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Aktiver gegen Essstörungen – Neues Beratungsangebot für Jugendliche

Adipositas, Bulimie, Binge Eating oder Anorexie – problematisches Essverhalten von Jugendlichen kann viele Namen oder Formen haben. Betroffen davon sind sowohl Mädchen wie auch Jungen. Um einer echten Fehlentwicklung frühzeitig entgegen zu wirken und damit eine mögliche Erkrankung an einer Essstörung zu verhindern, wurde mit Unterstützung der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) das spezielle Beratungsangebot sMUTje (Starthilfe für mutige Jugendliche mit Essstörungen) beim Träger Brücke e. V. gestartet.

Seit Jahresbeginn werden in den Bezirken Wandsbek, Altona, Bergedorf und Harburg Beratungen angeboten. Eine weitere Stelle des Projektes in Eimsbüttel nimmt nun die Arbeit auf. Diese Verteilung über das Stadtgebiet ermöglicht es den Jugendlichen, wohnortnah Hilfe zu finden. Ergänzt wird diese Unterstützung der Jugendlichen durch Informationen und Beratung für Angehörige und Fachkräfte aus ihrem Umfeld.

"Viele denken bei Essstörungen zuerst an Mädchen. Aber es betrifft auch Jungen. Deshalb brauchen wir ein Angebot, das Jugendliche beiden Geschlechtes gleichermaßen anspricht. SMUTje bietet dies", so Gesundheitssenator Dietrich Wersich. "Wir wollen es allen Betroffenen auf einfache Weise und mit kurzen Entfernungen ermöglichen, Ansprechpartner und Unterstützung zu bekommen, den Weg in das Hilfesystem zu finden und ihre Probleme so möglichst schnell in den Griff zu kriegen. Durch diese frühzeitige Hilfe besteht die Chance, dass sich eine Essstörung nicht dauerhaft verfestigt und wir einen eventuellen langen Leidensweg für Betroffene wie auch Angehörige verhindern können."

Durch das neue Angebot werden, wie im Regierungsprogramm vereinbart, die Beratungsmöglichkeiten für Minderjährige mit Essstörungen ausgeweitet. Zur Finanzierung durch die BSG sind ab 2011 jährlich 100.000 Euro im Haushalt eingeplant. Der seit vielen Jahren im Hamburger Hilfesystem tätige gemeinnützige Verein "Die Brücke e. V." hat die Aufgaben übernommen und stellt das flächendeckende Beratungsangebot für Jugendliche sicher. Diese Beratung wird – kostenfrei und anonym – telefonisch, per E-Mail oder persönlich vor Ort an sechs Standorten in fünf Bezirken durchgeführt. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.bruecke-online.de zur Verfügung.

09.02.2011

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