Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA Hamburg) - hamburg-magazin.de

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Messestadt Hamburg

Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA Hamburg)

Logo der IBA Internationalen Bauausstellung Hamburg

Die IBA Hamburg – Internationale Bauausstellung findet von 2007 bis 2013 in den Hamburger Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel sowie im Binnenhafen von Harburg statt.

Unter dem Motto "Entwürfe für die Zukunft der Metropole" widmet sich die IBA der "europäischen Metropole im 21. Jahrhundert" und stellt sich mit den baulichen, sozialen und kulturellen Projekten den städtebaulichen und stadtpolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Die große Stadt, die Metropole – sie ist Schnittpunkt internationaler Kulturen und globaler Warenströme, Ort der Freiheit, der Möglichkeiten, aber auch der Gegensätze und Spannungen. Wie unter einem Brennglas verdichten sich hier die drängenden Fragen unserer Zeit:

Wie treten wir dem Klimawandel entgegen? Wie können die Städte den Druck der Globalisierung meistern und dabei ihre Traditionen erhalten? Wie schafft es eine Metropole, ökonomisch erfolgreich zu sein und zugleich ein Ort für alle Kulturen und Schichten zu bleiben? Wie lässt sich das Auseinanderfallen der Stadtgesellschaft verhindern, ohne dass ihre Vielfalt und Brüche vollends verwischen und damit die Faszination und Innovationskraft der Metropole?

Denn längst ist klar: Die Bruchstellen sind wertvoll; an den sozialen und kulturellen Grenzorten entsteht das Neue oft zuerst. Hier müssen Brücken geschlagen werden, müssen neue Verbindungen gesucht werden – hier helfen die alten Rezepte selten weiter.

Harburger Schloßinsel, Entwurf und Visualisierung Gärtner&Christ nach Planungen von Raumwerk Architekten & Club L94
Harburger Schloßinsel, Entwurf und Visualisierung Gärtner&Christ nach Planungen von Raumwerk Architekten & Club L94

Wie viele große Städte Europas hat auch Hamburg in den vergangenen Jahrzehnten den Sprung zur internationalen Metropole vollzogen, ist zunehmend von metropolitanen Kontrasten und Baustellen geprägt – besonders auf den Hamburger Elbinseln, wo Stadt und Hafen, Marsch und Wasser eine einzigartige Stadtlandschaft bilden. Mit ihrem von Verkehrsschneisen zerfurchten Gesicht und ihrem harten Nebeneinander der Milieus und Kulturen stehen die Elbinsel Wilhelmsburg, die Veddel und der Harburger Binnenhafen beispielhaft für den "inneren Stadtrand" – einen Raum, in dem die Spannungen und Chancen der Globalisierung stärker als anderswo aufeinandertreffen.

Die IBA Hamburg hat sich diesem besonderen Metropolenraum verschrieben, seinen Möglichkeiten und Problemen, seinen Konflikträumen, die in Wahrheit die Labore der Zukunft sind – für die ganze Gesellschaft.Denn die Gräben der Metropole ziehen sich weit durch das Land. Entwürfe für die Zukunft der Metropole sind immer auch Lösungen für die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Die IBA Hamburg stellt sich diesen Fragen und entwirft neue Räume für die Freiheit und die Möglichkeiten der Metropole. Räume, die dazu beitragen, dass die Gegensätze und die Spannungen der Stadtgesellschaft ihre Reibungskraft positiv entfalten – so dass die Metropole weiter der Ort der Innovation bleibt.

Die IBA Hamburg und ihre drei Leitthemen

Energiebunker Wilhelmsburg, Visualisierung HHS - Hegger Hegger Schleiff Planer + Architekten AG
Energiebunker Wilhelmsburg, Visualisierung HHS - Hegger Hegger Schleiff Planer + Architekten AG

Seit 1901 finden in Deutschland Bauausstellungen statt – bisher siebenmal, nun erstmals in Hamburg. Wie die meisten früheren Bauausstellungen ist auch die IBA Hamburg weit mehr als eine Ausstellung im klassischen Sinne. Es werden beispielhafte Lösungen für die drängenden Probleme der Städte gezeigt – für städtebauliche Probleme wie auch für Fragen der städtischen Ökonomie und der Stadtgesellschaft. So werden auch die Ergebnisse dieser IBA weit über gebaute Architekturen hinausgehen.

Gesucht werden neue Wege des sozialen und kulturellen Miteinanders in der Stadt – Lösungen, die Impulse für die Planungs- und Baukultur setzen.

Im Zentrum dieser IBA stehen zentrale Fragen der Metropolenentwicklung. Mit gebauten Beispielen, sozialen und kulturellen Projekten, Veranstaltungen, Dialogen und Publikationen macht sich die IBA Hamburg auf die Suche nach Entwürfen für die Zukunft der Metropole – und folgt dabei drei Leitthemen.

  • Auf der soziokulturellen Ebene zeigt die IBA Hamburg, welchen Gewinn die internationale Stadtgesellschaft – die KOSMOPOLIS – für eine Metropole bedeutet.
  • Innerhalb der Stadtgestaltung zeigt die IBA Hamburg, wie sich die "inneren Stadtränder"– die METROZONEN – zu einzigartigen und attraktiven Orten entwickeln.
  • Mit dem Themenschwerpunkt STADT IM KLIMAWANDEL wird die Vision einer Metropole Realität, die dem Klimawandel entgegentritt.

IBA-Exzellenz – die sieben Qualitätskriterien eines IBA-Projekts – Die Prüfung einer Projektidee erfolgt anhand von sieben Kriterien:

Kennedy & Violich Architecture, Smart Material House
Kennedy & Violich Architecture, Smart Material House

1. Besonderheit

Das Projekt muss sich durch eine besondere und originelle Note auszeichnen, Innovation verkörpern und sich im Vergleich mit einem "normalen" Projekt qualitativ hervorheben.

2. IBA-Spezifizität

Das Projekt darf ohne IBA-Unterstützung nicht oder nur schwer realisierbar sein. Es muss also nicht nur auf die IBA-Themen zugeschnitten sein, sondern darüber hinaus auch die IBA "brauchen".

3. Multi-Talentiertheit

Das Projekt sollte mehrere Aspekte der IBA-Leitthemen aufgreifen oder zumindest vielfältigen Ansprüchen genügen, es muss also ein "Multi-Talent" sein.

4. Strukturwirksamkeit

Das Projekt muss einen nachhaltigen Beitrag zur strukturellen Verbesserung der Wohn-, Arbeits- und Freizeitsituation im IBA-Gebiet leisten und sollte einer stadtwirtschaftlichen Bewertung standhalten.

5. Prozessfähigkeit

Das Projekt soll einen möglichst großen Kreis von Personen zum Mitmachen animieren, sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen können bzw. in Etappen realisieren lassen.

6. Präsentierbarkeit

Das Projekt muss präsentierbar sein. Nicht nur in baulicher Form, sondern auch als Beitrag zur Lösung von Fragestellungen im Rahmen der IBA-Leitthemen, wobei auch die Erlebnis-Note eine Rolle spielt.

7. Realisierbarkeit

Das Projekt sollte bis zum Jahr 2013 fertig gestellt werden können bzw. sollten dann die Realisierungsvoraussetzungen erfüllt sein – sowohl in rechtlicher, finanzieller als auch in technischer Hinsicht.

21.07.2010



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