Beruf & Bildung
Frischer Wind fürs Familienleben: 5 gute Gründe, Gastfamilie zu werden
© AFS
Latino-Musik aus dem Kinderzimmer, Sushi-Kurs am Küchentisch oder Baseball-Spielen im Garten: Gastfamilien erleben jeden Tag Neues und Erstaunliches. Jedes Jahr kommen 2.700 Jugendliche aus der ganzen Welt zum Schüleraustausch nach Deutschland, über 800 davon werden durch die gemeinnützige Jugendaustauschorganisation AFS betreut – auch in Hamburg und Umgebung. Anlässlich der Suche nach Gastfamilien in der Region hat AFS bei Familien nachgefragt, warum sie sich für die Aufnahme eines Austauschschülers entscheiden.
Ganz konkret: 5 gute Gründe, Gastfamilie zu werden:
1. Zuhause eine andere Kultur entdecken
Warum kommen Lateinamerikaner häufig zu spät? Wieso gibt es in Asien Suppe zum Frühstück? Eltern und Geschwister von Gastkindern lernen kulturelle Unterschiede im eigenen Zuhause verstehen. Der tägliche Kontakt mit einem Jugendlichen aus einem anderen Kulturkreis hilft, Vorurteile abzubauen, sich auf andere Denkweisen einzulassen, offener und toleranter zu werden. Von der so gewonnenen interkulturellen Kompetenz profitiert die ganze Familie – ob in der Schule, im Studium oder im Beruf.
2. Den Familienalltag bereichern
Paella kochen, Origami falten, Salsa tanzen: Ein Gastschüler motiviert die Familie zu neuen, gemeinsamen Unternehmungen. Der Gastschüler erlebt in der Familie typisch deutsche Gewohnheiten; umgekehrt bringt er ihr Traditionen aus seiner Heimat näher – so bleibt der Alltag spannend.
3. Ein internationales Familienmitglied gewinnen
Zwar bleibt der Gastschüler nur für begrenzte Zeit, die Freundschaft hält jedoch oft über den Austausch hinaus: Viele Familien bleiben mit ihren Gastkindern noch Jahre und Jahrzehnte in engem Kontakt, über Telefon, Internet und gemeinsame Reisen.
4. Neue Blickwinkel auf Gewohntes kennenlernen
Durch den Umgang mit einer anderen Kultur wird die eigene Sprache und Lebensweise viel bewusster: Warum reden die Deutschen immer über das Wetter? Warum "sägt" man mit einer Säge, "best" jedoch nicht mit dem Besen? Warum schenkt man sich zu Ostern Eier? Oft empfinden wir unsere Bräuche und Gewohnheiten als so normal, dass wir uns einbilden, das wäre überall so.
5. Die Entwicklung eines jungen Menschen fördern
Ein Austauschschüler entscheidet sich für die Zeit in einem anderen Land, um eine fremde Kultur und Sprache kennen zu lernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Das Gastkind bei seinen Fortschritten zu beobachten und zu unterstützen macht einfach Spaß. Letztlich sind es die persönlichen Erfahrungen, die den Aufenthalt in Deutschland wertvoll machen. Wer dazu beiträgt, fördert einen Jugendlichen nachhaltig Und was gibt es Schöneres, als das Gastkind am Ende des Jahres sagen zu hören: "Ich habe in Deutschland eine zweite Familie gefunden"?
Familien, die spannende interkulturelle Erfahrungen im eigenen Zuhause sammeln möchten, können sich bei AFS telefonisch unter 0 40/39 92 22-90 oder per E-Mail an regionalbuero-nord@afs.org melden.
"Offenheit, Anpassungsfähigkeit auf beiden Seiten und Lust auf Neues, das sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein tolles gemeinsames Jahr", sagt AFS-Mitarbeiter Haarbeck. Seit fast sechzig Jahren hat AFS Erfahrung in der Betreuung von Gastschülern und -familien in Deutschland. Ein erfahrenes Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern bereitet die Familien sorgfältig auf das Jahr mit dem Gastkind vor und steht auch während des Austauschs immer für Fragen zur Verfügung.
Ortsinformationen
Information
Schüleraustausch für Jugendliche und Freiwilligendienste für junge Erwachsene
Adresse
- AFS Interkulturelle Begegnungen e. V.
- Friedensallee 48
- 22765 Hamburg
- Telefon: 0 40/39 92 22-0
- Telefax: 0 40/39 92 22-99
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