Beratung
Sozial aktiv im Alter: Engagement und Freiwilligenarbeit
Ein ehrenamtliches Engagement bietet oft eine gute Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und dabei eigene Kenntnisse und Erfahrungen einzubringen, somit kann man gemeinsam etwas bewegen und dabei noch Gutes tun! Es gibt verschiedene Organisationen, die zum einen Senioren die Möglichkeit bieten, anderen Leuten aktiv in den verschiedensten Bereichen zu helfen, zum anderen aber auch die Möglichkeit dass ihnen geholfen wird. Es können z. B. Hilfen im handwerklichen Bereich sein oder aber auch "Leih Omis" oder "Leih Opis", die Familien unterstützend zur Seite stehen und vieles mehr!
Unsere Gesellschaft befindet sich in einem grundlegenden Wandel, denn die Bevölkerungsstruktur wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten rasch verändern. Dieser Wandel ist mit fundamentalen Fragen nach dem Zusammenhalt der Gesellschaft von morgen verbunden. Unverkennbar bietet die künftige "Gesellschaft eines langen Lebens" aber auch neue Chancen. Voraussetzung dafür ist, dass wir alt nicht mehr gleichsetzen mit krank und pflegebedürftig. Wir brauchen ein positiveres, differenzierteres Bild vom Alter. Notwendig sind gute Rahmenbedingungen, die es älteren Menschen erlauben, so lange wie möglich selbstständig ihr Leben zu gestalten. Für viele gehört unzweifelhaft zur Lebensgestaltung, dass sie sich aktiv in die Gesellschaft einbringen. Senioren engagieren sich nicht nur im traditionellen Ehrenamt in der Familie oder als Schöffe, sondern auch für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, in Stadtteilgruppen oder im Umweltschutz.
Wir wären schlecht beraten, wenn wir auf die Kompetenzen Älterer verzichten würden. Aber Senioren dürfen nicht das Gefühl haben, von der Gesellschaft "einverleibt" oder "nur in die Pflicht genommen" zu werden. Auch für Ältere muss eine passgenaue Vermittlung eines Engagements möglich sein und die freiwillige Tätigkeit mehr Sozialprestige bekommen. Ältere Menschen sind in der Gesellschaft gefragt wie nie zuvor – Sie sind ein "Aktiv-Posten". Wir benötigen ihr Wissen und ihre Mitverantwortung, aber auch ihr aktives Eintreten für ihre Anliegen. Wir müssen ihre Möglichkeiten der Teilhabe verbessern, damit sie ihre Erfahrungen wirkungsvoll in Ehrenamt, Politik und das Wirtschaftsleben einbringen können.
Wer keine eigenen Enkelkinder hat, sehnt sich oft danach, einem kleinen Kind Nähe und Geborgenheit zu geben und dafür eine lebendige Bereicherung im eigenen Leben zu spüren. Ob Zoobesuch oder Schwimmen, Schneeballschlachten oder Kekse backen: Mit einem Kind können Sie alles noch einmal mit anderen Augen sehen. Für das Kind wiederum ist es wichtig, Lebenserfahrung vermittelt zu bekommen und eine ältere Bezugsperson zu haben. Großelterndienste sind eine Erscheinung der letzten Jahre, da heutzutage Eltern und Großeltern oft weit auseinander wohnen und viele Großeltern vergeblich auf Enkelkinder warten.
Leben im Alter
Das Projekt "Leben im Alter" der Gemeinderegion Alsterbund und der Hamburgischen Brücke e. V. bietet Interessierten ein Freiwilligen-Forum. Menschen, die sich in Eppendorf und der Gemeinderegion Alsterbund ehrenamtlich engagieren möchten, können sich im Freiwilligen-Forum über freie "Stellen" informieren und anderen wertvolle Zeit schenken. Informationen unter Telefon 0 40/48 78 39.
"Senioren betreuen Kinder" (SbK)
Die Initiative sucht Senioren, die Lust und Zeit haben, hin und wieder Kinder zu betreuen, um so berufstätige Eltern zu entlasten. Die Gründerin Birgit Riemann vermittelt kostenlos Kontakte zwischen "Leih-Omis" und suchenden Eltern. Alles weitere - ob für die Betreuung eine Bezahlung verlangt wird und wie oft die Hilfe in Anspruch genommen wird - kann dann jeweils individuell besprochen werden. Weitere Informationen gibt es bei Frau Riemann unter der Telefonnummer 0 48 24/15 67 oder per Fax unter 0 48 24/300 577.
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Veranstaltungstipps
09.02.2012 - 17.03.2012
Raum 1: Dirk Reinartz: "St. Georg" / Raum 2: Roman Bezjak: "Sozialistische Moderne"
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