| Architektur-Highlights in Hamburg |
Die Rubrik "Architektur-Highlights in
Hamburg" ist ein stetig wachsender Pool der
interessantesten zeitgenössischen Bauten Hamburgs.
Im Verlauf finden Sie avantgardistisch anmutende Kunst
und moderne Architektur des 20. Jahrhunderts. Denn wo
Architekten keine Rücksicht auf historische Aspekte
nehmen müssen, entstehen teils herausragende Neubauten,
wellenförmig und gläsern. Die moderne Architektur ist
besonders auffällig und ungewöhnlich. Doch diese
Bauweise mit diversen Materialien beeindruckt viele
Besucher. Somit stößt man immer wieder auf faszinierende
Bauwerke, wenn man in Hamburg unterwegs ist.
ABC-Bogen
Der ABC-Bogen ist eines der modernsten und
fortschrittlichsten Bürogebäude Europas. Das architektonische Highlight
wurde im Jahre 2000 fertig gestellt, hat einen bogenförmigen Hauptteil und
einen wellenförmig geschwungenen Gebäudetrakt zur ABC-Straße. Auch die
Innenausstattung ist dem modernen Standard angepasst. Die durchgehende
Glasfassade des ABC-Bogens ist nicht nur optisch ein Höhepunkt, sondern
berücksichtigt als Klimafassade ökologische Aspekte. Das Gebäude wurde
zentral in der City errichtet, und zwar im Einkaufs- und Passagen-Viertel,
in der Nähe des Gänsemarktes. Der faszinierend gewölbte Bogen aus Beton und
Glas bietet 14.000 m 2 Nutzfläche im Erdgeschoß sind etwa
400 m 2 für Läden vorgesehen. Der Bau des ABC-Bogens begann 1998
und die Fertigstellung folgte im Jahre 2000, die Gebäudekosten beliefen sich
auf 21 Millionen Euro. Das zuständige Architekturbüro war Bothe, Richter, Teherani (BRT).
Berliner Bogen
Das eindrucksvollste Bürohaus am Berliner Tor ist der
Berliner Bogen, der eine ungewöhnliche Bogenform aufweist, die die Grenze
zwischen Dach und Wand auflöst. Der Berliner Bogen erstreckt sich über eine Länge von 140m,
eine Breite von 70 m und eine Höhe von 36 m. Im Innern befinden sich sechs
trapezförmige Wintergärten sowie 30.000 m 2 Bürofläche, die rund 1.200
Arbeitsplätze bieten. Aufgrund der Berücksichtigung von Klima- und
Lärmpuffern bei der Konstruktion des Bürohauses erübrigt sich die
herkömmliche Klimaanlage, und somit ist der Berliner Bogen auch ein
energiesparendes Haus. Dieses einzigartige, im Dezember 2001 fertig gestellte
Bauwerk wurde vom Architektenbüro BRT geplant und umgesetzt. Die Baukosten
für den Berliner Bogen beliefen sich auf zirka 110 Mio. Euro.
Channel Tower
Der
Channel Tower in Harburg ist mit 80 Metern das höchste Gebäude südlich der
Elbe. Seine individuelle Form spiegelt Industriearchitektur und moderne
Architektur wieder. Der Tower bietet vielfältige Außenansichten und bringt
Leben in das Harburger Channel Gebiet.
Die
treppenartige Gebäudeform vom 4. bis zum 7. Obergeschoss ermöglicht die
Aussicht über Harburg und Elbe hinweg bis nach Hamburg. Besondere Highlights
des Towers sind das separate Konferenzzentrum mit Lounge im 16.Obergeschoss
sowie das großzügige 5,60 m hohe Eingangsfoyer mit Café-Bar, das für
verschiedene Veranstaltungen dient. Außerdem bietet der Tower nicht nur eine
Menge Bürofläche, sondern auch günstige Wohnmöglichkeiten.
Das Silo
In der Harburger Hafenwelt, wo Tradition und Moderne
aufeinander treffen, steht das Silo im Schellerdamm 16 und ist eins der drei
einzigartigen Hochhäuser des Hafens. Das Bürogebäude bietet eine
sensationelle Aussicht auf den Hafen, und die Fassade verkörpert
Individualität durch ihre exklusive Gestaltung.
Die Architekten, Heiner Limbrock und Projektleiter Michael Pante, haben die alte Ästhetik des Silos
erhalten und es zusammen in etwas Neues verwandelt. Von den 16 Silozellen
wurden sechs beibehalten, die sich an die 14 modernen Büroetagen angleichen.
Die Schüttkegelhalle im Erdgeschoss blieb ebenfalls erhalten und wurde zu Gastronomie- und Ladenflächen umgebaut. So befindet sich im
Erdgeschoss das einmalige Restaurant "Silo 16".
Weitere Informationen
zum Restaurant "Silo 16"
Dockland
Das Dockland ist ein gigantisches Bürohaus aus Glas und
Stahl auf einem festem Sockel. Durch die bugförmige Auskragung um 24 Grad entsteht in der Gesamtansicht der Eindruck eines Schiffes. Damit ist das
Dockland eines der spektakulärsten Hamburger Kontorhäuser und eine Bereicherung
für die anspruchsvolle Hamburger Perlenkette, die den Uferstreifen zwischen
Neumühlen und der Speicherstadt städtebaulich verbindet. Da es direkt am
Eingang des Hamburger Hafens liegt, zwischen der Nordelbe und
Fischereihafen, bietet der Hafenrand optimale Verkehrsanbindung und ein
vielfältiges gastronomisches Angebot. Die Projektidee entstand 1995 und
wurde entworfen vom deutschen Architekturbüro BRT, das 1991 von Jens Bothe,
Kai Richter und Hadi Teherani gegründet wurde. Der Baubeginn war Ende 2002,
und die Fertigstellung folgte im Herbst 2005. Die Gebäudekosten beliefen
sich auf rund 30 Millionen Euro. Besonderheit beim Aufbau war das
Grundstück, das zum größten Teil auf der Wasserfläche ist und das speziell
für den Bau aufgeschüttet werden musste. Das Bauwerk besitzt auf der Landseite eine Treppe aus Holz und Glas mit 140 Stufen, die zur öffentlichen
Aussichtsplattform mit 480 m 2 führt und Einsicht in das Gebäude
bietet.
Außerdem besitzt es einen eigenen Fähranleger der Hapag-Hafenfähre und gehört somit zum Fährenbetrieb. Im Sockel befinden sich
24 Parkplätze und im Freien weitere 55 Stellplätze. Das Gebäude ist etwa
132 m lang, 29 m (über Land) hoch und 40 m (ab Wasserspiegel mit
Staffelgeschoss und Radar) hoch. Das Dockland wurde mit dem
Architekturpreis "Leaf Award" in der Kategorie "Best Structural Design"
ausgezeichnet.
Elbchaussee-Villa E 96
Die auffällige Villa E 96 ist definitiv eine auch für Hamburg
außergewöhnliche Location, die sich für alle Arten von Veranstaltungen und
Events eignet. Ob Familienfest, edles Geschäftsmeeting oder romantisches
Dinner zu zweit, für jede Gelegenheit bieten die exklusiven Örtlichkeiten
den richtigen Rahmen. Auf Wunsch wird auch ein Full-Service-Team angeboten,
das dem Besucher mit viel Erfahrung, kreativen Ideen und technischem
Know-how zur Seite steht, damit die Veranstaltung ein unvergesslicher Tag
wird.
Architekt Heinrich Stöter nennt seinen speziellen Stil "poetischen
High-Tech-Barock". Diese moderne Art von Architektur ist sehr farbenfroh und
auffällig. So prangt beispielweise eine rot-weiß gestreifte Wandfläche als
Farbtupfer in der sachlichen Glasfassade. In dem Bauwerk "Villa E96" wurden Kunst, High-Tech und Ökologie
verbunden. Weitere Informationen
zur Villa E 96
Elbphilharmonie (in Bau)
Hamburg erhält mit der Elbphilharmonie ein neues eindrucksvolles
Konzerthaus und Wahrzeichen, das einer der zehn besten Konzertsäle der Welt
werden soll. Zugleich soll die Elbphilharmonie als Aufführungsort für
klassische Musik und Popmusik dienen. Der 1963 erbaute Kaispeicher A, der
ein ehemaliges Kaffee- und Kakaolager ist, wird zur Elbphilharmonie Hamburg
umgebaut. Das wesentliche Ziel des Umbaues besteht darin, die
Elbphilharmonie mit drei Konzertsälen, einem Hotel, Wohnungen, einer Plaza
auf 37 m Höhe und Parkplätzen im Kaispeicher auszustatten. Der spektakuläre
Glasbau ist von dem Schweizer
Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen.
Weitere Informationen
zur Elbphilharmonie
Internationaler
Seegerichtshof
Die Bauarbeiten am Internationalem Seegerichtshof der
Vereinten Nationen begannen im Mai 1997 und wurden bereits drei Jahre
später, am 3. Juli 2000, fertig gestellt. Im Erdgeschoss des
internationalen Seegerichtshofs befindet sich eine Cafeteria und im
Obergeschoss sind exklusive Speiseräume vorzufinden. Das Grundstück ist ein
umfassendes Parkgelände mit vielen naturgeschützen, bis zu 350 Jahre alten
Bäumen, das sich bis zur Elbchaussee erstreckt.
Die Villa Schröder inmitten
dieser Parklandschaft dient dem Internationalem Seegerichtshof als
repräsentatives Kasino. Früher wurde die Villa Schröder für
gesellschaftliche Sommersitze Hamburger Kaufleute genutzt. Die Villa ist
durch einen von außen nicht sichtbaren Verbindungsgang mit dem
Internationalen Seegerichtshof verbunden. Trotz der modernen Eingriffe
strahlt die Villa immer noch in ihrem alten Glanz.
22609, Am Internationalen Seegerichtshof 1
Telefon 0 40/3 56 07-0
Perlenkette
Unter der Idee der "Perlenkette" sind in den vergangenen
zehn Jahren erstaunliche und abwechslungsreiche Gebäude entstanden, die dem
Hafenrand einen neuen Charakter verliehen haben. Ebenso haben Büros,
Wohnungen, Restaurants und Läden den Ort bunter und zu einem touristischen
Aufenthaltsort gemacht. Ziel der Perlenkette ist es, einerseits die
Wasserfläche der Stadt zu beleben, um die Faszination der Stadt zu
potenzieren und andererseits im Kernbereich Hamburgs das Wohnen stärker zu
etablieren. Weiterhin steckt hinter der Perlenkette der Wunsch, die
beschaulichen Fußwege und Promenaden miteinander zu verbinden. Somit ist die
Perlenkette ein gangbares und anspruchsvolles Leitmotiv.
Architektur in Hamburg: Der große Architekturführer
von Ralf Lange, Junius Verlag 2008, 384 Seiten, Preis: 29,90 Euro
Viel gebaut wurde in Hamburg schon immer. Zum einen, weil durch Brände
und Kriege vieles zerstört wurde und zum anderen, weil die Kaufmannsstadt
sich immer wieder neuen wirtschaftlichen uns sozialen Situationen angepasst
hat. Heute gilt Hamburg als attraktiver Wohnstandort mit einem Mosaik aus
unterschiedlichen Stadtteilen und Bauten. Gerade diese Unterschiede zwischen
den Hamburger Stadtteilen prägen dabei die Individualität der Hansestadt.
"Architektur in Hamburg" fasst zahlreichen Besonderheiten der Hamburger
Architektur in einer Mischung aus Architekturführer und Nachschlagewerk
benutzerfreundlich zusammen. Mehr als 1.000 Objekte aus Hamburg und Umgebung
werden in Einzeldarstellungen vorgestellt und dabei auch in ihre Geschichte
im städtebaulichen und zeitgeschichtlichen Kontext eingebettet. Der Aufbau
des Buches ermöglicht es dabei, die Bauten in 13 verschieden Rundgängen zu
besichtigen. Vier verschiedene Register (Architekten, Epochen, Gebäudetypen
und Straßen) erlauben außerdem das gezielte Suchen nach einem gewünschten
Thema.
Architektur in Hamburg.
Jahrbuch 2008
Hrsg. Hamburgische Architektenkammer, Junius Verlag 2008, 191 Seiten, Preis: 39,90 Euro
Das Jubiläums-Jahrbuch, herausgegeben von der Hamburgischen Architektenkammer, präsentiert jährlich die
wichtigsten Hamburger Bauten und wirft einen kritischen Blick
auf das aktuelle Architekturgeschehen in Hamburg. Im Jahrbuch 2008 werden u.
a. der Info-Pavillon Überseequartier/HafenCity (Bolles + Wilson),
das Projekt Betreutes Wohnen Engelbekhof (Akyol Gullotta Kamps
Architekten) sowie die Bibliothek und das Hörsaalgebäude der Bucerius Law School (Meding Plan +
Projekt GmbH) vorgestellt.
Die redaktionelle Verantwortung für das Jahrbuch 2008 tragen Dr. phil, Ullrich Schwarz,
Geschäftsführer der Hamburgischen Architektenkammer und Professor
am Institut für Architekturtheorie und Baukunst der TU Graz, Dirk Meyhöfer, Studium der Architektur, freier
Fachjournalist für Architektur und Städtebau sowie Claas Gefroi, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der
Hamburgischen Architektenkammer
und freier Autor und
Architekturkritiker.

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