Beratung
Wohnen im Alter
Wenn man irgendwann nicht mehr alleine leben möchte und in gewissen Bereichen auch Hilfe benötigt, gibt es in Hamburg zahlreiche schöne Alternativen zur eigenen Wohnung. Es ist immer schwierig, den eigenen Besitz aufzugeben und das gewohnte Umfeld zu verlassen. Aber oft bringt eine Seniorenresidenz oder auch eine Seniorenwohnung noch einmal neue Herausforderungen, neue Freundschaften und neue Lebensfreude mit sich! Hier haben wir für Sie einige Tipps für das Wohnen im Alter zusammengestellt.
Seniorenresidenzen
Bewohner einer Seniorenresidenz wohnen in einer Unterkunft mit einem hotelähnlichen Charakter, das bietet in erster Linie Unabhängigkeit. Bewohner können die Restaurant- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen und werden von der täglichen Haushaltsführung befreit. Eine häusliche Pflege im eigenen Appartement ist je nach Bedarf immer gewährleistet – im Krankheitsfall steht immer qualifiziertes Personal zur Verfügung. Wenn man alleine sein möchte, kann man sich auf sein Appartement zurück ziehen, aber wenn man in Gesellschaft sein möchte, gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten.
Alten- und Pflegeheime
Alten- und Pflegeheime bieten Unterkunft, Betreuung und Verpflegung für Menschen, die ihren Haushalt gar nicht mehr alleine führen können und wollen. Im Gegensatz zu einer Seniorenresidenz muss man sich hier an einen festen Tagesablauf, der für alle Bewohner gleich ist, halten. Es gibt auch zahlreiche gemeinsame Freizeitangebote.
Die Auswahl des Pflegeheims ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Information, und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Jeder zehnte Pflegeheimbewohner wird laut einem Pflegebericht des Medizinischen Dienstes in seinem Heim so schlecht versorgt, dass er körperliche Schäden erleidet. Daher ist es besonders wichtig, sich rechtzeitig über die Einrichtungen zu informieren und sie bei einem Besuch kritisch unter die Lupe zu nehmen. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollten darauf achten, ob der Anteil an fachlich ausgebildeten Pflegekräften hoch ist. Gute Pflegeheime dokumentieren außerdem, ob die Menschen ausreichend getrunken haben und ob sie regelmäßig umgebettet wurden. Bei der Vertragsgestaltung bestehen künftige Heimbewohner am besten auf kurze Kündigungsfristen von maximal einer Woche, denn bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands kann ein schneller Wechsel in ein Spezialheim notwendig werden. "Auch bei mangelnder Pflege, schlechtem Service und liebloser Betreuung kann man dann schneller in ein besseres Heim wechseln", informiert Pflegeexpertin Marina Mücke von der Techniker Krankenkasse. Viele Heime bieten vor einem Einzug die Möglichkeit eines Probewohnens. Das erleichtert die Entscheidungsfindung und kann vor bösen Überraschungen bewahren.
Seniorenwohnungen
Seniorenwohnungen sind meist als ganze Seniorenwohnblöcke angesiedelt. Das ist eine gute Alternative für Senioren, die noch verhältnismäßig fit und selbstständig sind. Jeder Mieter führt hier nämlich seinen Haushalt selbst. Das besondere an diesen Wohnungen ist der altengerechte Ausbau des Bades des weiteren gibt es Ansprechpartner im Haus, die entweder selbst mit Rat und Tat zur Seite stehen oder aber Hilfe organisieren. Es wird auch ein vielfältiges Freizeitprogramm angeboten, und es herrscht das Motto "Jeder hilft Jedem".
Wohngemeinschaft für Jung und Alt
In einer Wohngemeinschaft für Jung und Alt profitieren Senioren und jüngere Menschen vom gemeinsamen Leben. Während jüngere Familien sich freuen, eine große und bunte Familie zu haben, und das Kind den "Möchtegern-Großeltern" gerne hin und wieder zum Geschichtenerzählen geben, haben auch die Senioren klare Vorteile beim Zusammenleben. Die Wohnungen sind barrierefrei eingerichtet, so dass niemand ausziehen muss, wenn er pflegebedürftig wird; man unterstützt sich gegenseitig bei Krankheiten oder anderen Problemen, und Langeweile oder das Gefühl von Isolation kann gar nicht erst aufkommen. Viele Wohngruppen haben gemeinsame Rituale, wie z. B. Leseabende, gemütliches Frühstück oder kleine Spaziergänge. Daher entscheiden sich immer mehr Menschen für diese Wohnform; einige hundert Projekte existieren in Deutschland bereits, und es werden noch mehr werden.
Die generationenübergreifenden Wohngemeinschaften sind ein Projekt mit Zukunft, denn durch den demografischen Wandel wird die Zahl der älteren Menschen, die Unterstützung benötigen, weiterhin ansteigen. Außerdem sind diese Gemeinschaften ganz im Sinne des Leitbilds "Wachsende Stadt", denn sie können verhindern, dass junge Familien ins Umland abwandern.
In Hamburg wird das Konzept vor allem in zwei größeren Projekten gelebt, nämlich in der Max-Brauer-Allee und in der Lutterothstraße 39.
Häusliche Pflege
Mit der Häuslichen Pflege gibt es die Möglichkeit sich zu Hause von einem Ambulanten Pflegedienst betreuen zu lassen. Die Einteilung, wie oft man Hilfe benötigt und wobei erfolgt hier dann je nach Pflegestufe. Erkundigen Sie sich bei Bekannten nach empfehlenswerten Diensten, nur Pflegedienste, die einen Versorgungsvertrag mit der Kasse abgeschlossen haben, können Leistungen zu 100 % mit der Pflegekasse abrechnen. Informieren Sie sich genau welches Kassenleistungen sind und welche Leistungen Sie selbst zahlen müssen.
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