Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Manfred Honeck - Strauss / Rachmaninow / Tschaikowsky

Klassik

Bild: 7. Philharmonisches Konzert

© Foto: Felix Broede

7. Philharmonisches KonzertEr war eine Sonderbegabung – selbstbewusst, keine Frage; doch zugleich reflektiert. 1923 bekannte Richard Strauss: „Früher befand ich mich auf Vorpostenstellung. Heute bin ich fast in der Nachhut.“ Mit „Elektra“ von 1908 hatte er ein Musikdrama geschaffen, das inhaltlich und musikalisch in äußerste Grenzbereiche vorstieß. Man kann in diesem Werk ein Experiment sehen, in dem Drama und Musik zu einer theatralischen Symphonie verschmelzen. Dies steht als Motivation hinter der von Manfred Honeck arrangierten „Elektra“-Rhapsodie. Eine andere Form der Verkoppelung erleben wir in Rachmaninows Rhapsodie. Hier setzt der Komponist Paganinis letzte Violin-Caprice aus op. 43 mit der mittelalterlichen christlichen Sequenz „Dies irae“ in Korrespondenz. Sein Programm: der Bund des Künstlers mit dem Tod, mit dem Teufel als Todbringer. Und schließlich Tschaikowskys „Fünfte“, eine Schicksalssymphonie aus extremen Stimmungsgegensätzen.

Kategorien: Klassik Konzerte

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