Eigensinn - GEDOK-Künstlerinnen in der Hamburgischen Sezession

Ausstellungen

Bild: Anita Rée, Pegasus, 1919

© Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

"Frauen dieser Art unterjochen und erniedrigen letzten Endes den Mann", schrieb der Kultur-Chronist Gustav Schiefler über Ida Dehmel (1870–1942), die vor 90 Jahren die "Gemeinschaft Deutscher und Öster-reichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen" – kurz GEDOK – gründete. Den damals überwiegend von Männern dominierten Vereinen stellte sie damit einen Verband entgegen, der speziell der Vernetzung von Künstlerinnen und Kunstfreundinnen diente. Es ist nicht zuletzt dem "Eigensinn" der Gründerin und der Mitglieder zu verdanken, dass sich die GEDOK in den 1920er Jahren zu einer bedeutenden, überregionalen Plattform entwickelte.
Die Ausstellung zeigt die beachtliche Vielfalt an Kunstgattungen, Stilen und Motiven der emanzipierten Künstlerinnen, die dem Verband von Beginn an angehörten. Ob Neue Sachlichkeit, Expressionismus oder abstrakte Malerei – eine jede experimentierte für sich und fand ihre eigene Formensprache. GEDOK-Frauen wie Anita Rée (1885–1933), Alma del Banco (1862–1943), Alexandra Povòrina (1885–1963) oder Gretchen Wohlwill (1878–1962) aus dem elitären Kreis der Hamburgischen Sezession hatten einen oft mühsamen Weg gefunden, den Konventionen zu trotzen und sich als erfolgreiche Künstlerinnen zu behaupten.
Mit Werken aus dem Bestand der Haspa und des MKG feiert die Ausstellung das Jubiläum des Verbands, der noch heute seiner Aufgabe nachgeht, Künstlerinnen aller Sparten zu fördern und zu unterstützen.
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10-18 Uhr
Donnerstag: 10-21 Uhr
Donnerstag an oder vor Feiertagen: 10-18 Uhr
Kassenschluss jeweils 30 Minuten vor Schließung des Museums.
Geschlossen
montags, 1. Mai, Heiligabend und Silvester
Geöffnet
Gründonnerstag, Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Himmelfahrt, Pfingstsonntag,
Pfingstmontag, Tag der deutschen Einheit und sonstige Feiertage: 10-18 Uhr
Neujahr, 1. und 2. Weihnachtstag: 12-18 Uhr



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