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Die Hamburg Chronik 2010 – Was die Hansestadt bewegte
Unter dem Titel "Die Hamburg Chronik 2010 – Was die Hansestadt bewegte" bringt das HAMBURGER ABENDBLATT zum 41. Mal ein Jahrbuch über die norddeutsche Metropole heraus. Auf insgesamt 184 Seiten versammelt die Chronik alle wichtigen Daten und Fakten des Jahres 2010 aus den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport.
Das Jahr 2010 hat zahlreiche große Veränderungen für die Stadt gebracht. Es war das Jahr der Rücktritte und der Neuanfänge. Der Erste Bürgermeister Ole von Beust hat sein Amt aufgegeben, mit ihm sind einige Senatoren gegangen. Nachfolger wurde Christoph Ahlhaus, der die Geschicke der Stadt derzeit leitet und von den neuen Senatoren Reinhard Stuth, Ian Karan und Heino Vahldieck unterstützt wird. Die aktuellen Änderungen in Hamburgs Führung und das Auflösen der Koalition mit den Grünen fand nach Erscheinen des Buches statt. Es wird also auch in der kommenden Ausgabe reichlich zum Politiktheater zu lesen sein.
Auch in der Kultur gab es Veränderungen, durch den enormen Sparzwang leider nicht nur zum Guten. Junge Künstler konnten zwar den Abriss des Gängeviertels verhinderten und haben dort eine Bleibe gefunden. Aber beim Schauspielhaus haben die erneuten Sparbeschlüsse zum Weggang von Intendant Friedrich Schirmer geführt. Und in der Galerie der Gegenwart wurden die Lichter öfter ausgedeht. Das Mammutprojekt Elbphilharmonie beschäftigt Gegner und Befürworter nach wie vor gleichermaßen.
Erfreulich war, dass es im zurückliegenden Jahr mit der Wirtschaft wieder bergauf ging. Bei Airbus und im Hafen ist der Aufschwung deutlich zu spüren, aber auch die Touristen stärken den Wirtschaftsstandort Hamburg. Die Zahl der Gäste stieg um 9 % auf über 4 Mio.
Jubel gab es am Millerntor, als der FC St. Pauli nach sieben Jahren wieder in die Erste Bundesliega aufsteigen konnte. Erfolgreich waren auch die HSV Handballer, sie wurden zum dritten mal deutsche Vizemeister.
Im Jahrbuch vom November 2009 bis Oktober 2010 sind alle Ereigniss chronlogisch fast Tag für Tag aufglistet und werden von einem besonders traurigen Ereignis für die Hamburger beendet: dem Tod von Loki Schmidt.
Angefügt ist das Kapitel Hamburg in Zahlen, in dem man nachlesen kann, wie sich die Bevölkerung entwickelt hat und zusammensetzt, wie es um die innere Sicherheit steh, das Wetter, den Verkehr und die Bildung. Wirtschaft und Finanzen werden ebenso in Zahlen gefasst wie die Kultur, das Engagement der Bürger und der Bereich Leben und Wohnen.
Abschließendes Kapitel ist den verstorbenen Persönlichkeiten gewidmet, die in Hamburg lebten oder durch ihr Wirken mit der Hansstadt verbunden waren.
Die neue Chronik ist wieder ein wunderbarer Band, mit zahlreichen schönen Fotografien, für den man sich während der kommenden Feiertage Zeit nehmen kann, um das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen.
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HAMBURGER ABENDBLATT, 184 Seiten, Preis 19,95 Euro.
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23.05.2012
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