schulen und der Jugendhilfe macht dieses Konzept möglich.
Welche Angebote erwarten euch?
Das Kursangebot ist vielfältig und orientiert sich an den Interessen junger Menschen. Ihr könnt zwischen Graffiti, Manga, Breakdance, K-Pop, Rap und Gesang wählen. Ergänzt wird das Programm durch Film- und Theaterprojekte sowie Ferienprogramme. Auch Schulklassen nutzen regelmäßig die Möglichkeit, Projekttage durchzuführen. Kooperationspartner wie Musica Altona e.V. bieten zusätzlich Instrumentalunterricht an, während SalutDeluxe Beatbox-Kurse organisiert.
Wie profitiert ihr von der Teilnahme?
Die Kurse sind bewusst niedrigschwellig und inklusiv gestaltet. Jugendliche unterschiedlicher Schulformen, sozialer Hintergründe und mit oder ohne Einschränkungen arbeiten gemeinsam. Für viele wird die Esche über Jahre zu einem stabilen sozialen Anker. Sozialpädagogin Tanja Grabo betont: "Bei uns rappen Förderschülerinnen gemeinsam mit Gymnasiasten." Viele gewinnen hier nicht nur Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen und Freundschaften.
Die kreativen Arbeiten präsentieren sich regelmäßig in der Öffentlichkeit. Im Stadtteil sind zahlreiche farbenfrohe Graffiti entstanden, die das Stadtbild bereichern. Bei Veranstaltungen wie der altonale zeigen die Jugendlichen ihr Können auf der Bühne. Selbstgeschriebene Songs und beeindruckende Tanzperformances entstehen in den Kursen. Die Ergebnisse dokumentieren, wie professionelle Anleitung echte Talente fördert.
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Warum ist Integration durch Kunst wichtig?
Die Esche schafft Begegnungen, die im Alltag selten stattfinden. Jugendliche verschiedener Hintergründe lernen sich kennen und arbeiten gemeinsam an Projekten. Christian "Beat Boy" Delles, seit Beginn als Breakdance- und Graffiti-Coach dabei, erklärt: "Zu sehen, wie Jugendliche über sich hinauswachsen – das ist, was uns antreibt." Die Esche ist ein Ort, an dem sich jeder ausprobieren darf ohne Leistungsdruck oder finanzielle Hürden.
Was erwartet euch beim Sommerfest?
Am 27. Juni ab 14.00 Uhr steigt das Jubiläums-Sommerfest im Jugendkunsthaus. Aktuelle Kurse präsentieren ihre Ergebnisse live auf der Bühne. Erstmals treten auch ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder auf. Das Fest bietet einen lebendigen Einblick in zehn Jahre kreative Jugendarbeit. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die kreative Energie des Hauses zu erleben und sich von den Talenten inspirieren zu lassen.
Wie wird die Esche finanziert?
Das Jugendkunsthaus wird ausschließlich durch Spenden und Kooperationen ermöglicht. Der Förderkreis sowie Stiftungen und Vereine machen das vielfältige Programm Jahr für Jahr möglich. Diese Form der Finanzierung bedeutet aber auch: Die Esche ist auf kontinuierliche Unterstützung angewiesen. Leiter Andreas Fleischmann betont die Bedeutung dieser Partnerschaften: "Ohne unser Netzwerk könnten wir diesen wichtigen Freiraum nicht bieten."
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