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Stiftungshauptstadt Hamburg

Stiftungshauptstadt Hamburg: 46 neue Stiftungen in 2006In keiner anderen Stadt hat das bürgerliche Engagement der Bürger für ihre Stadt eine derart lange Tradition. Immerhin stammt die älteste Stiftung – das Hospital zum Heiligen Geist – aus dem Jahre 1227.

Stiftungen verbinden Freiheit mit Verantwortung, Selbstverwirklichung mit Gemeinnutz. Die Stifter leben mit ihrem Engagement vorbildlichen Bürgersinn vor. Ohne seine Stifter wäre Hamburg nicht zu der blühenden Metropole geworden, die sie heute ist.

Seit 2005 ist die Stiftungsaufsicht bei der Justizbehörde konzentriert. Dies hat zu einer Beschleunigung der Anerkennungsverfahren geführt, weil die Stifter nur einen Ansprechpartner haben.

Mit dem neuen Hamburgischen Stiftungsgesetz wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Stiftungen in Hamburg verbessert.

Das Vermögen der hamburgischen Stiftungen beläuft sich auf ca. 4 Milliarden Euro, es verteilt sich auf folgende Bereiche: Soziales, Ausbildung, Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Umwelt und Naturschutz, Gesundheitswesen, Kirchen.

Hamburg baut seine Stellung als Stiftungsmetropole weiter aus. Im Jahr 2008 kamen 54 neue Stiftungen hinzu. Damit kommt die Hansestadt auf 1.131 Stiftungen. Die Justizbehörde will den Stiftungsboom weiter forcieren. Seit 2007 werden für die Anerkennung gemeinnütziger Stiftungen keine Verwaltungsgebühren mehr erhoben.

Traditionell wurden Stiftungen in Deutschland durch Einzelpersonen oder Ehepaare gegründet. Seit den 1990er-Jahren ist ein neuer Typ von Stiftungen hinzu gekommen. Er beruht auf der in den USA entstandenen Idee der "Community Foundations". Darunter versteht man Gemeinschaftsstiftungen vieler Bürger. Sie tun sich zusammen zu gemeinnützigen Zwecken in einer Stadt oder Region. In solchen Bürgerstiftungen engagieren sie sich finanziell oder persönlich, übernehmen Verantwortung und gestalten die Gesellschaft mit.

In Deutschland sind seit 1996 bereits über 80 Bürgerstiftungen neuer Prägung entstanden.


Stiftungshauptstadt Hamburg 2008: 67 neu gegründete Stiftungen in 2007

Die Stiftungsmetropole Hamburg hat einen neuen Rekord zu verzeichnen: Noch nie wurden so viele Stiftungen ins Leben gerufen wie im vergangenen Jahr. Mit 67 Neugründungen in 2007 – das sind rund 45 % mehr als im Vorjahr – erreicht der Stiftungsboom einen weiteren Höchststand. Zum Stichtag 1. Januar 2008 engagierten sich 1.077 Stiftungen in der Hansestadt.

Das Stiftungswesen in Hamburg hat eine lange Tradition. Immer mehr Menschen entscheiden sich, Ihr Vermögen in eine eigene Stiftung zu geben und auf diese Weise das gesellschaftliche Leben der Stadt mitzugestalten. Das Gesamtvermögen der Hamburger Stiftungen beläuft sich jetzt auf rund 4,6 Milliarden Euro. Davon kommen etwa 40 % sozialen Zwecken zugute.

In den vergangenen Jahren ist in Hamburg ein rechtliches und organisatorisches Umfeld entstanden, das diesen Gedanken fördern soll: Ein liberales Stiftungsrecht und eine konzen­trierte Stiftungsaufsicht gewährleisten ein unkompliziertes und zügiges Verfahren und eine einheitliche Anlaufstelle für alle stiftungsrechtlichen Angelegenheiten. Für die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung werden seit gut einem Jahr keine Verwaltungsgebühren mehr erhoben. Darüber hinaus hat sich Hamburg auf Bundesebene erfolgreich dafür eingesetzt, den Steuerfreibetrag bei Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung auf 1.000.000 Euro anzuheben.


Anstiften! 50 Impulse für HamburgAnstiften! 50 Impulse für Hamburg – In ihrem Jubiläumsjahr setzt die Körber-Stiftung auf neue Partnerschaften für gesellschaftlichen Fortschritt.

2009 wird die Körber-Stiftung 50, ihr Stifter Kurt A. Körber wäre 100 geworden. Ein doppelter Grund mehr, als nur zu feiern. Mit "Anstiften! 50 Impulse für Hamburg" startet die Körber-Stiftung einen Wettbewerb: Gesucht werden 50 Projektideen, die Hamburg voranbringen. 50 mal 5.000 Euro stellt die Körber-Stiftung dafür zur Verfügung. Und sie sucht 50 Hamburger Unternehmen, die mit nochmals je 5.000 Euro Partner eines der Projekte werden.

Die Stiftungsinitiative "Anstiften! 50 Impulse für Hamburg" bringt so die Menschen zusammen, die sich für Hamburg einsetzen und schafft ein gesellschaftliches Innovationskapital von einer halben Million Euro. Unternehmen und gemeinnützige Initiativen ziehen an einem Strang und entwickeln eine neue Form der freiwilligen Zusammenarbeit für die Gesellschaft.

Bewerben können sich bestehende und neue gemeinnützige Hamburger Projekte, Vereine, Schulen, Sozialeinrichtungen und Initiativen aus den Bereichen Bildung, Erziehung, Kunst, Kultur, Völkerverständigung, Jugend- und Altenhilfe sowie Umwelt.

Wichtig ist: Die Initiative muss neu sein. 50 von ihnen werden von einer unabhängigen Jury mit 16 Hamburger Experten unter dem Vorsitz von Jörg Pilawa ausgewählt. Alle Gewinner erhalten 5.000 Euro von "ihrem" Partnerunternehmen und 5.000 Euro von der Körber-Stiftung. Unterstützt wird "Anstiften!" von der Handelskammer und der Handwerkskammer Hamburg. Auch ihnen ist es zu verdanken, dass bereits viele Unternehmen zu "Anstiftern" wurden. Weitere interessierte Unternehmen sind herzlich willkommen. Für Bewerbungen und weitere Informationen: www.hamburg-anstiften.de


Rudolf-Ballin-Stiftung e. V.
Weidestraße 126, 22083 Hamburg
Telefon 0 40/270 70 20
E-Mail Geschaeftsstelle@rudolf-ballin-stiftung.de

 


Bürger-Stiftung Hamburg
Mittelweg 120, 20148 Hamburg
Telefon 0 40/87 88 96 96-0, Fax 0 40/87 88 96 96-1,
E-Mail info@buergerstiftung-hamburg.de


Stiftung Hamburg Maritim
Das maritime Erbe Hamburgs
Australiastraße Schuppen 52 a
20457 Hamburg
Telefon 0 40/75 11 469-10
E-Mail info@stiftung-hamburg-maritim.de

 

Buchtipp: In Hamburg stiften gehen

Buchtipp: In Hamburg stiften gehenvon Michael Göring, Verlag Ellert & Richter, 150 Seiten, Preis 9,95 Euro

Spaziergänge durch Deutschlands Stiftungshauptstadt

Kein Bundesland in Deutschland zählt im Verhältnis zu seinen Einwohnern so viele Stiftungen wie Hamburg. Selbst die Alsterfontäne, die von April bis Ende Oktober das Alsterwasser täglich bis zu 60 m hoch hinauf schießen lässt, verdankt ihren Fortbestand einer Stiftung.

Fünf Spaziergänge durch die Stadt zeigen, wie deutlich sich das Bürgerengagement von Mäzenen und Stiftern in zentralen Gebäuden und Einrichtungen widerspiegelt. Von St. Katharinen bis zum Ballindamm kann man die Orgel für Bach in St. Katharinen, die Patriotische Gesellschaft von 1765, das Bucerius Kunst Forum oder die Hapag-Lloyd-Stiftung kennen lernen.

Von den Landungsbrücken bis in die HafenCity sind die Stiftung der Hamburger Admiralität, die Körber-Stiftung, die Stiftung Elbphilharmonie und die Stiftung maritim mit ihrem Engagement zu bewundern. Auf einem Rundgang durch die Innenstadt haben sich Stifter unter anderem für die Öffentlichen Bücherhallen, die Kunsthalle, das Museum für Kunst und Gewerbe eingesetzt.

Auf dem Spaziergang vom Gänsemarkt zum hamburgmuseum geht es vorbei an der Staatsoper, der Bucerius Law School, der Laeisz-Musikhalle, der Carl-Töpfer-Stiftung in der Petersstraße bis zum Museum für Hamburgische Geschichte.

Auf dem fünften Spaziergang von der Universität zu Alster lernen Sie die die Helmut und Hannelore Greve Stiftung mit ihrem herausragenden Engagement für die Universität, das Museum für Völkerkunde, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die Staatliche Jungendmusikschule oder das Literaturhaus kennen.

Nehmen Sie sich die Zeit und lernen Sie die Stiftungshauptstadt Deutschlands auf spannenden Spaziergängen kennen: Jetzt bestellen bei amazon.deSie sehen die kleinen und großen, die alten und ganz neuen Stiftungen und erfahren viel über den typischen republikanischen Geist dieser Stadt und ihrer Bürger.

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