Friedhöfe in Hamburg
Friedhof Ohlsdorf
Der Friedhof Ohlsdorf ist der größte Parkfriedhof der Welt und mit 391 ha Hamburgs größte Grünanlage und ein Spiegelbild von Kunsthandwerk und Kulturgeschichte. Eine Fülle historischer Grabmale und zahlreiche Plastiken bezeugen dies sichtbar. Insgesamt stehen auf dem Friedhof über 240.000 Grabmale. Ein Spaziergang oder der Besuch des Friedhofsmuseums lohnen sich zu jeder Jahreszeit.
1977 wurde der Friedhof eröffnet und war lange Zeit der einzige überkonfessionelle Begräbnisplatz. Wilhelm Cordes, der erste Friedhofsdirektor, verfolgte das humanistische Ziel, wirklich jedem eine würdevolle Grabstelle zu bieten. Da Cordes 38 Jahre lang für den Friedhof zuständig war, wurde dieser stark von Cordes' Vorstellung eines "romantischen Paradiesgärtchens" geprägt. Im westlichen Teil der Anlage ist heute noch der Charme dieser früheren Gestaltungsweise erhalten. Mit seinen verschlungenen Wegen, natürlich geformten Gewässern und Pflanzungen erinnert dieser Teil des Friedhofs an einen englischen Park.
1919 übernahm Otto Linne die Verantwortung für den Friedhof und begann, ihn nach einem neuen ästhetischen Konzept zu gestalten. Er wollte einen modernen, sachlicheren Eindruck erzeugen, und so lässt sich heute noch erkennen, dass der östliche Teil des Friedhofs streng geometrisch aufgebaut ist.
Berühmte Persönlichkeiten wie z. B. Wolfgang Borchert, Hans Albers, Ida Ehre, Heinz Erhardt, Gustav Gründgens und viele andere sind auf dem Friedhof Ohlsdorf bestattet. Auch die Kapellen und Gedenkstätten sowie die kunstvollen Grabplastiken, die von Künstlern wie Ernst Barlach, Gerhard Marcks und Stephan Sinding gestaltet wurden, sind einen Besuch wert. Die artenreiche, wechselvolle Bepflanzung schließlich macht den Parkfriedhof gerade zur Blütenzeit zu einem ganz besonderen Naturerlebnis auch für Familien.
Das Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf ist ein einzigartiges Bauwerk, das sich mit seinem zukunftsweisenden Konzept als "Raum der Ruhe" präsentiert. Auch das historische Krematorium, letztes imposantes Bauwerk des Hamburger Architekten Fritz Schumacher, wurde in das Bestattungsforum integriert. Es wurde denkmalgerecht saniert und ist wieder in Betrieb.
Jede Station ist auf ihre Weise beeindruckend und für viele anfangs auch geheimnisvoll, in jedem Fall können Besucher die Stationen auf ganz persönliche Art erleben: das Foyer, die Familienräume, die Abschiedsräume. Ebenso die Fritz-Schumacher-Halle, die Cordes-Halle und die Linne-Halle, die den Abschied vor der Einäscherungsanlage erlaubt. Außerdem die Urnenkrypta und das Kolumbarium mit seinem Angebot der oberirdischen Urnenbeisetzung. Ein Novum für ganz Norddeutschland: Mit dem Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf können jetzt sowohl Trauerfeier als auch Einäscherung und Beisetzung innerhalb eines einzelnen Tages arrangiert werden.
Zum Erfrischen, Stärken und Genießen oder auch zum Verarbeiten der Eindrücke sowie zum vertiefenden Gespräch empfiehlt sich allen Besuchern das Café Fritz – benannt nach Architekt Fritz Schumacher.
Ortsinformationen
Adresse
- Friedhof Ohlsdorf
- Fuhlsbüttler Straße 756
- 22337 Hamburg
- Telefon: 0 40/59 38 80
Fahrplan
Öffnungszeiten
-
April bis Oktober: 8.00 bis 21.00 Uhr November bis März: 8.00 bis 18.00 Uhr
Anfahrt
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23.05.2012
In der Reihe Weiterbauen VIII - Umbau und Erweiterung der ehem. Frauenklinik Finkenau
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