Im Notfall zählt jede Sekunde – Traumanetzwerk Hamburg - hamburg-magazin.de

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Hilfe im Notfall

Im Notfall zählt jede Sekunde – Traumanetzwerk Hamburg

BUKH BGSW Gebäude - Im Notfall zählt jede Sekunde – Traumanetzwerk Hamburg© BUKH BGSW

Mehr als 1.000 Schwerverletzte gibt es jedes Jahr in Hamburg. Im Notfall zählt für sie jede Sekunde: Um die Patienten vom Unfallort möglichst schnell in ein passendes Krankenhaus zu bringen, wurde 2009 das Traumanetzwerk Hamburg gegründet. Zwölf Krankenhäuser aus Hamburg und der Region arbeiten darin zusammen, unter ihnen auch das Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH).

Die Krankenhäuser des "Traumanetzwerks Hamburg" haben gemeinsame Kriterien für die Aufnahme und Weiterverlegung von Patienten sowie einheitliche Behandlungsabläufe und spezielle Weiterbildungen eingeführt. Über so genannte Traumahandys tauschen sie Informationen über Kapazitäten und Versorgungsmöglichkeiten aus. So kann im Idealfall noch an der Unfallstelle geklärt werden, welche Einrichtung der Rettungsdienst anfahren soll. Auch die Ausstattung, beispielsweise im so genannten Schockraum, wurde standardisiert. Die Richtlinien dafür gibt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) vor, geprüft hat sie die Zertifizierungsgesellschaft DIOcert.  

Im BUKH ist das Traumahandy bereits seit 2010 aktiviert. Das Telefon ist dem diensthabenden Oberarzt der Unfallchirurgie zugeordnet und soll den Zweck einer schnellen Erreichbarkeit innerhalb des Traumanetzwerkes Hamburg erfüllen. Die Nummer des Traumhandys ist den teilnehmenden Kliniken bekannt und ist im BUKH über die Pforte oder die Telefonzentrale zu erreichen.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat ein Konzept zur Einrichtung regionaler, an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Netzwerken von Kliniken zur Schwerverletztenversorgung entwickelt (TraumaNetzwerk DGU der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie). Die daran teilnehmenden Einrichtungen übernehmen entsprechend ihrer Ausstattung und Struktur unterschiedliche Aufgaben in diesem Netzwerk als überregionale, regionale oder lokale Traumazentren.

Wesentliche Bestandteile des Traumanetzwerks Hamburg:

  • Definierte Kriterien zur Aufnahme und Weiterverlegung eines Patienten vom Unfallort in ein Traumazentrum
  • Einführung einheitlicher personeller, struktureller und organisatorischer Voraussetzungen (z. B. Schockraumausstattung)
  • Formulierung von standardisierten Behandlungsabläufen und Verlegungskriterien für die Frühphase der Schwerverletztenversorgung auf Basis der evidenzbasierten Leitlinien der DGU (z. B. S3-Leitlinie der DGU)
  • ärztliche Qualifizierung durch verpflichtende Teilnahme an speziellen Ausbildungsprogrammen (z. B. ATLS®, regionale äquivalente Weiterbildungsmaßnahmen zur Schwerverletztenversorgung)
  • Teilnahme an internen und externen qualitätssichernden Maßnahmen und Erfassung der aktuellen Versorgungszahlen und -abläufe auf Basis des TraumaRegistersQM der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (www.traumaregister.de) und weiterer Programme
  • Einrichtung von klinischen Telekommunikationssystemen, die es den Rettungsdiensten und den teilnehmenden Kliniken ermöglicht, bereits an der Unfallstelle oder in der Notaufnahnahme wesentliche Befunde zu übermitteln, um die notwendigen Konsequenzen für die Einleitung lebenserhaltender Maßnahmen ohne Zeitverzögerung ziehen zu können

Mitglieder des Traumanetzwerks Hamburg:

  • Überregionales Traumazentrum:
    Asklepios Klinik Altona
    Asklepios Klinik St. Georg
    BG Unfallkrankenhaus Hamburg Boberg
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Regionales Traumazentrum:
    Asklepios Klinik Hamburg Harburg
    Asklepios Klinik Wandsbek
    Krankenhaus Buchholz
    Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
    Städtisches Klinikum Lüneburg
  • Lokales Traumazentrum
    Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift
    Katholisches Marienkrankenhaus
    Krankenhaus Winsen

29.12.2011

Ortsinformationen

Information

Traumanetzwerk Hamburg

Adresse

  • Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg BUK
  • Bergedorfer Straße 10
  • 21033 Hamburg
  • Telefon: 0 40/73 06-0
  • Telefax: 0 40/7 39 46 60
  • E-Mail: mail@buk-hamburg.de

  • Fahrplan

Barrierefreiheit

nicht Behindertengerecht

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