Die gesetzliche Krankenversicherung - hamburg-magazin.de

Anzeige

Gesundheit & Lebenshilfe

Die gesetzliche Krankenversicherung

Krankenhausbett Pixelio  - Die gesetzliche Krankenversicherung© Rainer Sturm / pixelio.de

In Deutschland spricht man in Bezug auf die Krankenversicherung vom sogenannten "Zwei-Säulen-Modell". Eine Säule bildet die private Krankenversicherung (PKV), der wegen der Annahmebedingungen nur wenige Menschen beitreten können. Die weitere Säule ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), deren Mitglied rund 85 % der Deutschen sind.

Arbeitnehmer, die sich bei einer PKV versichern möchten, mussten 2011 mehr als 49.500 Euro brutto in den 12 Monaten vor Antragsstellung verdient haben. Des Weiteren sind unter anderem Studenten und viele Selbständige abschlussberechtigt – unabhängig vom Einkommen.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Beiträge und der Versicherungsschutz weitgehend einheitlich. Das Gesetz gibt vor, dass die Leistungen der GKV das Maß des Notwendigen nicht übersteigen. Bei der privaten Krankenversicherung gibt es diese Einschränkung nicht. Für viele ist die GKV dennoch vorteilhafter.

Für wen ist die gesetzliche Krankenversicherung die bessere Wahl?

Einige Personengruppen, darunter Studenten und viele Selbständige, haben die Wahl zwischen PKV und GKV. Bei der Privaten sind grundsätzlich bessere Leistungen möglich, doch sind diese oft mit hohen Kosten für den Versicherten verbunden. Gerade wer sich im Alter hohe Beiträge ersparen möchte, sollte sich für die Gesetzliche entscheiden. Bei gesetzlich Versicherten werden im Allgemeinen die Bruttoeinnahmen den Beiträgen zugrunde gelegt. Persönliche Faktoren wie Alter und Gesundheitszustand spielen hierbei keine Rolle. Bei der PKV hingegen erreichen die Beiträge gerade im Alter und bei Vorerkrankungen oft eine enorme Höhe.

Wer einen Ehe- oder Lebenspartner mit geringem Einkommen oder Kinder hat, kann diese unter bestimmten Voraussetzungen bei der GKV kostenlos mitversichern. Diese Möglichkeit der kostenlosen Familienversicherung gibt es bei der PKV nicht.

Auch Studenten und Praktikanten sind im Normalfall bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres kostenlos familienversichert. Besonderheiten gibt es, wenn sie neben ihrer Ausbildung arbeiten. Nach Ende der Familienversicherung können sie der vergünstigten Krankenversicherung der Studenten beitreten. Sie müssen dann nur 70 % des durchschnittlichen Beitragssatzes zahlen. Diese Möglichkeit besteht in der Regel bis zum Ablauf des 14. Fachsemesters eines Studiengangs oder bis zur Vollendung des 30. Lebensjahrs.

Die optimale gesetzliche Krankenversicherung finden

Die meisten Leistungen der GKV sind gesetzlich vorgeschrieben, in den restlichen Punkten gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern. Zudem erheben manche gesetzliche Krankenkassen hohe Zusatzbeiträge. Wer den für sich optimalen Tarif finden möchte, sollte daher zunächst mehrere Angebote vergleichen.

24.10.2011



Anzeige

in Hamburg