Kunst in Hamburg: 12 Spaziergänge - hamburg-magazin.de

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Buchtipps

Kunst in Hamburg: 12 Spaziergänge

Buchtipp "Kunst in Hamburg", Junius Verlag 2011

Hamburg verfügt heute über eine lebendige Kunstszene, die Dank hochkarätiger Mäzene auch überregionale Bedeutung gewonnen hat.  Daneben gibt es eine Vielzahl junger Künstler, Galerien, Designer, die das Angebot der Stadt bereichern. 

Das Buch "Kunst in Hamburg" stellt das Angebot der Stadt auf 12 Rundgängen vor und gibt in kompakter, unterhaltsamer Form einen Überblick über das gesamte Spektrum der bildenden Gegenwartskünste.

Jeder Spaziergang behandelt ein Thema. Beim Architekturrundgang beispielsweise werden unter anderem Zeugnisse der backsteinernen Kontorhäuser von Fritz Schumacher oder Fritz Höger betrachtet. Er beginnt an der Börse, die 1841 von den Architekten Forsmann und Wimmel als klassizistischer Putzbau erbaut wurde. Heute beherbergt sie mit dem "Haus im Haus", in dem sich das Gründerzentrum befindet, eine architektonische Besonderheit. Zu den herausragenden Bauten des 21. Jahrhunderts, die betrachtet werden, gehören das Empire Riverside Hotel oder das Unlileverhaus in der HafenCity.

Ein Rundgang beschäftig sich mit der Kunst am Bau, die Bildhauer und Architekten äußerst kreativ, entweder üppig figürlich mit Elefanten und Schweinen wie am Klöpperhaus auf der Mönckebergstraße oder auch mit geometrischen und floralen Elementen geschaffen haben.

Gleich zwei Rundgänge widmen sich den Denkmälern und Skulpturen. Hier kommt man zum Hygieia-Brunnen im Innenhof des Rathauses, geht vorbei am Heinrich Heine Denkmal von Hugo Lederer, zu Lessing auf dem Gänsemarkt oder Schiller vor dem Cinemaxx am Dammtor. Aber auch das Kriegerdenkmal am Dammtor gehört zu diesen Spaziergängen sowie das Gegendenkmal, mit dem Alfred Hrdlicka beauftragt wurde, das jedoch nie wie geplant fertiggestellt wurde. Und auch dem gewaltigen Bismarck von Hugo Lederer, der sich auf einer Anhöhe am Hafen erhebt, mit einer Höhe von 15 m auf einem 20 m Sockel stehend, wird ein Besuch abgestattet.

Zu den Skulpturen gehören ebenso das Reiterstandbild von Hermann Hahn vor der Hamburger Kunsthalle wie der "Fluss" von Aristide Mailol auf dem Mittelstreifen am Glockengießerwall oder die beiden großen Balkenhol-Figuren vor der Zentralbibliothek.

Der Designspaziergang führt vorbei an den Bänken am Jungfernstieg, den großen, schönen Blumenkübeln am Neuen Wall, die mit dem Pilotprojekt Business Improvement District von den noblen Händlern einladendend vor den Türen platziert wurden, vorbei an den sprechenden Mülleimern der Stadtreinigung zum Domplatz mit seinen Plexiglaswürfeln und zu Bänken und Leuchten in der HafenCity.

Ein Galerien-Streifzug führt durch einigen Galerien der Innenstadt, die Kunst nicht nur ausstellen und verkaufen, sondern den Künstler oft jahrzehntelang eine Plattform bieten und ihre Vermarktung vorantreiben.

Auch die Kirchen Hamburgs wurden mit einem Spaziergang gewürdigt. Es sind natürlich vor allem die Hauptkirchen, die hier angesteuert werden, aber auch der Dom St. Marien oder einige Moscheen werden beschrieben.

Weitere Spaziergänge befassen sich mit den Museen wie Kunsthalle, Kunstverein und Kunsthaus sowie Deichtorhallen, mit Parks und Gärten von der Entenwerder Halbinsel, dem Hammerpark, dem Stadtpark bis hin zum Park Fiction Antoni-Park sowie Plätzen, zu denen der Domplatz, der Jungfernstieg aber auch das ehemalige Schlachthofgelände gehören.

Ein spezieller Rundgang findet in Altbau der Hamburger Kunsthalle statt und führt zu Gemälden aus der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Runges Hülsenbecksche Kinder, Liebermanns Lindenterrasse im Jacob, Noldes Schlepper auf der Elbe oder Corinths Blick von der Palmaille auf den Köhlbrand werden hier einer genauen Untersuchung unterzogen.

"Kunst in Hamburg" ist Kunstführer und Lesebuch in einem: Dieses Buch ist eine kompakte Überblicksdarstellung zur Kunst in Hamburg und für den "Armchair Traveller" genauso unterhaltsam wie für den Kunst-Spaziergänger. Auf den Touren führt das Buch anhand der Übersichtskarten zu den wichtigen Orten im Hamburger Stadtgebiet.

In einem umfangreichen Serviceteil verzeichnet das Buch die Adressen von Museen, Sammlungen und kunstwissenschaftlichen Einrichtungen. Außerdem findet sich hier eine gut sortierte Liste mit Händlern für Kunst und Gebrauchskunst: Antiquariate, Auktionshäuser, Buchhandlungen, Design-, Möbel- und Trödelläden sowie Galerien.

Kunst in Hamburg: 12 Spaziergänge
Junius Verlag 2011, 312 Seiten, Preis 19,90 Euro, direkt bei Amazon bestellen.

07.06.2011



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