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Daten & Fakten

Stolpersteine in Hamburg

Der Kölner Künstler Gunter Demnig erinnert mit dem Projekt "Stolpersteine" seit 2000 an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Auf diesen Platten stehen der Name, das Geburtsjahr, das Deportationsdatum und der Sterbeort des Verfolgten.

Mehr als 100.000 Menschen wurden während der Nazizeit auch aus Hamburg deportiert. Sie ist die Stadt in Deutschland, in der die meisten Stolpersteine verlegt sind. Ca. 4.500 Stolpersteine erinnern inzwischen an die Menschen, die während der NS-Zeit ermordet worden sind: an Juden, Sinti, Homosexuelle, politisch Verfolgte, Euthanasie-Ermordete, Zeugen Jehovas oder andere.

Gemeinsam mit den Initiatoren des Erinnerungsprojektes "Stolpersteine in Hamburg", Peter Hess und Johann-Hinrich Möller, hat die Landeszentrale für politische Bildung eine Datenbank (auch in Englisch) entwickelt, in der die Namen der Opfer, ihre Wohnorte und die auf dem Stolperstein vorhandenen Lebensdaten recherchiert werden können. Finanziert wird das Projekt durch Patenschaften. Wenn Sie eine Patenschaft übernehmen möchten oder in Ihrem Stadtteil, Ihrer Straße recherchieren wollen, besuchen Sie die Seite der Stolpersteine in Hamburg.

Neben größten Teils positiven Kritiken gibt es auch kritische Stimmen gegen das Projekt. In München ist das Einsetzen der Stolpersteinen sogar gänzlich verboten.

14.08.2013