Recycling & Entsorgung
Initiative "Mook wat PC" – Arbeit durch sinnvolle Nutzung ausrangierter PCs
Die Öko-Bilanz eines Computers ist erschreckend: der Energieaufwand für die Herstellung von nur zwei PCs wiegt einen ganzen Pkw auf. Der "ökologische Rucksack" eines Computers entsteht hier mit einem Löwenanteil von bis zu 90 %. Dennoch werden die meisten Computer schon nach drei Jahren ausgemustert und landen auf dem Schrott.
Das soll sich ändern, findet die "Hamburger Initiative für die Weiternutzung gebrauchter Computer": Vier große soziale Betriebe und Beschäftigungsträger haben sich zusammengeschlossen, um ausrangierte PCs wieder in eine sinnvolle Nutzung zu bringen. Greenpeace unterstützt diese Idee und verleiht der PC-Initiative sein Öko-Label "future product". Mit diesem Label will Greenpeace den ökologischen Umbau der Wirtschaft fördern: Besonders umwelt- und sozialverträglich hergestellte - also zukunftsfähige - Produkte können den Markennamen "future product approved by Greenpeace" tragen.
Zu der Hamburger Computer-Initiative gehören:
- Mook wat PC (Mook wat e. V.) - Das ABM-Projekt Mook Wat PC beschäftigt 15 zuvor arbeitslose Jugendliche in der Computerarbeit. Finanziert aus dem Sofortprogramm gegen Jugendarbeitslosigkeit des Bundes, sammeln sie ausgemusterte PCs von Behörden und Unternehmen ein, vernichten in ihren Werkstätten in Hamburg-Dulsberg nach hohen Sicherheitsvorgaben die Daten auf den Festplatten der gespendeten Computer, reinigen die Altgeräte, prüfen sie auf Schäden, rüsten sie zu Multimedia-PCs auf und binden sie in Netzwerke ein. Die so überholten Anlagen geben sie hauptsächlich an Hamburger Schulen weiter. In der Hälfte ihrer Arbeitszeit werden die jungen Frauen und Männer bei Mook wat PC in der Computeranwendung und -technik qualifiziert und eröffnen sich damit den Zugang in EDV-Berufe. Mehr im Internet.
- MÄC (Nutzmüll e. V.) - Acht meist schwerbehinderte Kommunikationselektroniker arbeiten in dem ABM-Projekt MÄC des Altonaer Vereins Nutzmüll von Hamburger Firmen gespendete Computer auf. Dringend gebraucht und nachgefragt werden diese "Neuwert-PCs" besonders von einer Vielzahl gemeinnütziger Einrichtungen. So bietet Nutzmüll seinen Beschäftigten neue Chancen auf eine dauerhafte Integration in den ungeförderten Arbeitsmarkt oder auf eine Ausbildung in einem IT-Beruf. Auch MÄC stellt damit eine ideale Verknüpfung von Arbeit, Qualifizierung, Umweltschutz und sozialem Engagement her.
- Elbe Werkstätten – 30 behinderte Mitarbeiter sind in dem als Entsorgungsfachbetrieb zertifizierten Recyclingbereich für Elektrogeräte der Elbe Werkstätten beschäftigt. Ihr Motto: fachgerechte Verwertung in Handarbeit. Höchstes Ziel ist hier die Trennung von Schadstoffen und die Rückgewinnung von Rohstoffen für die Wiederverwendung in neuen Produkten. Die noch brauchbaren Einzelteile aus den zerlegten Computern dienen als Ersatzteile zur Aufrüstung oder Reparatur gebrauchter PCs. Bis zu 95 Gewichtsprozent der zerlegten Elektro- und Elektronikgeräte werden von Recyclern zu Sekundärrohstoffen weiterverarbeitet. Hier geht es direkt zu den Elbe Werkstätten. - 30 behinderte Mitarbeiter sind in dem als Entsorgungsfachbetrieb zertifizierten Recyclingbereich für Elektrogeräte der Elbe Werkstätten beschäftigt. Ihr Motto: fachgerechte Verwertung in Handarbeit. Höchstes Ziel ist hier die Trennung von Schadstoffen und die Rückgewinnung von Rohstoffen für die Wiederverwendung in neuen Produkten. Die noch brauchbaren Einzelteile aus den zerlegten Computern dienen als Ersatzteile zur Aufrüstung oder Reparatur gebrauchter PCs. Bis zu 95 Gewichtsprozent der zerlegten Elektro- und Elektronikgeräte werden von Recyclern zu Sekundärrohstoffen weiterverarbeitet. Hier geht es direkt zu den Elbe Werkstätten.
- Genossenschaft der Werkstätten - Um langfristige und zukunftsorientierte Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu sichern, koordiniert die Genossenschaft der Werkstätten für Behinderte (GDW) die Arbeit der Elbe Werkstätten und acht weiterer sozialer Entsorgungseinrichtungen in Norddeutschland mit insgesamt 150 Beschäftigten. Gemeinsam mit den Werkstätten steht die GDW für die Einhaltung der Richtlinien des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (§52 KrWG) und von Qualitätsstandards nach der Norm DIN EN ISO 9002. Die Genossenschaft sorgt zudem für die Beschaffung und Organisation der Aufträge, die Rückführung von Wertstoffen in den Wirtschaftskreislauf und die Weiterleitung von Schadstoffen zur umweltgerechten Entsorgung. - Um langfristige und zukunftsorientierte Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu sichern, koordiniert die Genossenschaft der Werkstätten für Behinderte (GDW) die Arbeit der Elbe Werkstätten und acht weiterer sozialer Entsorgungseinrichtungen in Norddeutschland mit insgesamt 150 Beschäftigten. Gemeinsam mit den Werkstätten steht die GDW für die Einhaltung der Richtlinien des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (§52 KrWG) und von Qualitätsstandards nach der Norm DIN EN ISO 9002. Die Genossenschaft sorgt zudem für die Beschaffung und Organisation der Aufträge, die Rückführung von Wertstoffen in den Wirtschaftskreislauf und die Weiterleitung von Schadstoffen zur umweltgerechten Entsorgung.
Die "Hamburger Initiative für die Weiternutzung gebrauchter Computer" wird unterstützt durch die Hamburger Umweltbehörde und das Amt für Schule (Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung BSJB) und wissenschaftlich begleitet durch das Institut für Produktdauerforschung IPF (gefördert durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung).
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