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Eine Industriemetropole, deren
Wirtschaftskraft von Handel und Schifffahrt bestimmt wird, ist auf leistungsfähige
Transportwege und ebenso leistungsfähige Verkehrsträger angewiesen. Der Grund für die
starke Position der Verkehrswirtschaft in Hamburg liegt im Zusammenwirken vieler Verkehrsträger:
Mit seinem umfassenden Dienstleistungsangebot
ist Hamburg Deutschlands bedeutendstes Seeverkehrszentrum und hält seit vielen Jahren
eine Spitzenposition unter den fünf größten Seehäfen Europas.
Hamburg verfügt über ein engmaschiges Netz regelmäßiger
Linienverbindungen nach über 800 Häfen in aller Welt.
Als östlichster Nordseehafen liegt Hamburg im Schnittpunkt
der Wirtschaftsblöcke EG, EFTA und des Ostens. Über den Elbe-Seitenkanal besteht ein
direkter Anschluss an das europäische Binnenwasser-Straßennetz und damit zu den
Industriegebieten von Braunschweig, Peine und Salzgitter.
Die Unterelbe zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven ist eine der
meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. In Cuxhaven werden jährlich auf der Elbe fast
55.000 Seeschiffe gezählt, davon rund 30.000 mit dem Ziel- bzw.
Abfahrtshafen Hamburg.
Nachdem die Elbvertiefung auf 13,5m bei mittlerem
Tide-Niedrigwasser auf 16,5m bei mittlerem Tide-Hochwasser abgeschlossen wurde, ist es
jetzt Schiffen mit einer Tragfähigkeit bis zu 110.000 t möglich, Hamburg anzulaufen.

Der internationale Flughafen Hamburg ist mit
jährlich 10,6 Mio. Passagieren, 141.000 Starts und Landungen, 80.000 t Fracht- und 17.000 t
Luftpost der größte und zentrale Verkehrsflughafen in Norddeutschland.
In den letzten 20 Jahren hat sich das Passagieraufkommen mehr
als verdoppelt, der Frachtverkehr sogar nahezu verdreifacht.
Unter den zehn großen Verkehrsflughäfen der Bundesrepublik
nimmt Hamburg heute, hinter Frankfurt, Düsseldorf und München Rang vier ein. Insgesamt
operieren 32 Luftverkehrsgesellschaften im Liniendienst, die international mehr als 50
Ziele anbieten.
Der Flughafen ist eines der größten Wirtschaftszentren
Norddeutschlands. In 180 Unternehmen auf dem Flughafen sind nahezu 13.000 Menschen
beschäftigt. Hausherr und Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Hamburg GmbH mit
1.700 Mitarbeitern. Größter Arbeitgeber ist der Werftbetrieb der Deutschen Lufthansa mit
mehr als 6.500 Angestellten.
Da der Luftverkehr eine Wachstumsbranche ist, konnten seit
1980 2.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Ballungszentrum Hamburg übt einen starken
Sog auf den Güterverkehr aus. Etwa 40 Mio. Gütertonnen aus der Bundesrepublik und den
europäischen Nachbarländern fließen nach Hamburg oder von hier aus in die
entsprechenden Regionen.
Die Deutsche Bundesbahn war 1988 an dieser Verkehrsleistung
mit etwa der Hälfte beteiligt, der Güterfernverkehr bewältigte 30%,und die restlichen
20% teilten sich die Binnen- und Küstenschifffahrt.
Die Eisenbahn ist der wichtigste Verkehrsträger für das
Hinterland, mit leistungsfähigen Bahnverbindungen in die gesamte Bundesrepublik und alle
europäische Nachbarstaaten.
Die Güterverkehrsangebote der Deutschen Bundesbahn,
Inter-Cargo, Stückfracht 88 und KLV, bieten mit direkten Ferngüterzügen schnelle
Verbindungen zu den wichtigsten 11 deutschen Wirtschaftszentren, bei extrem kurzen
Fahrzeiten mit spätem Ladeschluss.
Der südlich von Hamburg gelegene Rangierbahnhof Maschen ist
der größte und modernste Europas und zugleich die Verteilerstelle der DB für den
überregionalen Güterverkehr.

Die Entwicklung des Individualverkehrs hat in
den letzten zwei Jahrzehnten einen bemerkenswerten Aufschwung genommen.
Der Ausbau des Straßennetzes hat mit diesem Tempo ebenso
Schritt halten können.
Die wichtigsten Projekte waren die Autobahn-Westtangente, die
eine Verbindung der A7 von Kiel durch den neuen Elbtunnel nach Süden herstellt, die
Ringverbindung Wallring (Ring 1), Mittlerer Straßenring (Ring 2) und Äußerer Ring (Ring
3) und der vier- bzw. sechsspurige Ausbau der radial verlaufenden Hauptverkehrsstraße
(Bundesstraße).
Der öffentliche Personen-Nahverkehr ist der Hauptträger des
Hamburger Verkehrsleistungsangebotes. Rund 1,4 Mio. Fahrgäste benutzen an jedem Werktag
U-Bahn, S-Bahn, regionale Schnellbahnen, Alster- und Hafenschiffe.
Der Wirkungsraum des Hamburger Verkehrsverbundes HVV reicht
weit über Hamburg hinaus. Mit 3.000 km² ist es viermal so groß wie die Hansestadt. Die
Verkehrsregion umfasst 144 Gemeinden.
Die Schnellbahnen sind das Rückgrat des Öffentlichen
Personen-Nahverkehrs. Sie befördern weit über 50% der Fahrgäste.
Behindertenservice
des HVV - Unter der HVV Infoline
040 19 449 können behinderte Mitbürger rund um die Uhr, auch am
Wochenende, Auskünfte über über Fahrzeiten,
Fahrtrouten und Fahrkarten erhalten. Zum besonderen Service gehört
unter anderem: Zwischen den Haltestellen
aussteigen - Auf vielen Buslinien außerhalb der City ist ab 19 Uhr das
Aussteigen zwischen den Haltestellen zugelassen. Im Fahrplanbuch sind diese
Linien mit einem Hinweistext versehen. Das Aussteigen
"zwischendurch" verkürzt den Heimweg und sorgt so in den
Abendstunden für mehr Komfort. Dem Busfahrer muss vorher rechtzeitig
Bescheid gesagt werden. Er entscheidet, ob die Verkehrslage das Aussteigen
zulässt. Leider gilt dieser Service nicht für Rollstuhlbenutzer, da für
sie nur an den Haltestellen ein sicherer und problemloser Ausstieg möglich
ist. Beim Busfahrer in den Schnellbussen ab 19 Uhr und in den Nachtbussen
zwischen ca. 0.30 Uhr und 5 Uhr kann auch
der Taxi-Ruf-Service in Anspruch genommen werden. Der Fahrer bestellt gern
über Funk ein Taxi zur gewünschten Haltestelle.
Buchtipp: 125 Jahre AKN Eisenbahn AG 1883-2008
– von
Jörg Minga und Reinhardt Hassenstein, Verlag Ellert & Richter, 2008, 136
Seiten, Preis: 19,95 Euro.
1883 wurde die private Altona-Kaltenkirchener Eisenbahn-Gesellschaft
gegründet; in den folgenden 125 Jahren entwickelte sie sich vom
dampflokbespannten Bummelzug zur Schnellbahn. Von 1993 bis 1996 wurde
die gesamte Anlage modernisiert; an 34 Bahnübergängen wurde die
Sicherungsanlage verbessert oder komplett neu gebaut. Auf diese Weise
konnte man die Höchstgeschwindigkeit der Bahnen erhöhen. Doch nicht nur
ihre Zuverlässigkeit machte die AKN beliebt, auch die Bahnhöfe, die mit
moderner Architektur spannungsvoll gestaltet werden, sorgen für
Aufmerksamkeit. Immer wieder wurde das Streckennetz erweitert und
verbessert; seit 2004 bietet die AKN auch eine Direktverbindung zum
Hamburger Hauptbahnhof.
Die Autoren, ein leidenschaftlicher Eisenbahner und ein
Wirtschaftsredakteur, haben in diesem Buch Wissenswertes rund um die
125-jährige Erfolgsgeschichte der AKN zusammengetragen. Großformatige
Farbfotos, Dokumente und technische Zeichnungen machen das Buch zu einem
Muss für jeden Eisenbahn-Fan. Sei es die Übersicht über Fahrkarten von
1934 bis 2008 oder die Auflistung aller Fahrzeuge der AKN mit
technischen Daten, hier gibt es für interessierte Leser Einiges zu
entdecken!

- ADAC Gau Hansa e.V.
20097, Amsinckstraße 39
Telefon 23 91 91 9
- Bundesbahndirektion
22765, Museumsstraße 39
Telefon 39 18-1
- Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie
20359, Bernhard-Nocht-Straße 78
Telefon 31 90-0
- Fachvereinigung Güterfernverkehr e.V.
20537, Bullerdeich 36
Telefon 25 45 0-0
- Fachvereinigung Möbeltransport e.V.
20537, Basedowstraße 2
Telefon 25 15 02-66
- Flughafen Hamburg GmbH
22335, Paul-Bäumer-Platz 1
Telefon 50 75-0
- Hamburger Verkehrsverbund
20095, Steinstraße 12
Telefon 32 57 75 0
- "Nord-Ostsee" Küstenschiffsmakler Verein
22767, Große Elbstraße 145a
Telefon 38 11 71
- Polizei Hamburg, Verkehrsdirektion
Oberste Landesbehörde, Zentrale Straßenverkehrsbehörde
22761, Stresemannstraße 341
Telefon 040/4286-50, Fax 040/4286-55409.
-
Seewetteramt/Deutscher Wetterdienst
20359, Bernhard-Nocht-Straße 76
Telefon 31 90-0
- Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V.
20457, Mattentwiete 2
Telefon 3 61 28-0
- Verband Deutscher Küstenschiffseigner
22767, Große Elbstraße 36
Verband Deutscher Reeder e.V.
20354, Esplanade 6
Telefon 3 50 97-0
- Verband für das Güternahverkehrsgewerbe
20537, Bullerdeich 36
Telefon 25 47 01 70
- Verband für das Personen-Verkehrsgewerbe
22297, Alsterdorfer Straße 276
Telefon 44 86 43
- Verein Hamburger Spediteure e.V.
20457, Willy-Brandt-Straße 69
Telefon 37 47 64-0
- Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord
20148, Moorweidenstraße 14
Telefon 4 41 10-0
- ZOB-Reisezentrum
20097 Adenauerallee 76/78
Telefon 280 94 10/24 75 76

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