Typisch Hamburg
Hummel Hummel
Ein Wahrzeichen der Hansestadt ist der Wasserträger "Hummel", dessen Name eigentlich Johann Wilhelm Bentz war (geb. 21.01.1787, gest. 15.03.1854). Bei seiner schweren Arbeit neckten ihn die Straßenkinder mit dem Ausruf des Spottnamens "Hummel, Hummel". Weil der Gepeinigte die Racker selten greifen konnte – immerhin trug er viele Liter Trinkwasser kilometerweit in die Stadt – blieb ihm nichts anderes übrig, als sie mit einem deftigem "Mors, Mors!" zu bedenken, abgekürzt für "Klei mi am Mors", der plattdeutschen Variante von "Leck mich...". Kein Wunder also, wenn der Hummel meist mit grimmigem Gesicht dargestellt wird. Ein "Hummelbrunnen" befindet sich im Rademachergang in der Nähe vom Großneumarkt.
Von 2002 an bevölkerten rund 400 aus Fiberglas gefertigte Wasserträger die Straßen der Hamburger Innenstadt. Anerkannte Künstler – darunter beispielsweise Jette Joop –, aber auch junge Kunststudenten waren mit der Gestaltung der rund 2 m hohen Figuren beauftragt. So entstanden teilweise sehr farbenfrohe Kunstwerke, die sowohl Hamburger als auch Touristen begeisterten. Nach einer "Zusammenkunft" aller Hummel-Figuren auf dem Hamburger Rathausmarkt wurden diese im Juni 2006 zugunsten eines wohltätigen Zweckes versteigert. Vereinzelt sind noch einige der Figuren vor Hamburger Geschäften zu finden.
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