Sturmflut – Wie wird gewarnt? - hamburg-magazin.de

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Sturmflutschutz

Sturmflut – Wie wird gewarnt?

Rechtzeitig vor Eintritt einer Sturmflut wird durch Böllerschüsse, Rundfunkdurchsagen und, wenn notwendig, auch durch Sirenensignal und örtliche Lautsprecherdurchsagen gewarnt! Sturmflutwarnungen werden in Höhen über Normalnull (NN) oder über dem Mittleren Hochwasser (MHW) angegeben. Man erhält die Höhe in NN, indem man zu Angaben in MHW etwa zwei Meter hinzurechnet.

Die Höhe der Sturmflut und die Eintrittszeit werden vom Hamburger Sturmflutschutz WADI berechnet und über WADI-Funk und über Rundfunk verbreitet. Tieferliegende Hafenteile überfluten bereits, wenn der Wasserstand eine Höhe von NN + 5,00 m erreicht. Der Hafen muss deshalb rechtzeitig und auf die erwartete Sturmfluthöhe abgestimmt für den Durchgangsverkehr gesperrt und ggf. zügig geräumt werden, um Gefahren für Leib und Leben soweit wie möglich auszuschließen. Die Entscheidung über die Sperrung und Räumung des Hafens ist an die zu erwartenden Wasserstände gekoppelt und wird zusammen mit der Behörde für Inneres vom Hafenstab HASTA angeordnet.

Warnung durch Böllerschüsse

Etwa sechs Stunden vor einem zu erwartenden hohen Wasserstand werden von den  Abschussbasen Stadtdeich, Hafentor, Maakenwerder Höft, Teufelsbrück und Ernst-August-Schleuse Böller abgefeuert! Es wird mit zwei schnell aufeinanderfolgenden Böllerschüssen gewarnt. Diese Warnung bedeutet, dass der zu erwartende Wasserstand höher als 4,50 m über  Normalnull eintritt, das sind mehr als 1,50 m über Mittlerem Hochwasser (MHW).Sturmflutwarnungen für das Hamburger Hafen- und Stadtgebiet werden verbreitet, wenn Wasserstände über NN +4,50 m erwartet werden (normales Tidehochwasser ca. 2,00 m über NN).

Warnung über Rundfunk

Die meisten Rundfunksender (z. B. NDR, RSH) geben regelmäßig Wasserstandsvorhersagen bekannt. Die Zeiten sind von Sender zu Sender  verschieden (NDR II z. B. im Anschluss an die 9.00-Uhr- und 22.00-Uhr-Nachrichten). Besteht die Gefahr einer Sturmflut mit einem Wasserstand von 5,00 m über NN  und höher, senden alle Rundfunksender etwa ab neun Stunden vor dem Hochwasser in kürzeren Abständen Warnungen der Behörde für Inneres. Im Extremfall enthalten die Warnungen auch die Anordnung zur Räumung und Evakuierung besonders gefährdeter Gebiete.

Warnung durch Sirenen

Zusätzlich werden im Ernstfall ab + 7,3 m über NN oder bei Gefahr des Versagens von bestimmten Hochwasseschutzanlagen in den sturmflutgefährdeten Gebieten die Sirenen ausgelöst (1 Minute Heulton). Das bedeutet: Rundfunkgerät einschalten und auf Durchsagen achten!

Örtliche Warnungen mit Lautsprecherwagen

Bei der Gefahr von Deichüberströmungen und Deichbrüchen warnen zusätzlich die Bezirksämter in den gefährdeten Gebieten vor Ort mit Lautsprecherwagen, ggf. fordern sie dazu auf, das Gebiet zu verlassen.

Warnung per Telefon

Die durch Hochwasser besonders gefährdeten Bewohner im Hafen werden vom Amt Strom- und Hafenbau über Telefon gewarnt.

Allgemeine Auskünfte hierzu erteilt Ihnen Hamburg Port Authority, Neuer Wandrahm 4, 20457 Hamburg, Telefon 0 40/4 28 47 11.

Warnung des Hamburger Sturmflutwarndienstes

Betriebe, Dienststellen und Haushalte, die mit besonderen Funkempfängern an  den Warndienst-Funkkreis angeschlossen sind, erhalten gezielte Vorhersagen. Wer die Meldungen abhören und einen dafür erforderlichen Spezialempfänger erwerben möchte, erhält Auskünfte bei Hamburg Port Authority, Telefon 0 40/4 28 47-47 11.

16.06.2010

Ortsinformationen

HPA Hamburg Port Authority

Neuer Wandrahm 4, 20457 Hamburg

0 40/42 84 70

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Bernhard-Nocht-Straße 78, 20359 Hamburg

0 40/31 90-25 25