Hamburger Grillfieber: Verschiedene Grillarten im Überblick

Großstadt im Ausnahmezustand – sobald im Sommer die Grillsaison beginnt, steigt in Hamburg massenweise Rauch in den Himmel. Das Basic für jedes gelungene BBQ: der richtige Grill. Ob Holzkohle- oder Gasgrill: Sie alle haben Vor- und Nachteile. Welche das sind und was auf den verschiedenen Modellen am besten gelingt, steht hier.

Grill mit Fleisch, © Rainer Sturm / pixelio.de
Grill mit Fleisch, © Rainer Sturm / pixelio.de

Das sind die beliebtesten Grillmodelle Deutschlands

Auf den Anbruch der offiziellen Grillsaison freut sich ganz Deutschland Jahr für Jahr. Ob auf dem Balkon, im eigenen Garten oder auf Hamburgs öffentlichen Grillplätzen: In der Hansestadt wird bei warmen Temperaturen an verschiedensten Orten drauf los gegrillt. Am liebsten legen die Deutschen das Grillgut zum Garen laut Statistik auf den Holzkohlegrill. Obwohl diese Variante von allen Grillmodellen am häufigsten gekauft wird, sind Gas- und Elektrogrills davon nicht allzu weit abgeschlagen. Eher weniger verbreitet sind hierzulande Pellet- und Kamado-Grills. Die unterschiedliche Handhabung und die Zubereitung verschiedenen Grillguts bringt je nach Art des Grills ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich. Was zeichnet die einzelnen Grillmodelle für draußen und drinnen aus?

Grillmodelle auf einen Blick

Holzkohlegrill

Der meist verbreitete Vertreter aller Grillmodelle ist in unterschiedlichen Formen zu haben. Vom kompakten Kugel- bis hin zum festinstallierten Grillgerät in massiver Bauweise ist die Palette an Ausführungen nahezu unerschöpflich. Insbesondere die folgenden Eigenschaften zeichnen Holzkohlegrills aus:

  • geeignet für aromatisches und knuspriges Grillgut
  • mit Grillbriketts oder Holzkohle betreibbar
  • hervorragende Eignung für Kurzgebratenes (Würstchen und Spieße)
  • Risiko des Anbrennens
  • gesundheitsschädliche Dämpfe nicht ausgeschlossen
  • nur in Form von Kugelgrills zum Räuchern geeignet
  • hohe Rauchentwicklung

Gasgrill

Der Gasgrill wird meist mit Propangas-Flaschen betrieben und gilt in XXL-Ausführungen als vollfunktionale Außenküche. Sowohl auf dem Balkon als auch in Wintergärten sind die vielseitigen Grillgeräte heutzutage gefragt. Bekannt ist das Grillmodell insbesondere für Eigenschaften wie:

  • einfache Bedienung und Regulierung der Temperatur
  • Anfängertauglichkeit
  • geringe Rauchentwicklung
  • rasante Hitzeentwicklung
  • die Möglichkeit zum Räuchern
  • die flexible Aufstellbarkeit, beispielsweise in Form von Mini-Gasgrills
  • den untypischen Geschmack des gegarten Grillguts

Elektrogrill

Elektrogrills kennt der ein oder andere wahrscheinlich von Camping-Plätzen und aus Nachbars Küche. Anders als die anderen Grillmodelle, lassen sich die strombetriebenen Modelle auch im Innenbereich nutzen und sind sogar als Tischgrills zu haben. Zu den wichtigsten Eckdaten des Grillmodells zählen die folgenden:

  • platzsparend aufstellbar
  • kein Brennstoffwechsel erforderlich
  • Stromnetz nötig
  • gleichmäßig beheizter Grillrost
  • leicht kontrollierbarer Garpunkt
  • schnell aufheizbar
  • kein klassisches Grillerlebnis

Pelletgrill

Pelletgrills ähneln im Prinzip dem Holzkohlegrill, aber sind in Deutschland weit weniger verbreitet. Weil die Modelle – anders als die Holzkohle-Variante – mit ökologisch hergestellten Pellets betrieben werden, gelten sie als umwelt- und gesundheitsfreundlicher. Zu den wichtigsten Eckdaten des Pelletgrills zählen die folgenden:

  • vielfältige Einsatzmöglichkeiten
  • zum Backen von Pizzen und Brot geeignet
  • Räuchermöglichkeiten
  • scharfes Anbraten möglich
  • für saftige Steaks geeignet
  • nicht mobil
  • relativ rauchintensiv

Kamado-Grill

Der Kamado-Grill gilt als Inbegriff des Universalgrills und ist auch als Keramik-Grill bekannt. Das ursprünglich aus Indien stammende Grillmodell gibt es mittlerweile nicht nur aus Keramik. Als Materialarten werden auch Terrakotta und Zement mit Lava-Anteil verwendet. Zu den Besonderheiten des Grillmodells zählen:

  • vielseitige Einsatzfähigkeit
  • Eignung zum Backen
  • gleichmäßige Hitzeverteilung
  • präzise Temperaturregulierung
  • Möglichkeit zum Smoken und Räuchern
  • hohes Gewicht
  • Bruchanfälligkeit

Fazit: Welcher Grill ist der richtige?

Bei der Entscheidung für ein bestimmtes Grillgerät spielen zahlreiche Dinge eine Rolle. Wer nur im eigenen Garten grillen möchte, muss sich um die Mobilität des Geräts beispielsweise keine Sorgen machen. Will man den Grill nicht nur zuhause, sondern auch beim Camping oder auf öffentlichen Grillplätzen nutzen, sind Gewicht und Transportfähigkeit hingegen entscheidende Eigenschaften.

Elektrogrills lassen sich am leichtesten transportieren, weil es sie in den filigransten Ausführungen gibt. Die Transportfähigkeit ist aber nicht die einzige Eigenschaft, die für den Kauf von Grillgeräten eine Rolle spielt. Auch der Geschmack des Grillguts, die Grillerfahrung und die Eignung für bestimmte Zubereitungsweisen spielen eine Rolle.

Dass der Holzkohlegrill heutzutage noch immer der beliebteste Grill der Deutschen ist, hat einen Grund: Den typischen Grillgeschmack der Modelle können andere kaum nachahmen. Wer allerdings mehr von seinem Grill erwartet als Kurzgebratenes, ist mit Outdoor-Küchen wie Kamado- oder Pelletgrills besser bedient. Gasgrills eigenen sich dagegen immer dort am besten, wo man den Nachbarn zuliebe lieber rauchlos grillt.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

Quellen:
Wayfair Internal Data 2019 // Grillkompass 2017, Moderne-landwirtschaft.de // Mafowerk, Grillstudie 2019 // Statista 2017 & 2018 // Score Media Group 2018 // Wiesenhof Grillstudie 2015 // Top 20 BBQ Facts, national BBQ Week // BBQ Habits in the UK and Europe, Idealo Surveys 2016 // Britons' barbeque habits and favourite dishes revealed, Hellomagazine.com // The UK's Most Popular Alcoholic Beverages, All.accor.com // How to Grill in the Wintre, Weber.com // Barbeque Lifestyle, Usage & Attitude Study, HPBA 2016 // wayfair.de

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