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Kultur

Klassische Konzerte 2010

Neu: Hamburger Ostertöne 2010. Brahms und Moderne
2. bis 5. April 2010
, Laeiszhalle Hamburg und St. Katharinen


Baiba Skride, Foto Marco BorggreveNordic Concerts: Baiba Skride & das City of Birmingham Symphony Orchestra –  Die Fußstapfen Simon Rattles sind groß, aber der 31-Jährige aus Riga füllt sie aus: Andris Nelsons sorgt seit letzter Saison in Birmingham für Furore. Von Neeme Järvi und Mariss Jansons ausgebildet, wurde er 2003 Chefdirigent der Lettischen Nationaloper. Die größten Häuser und Orchester Europas ließen sich nicht lange bitten: ein Shootingstar in jeder Hinsicht. Ähnliche Höhenflüge erlebt auch seine drei Jahre jüngere Landsfrau Baiba Skride: Die Wahlhamburgerin wird bereits zur Elite der neuen Geigergeneration gerechnet und brilliert bei den Elbphilharmonie Konzerten mit Schostakowitschs Violinkonzert, für dessen Einspielung sie 2006 den Echo gewann.

Der lettische Dirigent Andris Nelsons ist Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra. Obwohl Nelsons noch am Anfang einer internationalen Karriere steht, macht insbesondere dieser Erfolg ihn zu einem der vielversprechendsten jungen Dirigenten der Gegenwart. I

Gerade erst Mitte zwanzig, spielte Baiba Skride bereits mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Philharmonia Orchestra, der Melbourne Symphony und dem Residentie Orkest.

Am Dienstag, 23. März 2010, um 20.00 Uhr im Großen Saal der Laeiszhalle. Konzertkarten gibt es direkt hier. Konzerteinführung um 19.15 Uhr im Kleinen Saal.

Auf dem Programm stehen:

  • Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-moll op. 77
  • Igor Strawinsky: "L'oiseau de feu", Der Feuervogel – Symphonische Suite (Fassung von 1919)

Rising Stars: Emil Jonason und Peter Friis Johansson – Emil Jonason und Peter Friis Johansson zählen zu den "Nordlichtern" der "Rising Stars". Nominiert von der Stockholm Concert Hall Foundation, gehören die Schweden zu den vielversprechendsten Talenten ihres Landes und den Stars von morgen. In Hamburg präsentieren sie am Donnerstag, 25. März 2010, um 20.00 Uhr ihr Können im Kleinen Saal der Laeiszhalle.

Die Klarinette, sonst in der klassischen Musik eher unterbelichtet, erlebt dank prominenter Protagonisten wie Sabine Meyer, Jörg Widmann oder Martin Fröst zurzeit eine erstaunliche Renaissance. Der schwedische Klarinettist Emil Jonason ist nun auf dem besten Wege, diese illustre Reihe in der nächsten Generation fortzuführen. Erst vor zwei Jahren hat er sein Studium in Stockholm bei ebenjenem Martin Fröst abgeschlossen – und dabei einen derartigen Eindruck hinterlassen, dass er prompt ausgewählt wurde, als "Rising Star" in den großen europäischen Konzerthallen zu spielen. Auf dem Programm stehen:

  1. Leonard Bernstein: Sonate für Klarinette und Klavier
  2. Emmy Lindström: "Magnolia" für Klarinette solo
  3. Camille Saint-Saëns: Sonate Es-Dur op. 167 für Klarinette und Klavier
  4. Claude Debussy: Rhapsodie Nr. 1 für Klarinette und Klavier
  5. Anders Hillborg: Tampere Raw
  6. Johannes Brahms: Sonate f-moll op. 120 / 1

Konzertkarten gibt es direkt hier.


Laudamus te. Ein Quodlibet aus Bachs Kirchenmusik – Am Freitag, 26. März 2010, wird um 20.00 Uhr in der Hauptkirche St. Katharinen ein Quodlibet aus Bachs Kirchenmusik zu hören sein:

  • Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonia Nr. 1 G-Dur
  • Johann Sebastian Bach: Die Welt mit allen Königreichen (Wer mich liebet, der wird mein Wort halten BWV 59)
    Die Schätzbarkeit der weitern Erden (Ich bin in mir vergnügt BWV 204)
    Ja ja ich halte meinen Jesum feste (Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn
    BWV 157)
  • Carl Philipp Emanuel Bach: Hamburger Symphonie Nr. 4 A-Dur (Allegro Assai)
  • Johann Sebastian Bach: Angenehmer Zephyrus (Der zufriedene Aeolus BWV 205)
    Hier meines Vaters Stätte (Liebster, Jesu mein Verlangen BWV 32)
    Erbarme dich, mein Gott (Matthäuspassion BWV 244)
    Ouverture / Orchestersuite Nr. 2 h-moll BWV 1067
    Wenn Trost und Hülf ermangeln muss (Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut BWV 117)
    Laudamus te (Messe h-moll BWV 232 "Hohe MesseC")
    Wann kommst du, mein Heil? (Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 140)
    Ich bin vergnügt in meinen Leiden (Ach Gott, wie manches Herzeleid BWV 58)
    Gebt mir meinen Jesum wieder (Matthäuspassion BWV 244)
    Air (Ouverture / Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068)
    Welt ade, ich bin dein müde / Duett (Der Friede sei mit dir BWV 158)

Es singen und spielen:
Christine Schäfer, Sopran;  Matthias Goerne, Bariton; Hilary Hahn, Violine sowie das Münchener Kammerorchester unter Alexander Liebreich.

Karten gibt es direkt hier.


Sonatenabend mit Tabea Zimmermann und Kirill Gerstein – Klasse statt Masse: Zwar macht das Repertoire an Solo- und Duosonaten für Bratsche nur einen Bruchteil der entsprechenden Literatur für Violine aus, aber dafür ist das vorhandene Material überwiegend von besonderer Güte. So zählt Brahms' Sonate op. 120/2 mit ihrem pointierten Variationen-Finale ebenso zu den Dauerbrennern des Konzertlebens wie Schostakowitschs Sonate op. 147 als ergreifender Abgesang eines großen Komponistenlebens. Und Strawinskys "Elegie" zeigt, wie man in nur fünf Minuten mit einem einzigen Instrument einen reichen Klangkosmos entstehen lassen kann.

Die Weltklassebratschistin Tabea Zimmermann begleitet die erste Saison der Elbphilharmonie Konzerte als Artist in Residence.

1979 im südwestrussischen Voronezh geboren, begann Kirill Gerstein seine musikalische Ausbildung an einer russischen Begabtenschule. Schon bald folgten die Auszeichnung mit dem Internationalen Bach Preis, sein Orchesterdebüt und das Studium am Berklee College in Boston. Nicht nur die Klassik, sondern insbesondere der Jazz prägte viele Jahre seine künstlerische Entwicklung. Das klassische Studium absolvierte er an der Manhattan School of Music, wo er bei Solomon Mikowsky studierte. Soeben wurde der Russe mit dem 300,000 dotierten Gilmore Artist Award 2010 ausgezeichnet, der alle vier Jahre an einen aufstrebenden, zweifellosen Pianisten vergeben wird.

Sonntag, 28. März 2010, um 20.00 Uhr Kleinen Saal der Laeiszhalle statt. Konzertkarten gibt es direkt hier. Konzerteinführung um 19.15 Uhr.


Drums and Dreams: Beat Furrer, Schlagquartett Köln und das Ensemble Resonanz – Das Schlagwerk ist nach 1945 mehr und mehr in den Vordergrund der zeitgenössischen Musik gerückt. Ein Komponist wie Beat Furrer zeigt, wie viel Prägnanz in den unscheinbaren Nebenklängen von Streichern und Bläsern steckt. Trotz zerbrechlicher Oberfläche brodelt es daher in vielen Werken des Komponisten. In Hamburg stellt er seine neueste Komposition für Schlagwerk und Kammerorchester vor.

Das Hamburger Ensemble Resonanz steht für innovative Kammermusik, einen frischen Stil und experimentelle Projekte an ungewöhnlichen Spielorten. Seit 2002 sind die Streicher "Ensemble in Residence" der Laeiszhalle und treten in unterschiedlicher Formation auf.

Am Mittwoch, 31. März 2010, um 20.00 Uhr  im Großen Saal der Laeiszhalle. Konzertkarten gibt es direkt hier. Konzerteinführung um 19.10 Uhr im Kleinen Saal.

Programm:

  1. Claude Vivier: Zipangu
  2. Beat Furrer: "antichesis" für 14 Streicher (2006)
  3. Béla Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106
  4. Beat Furrer: Neues Werk für Schlagwerk und Kammerorchester (2010)

Rolando Villazón mit Händel-ArienRolando Villazón mit Händel-Arien – Fast ein Jahr mussten Sängerliebhaber in aller Welt auf Rolando Villazóns Stimme verzichten. Im Frühjahr 2010 kehrt der berühmteste aller Tenöre auf die Konzertbühnen zurück – die Hamburger können ihn exklusiv am 26. April 2010 im Rahmen der Elbphilharmonie Konzerte erleben. Im ursprünglich für Mai 2009 geplanten Konzert präsentiert er gemeinsam mit dem englischen Alte-Musik-Ensemble "Gabrieli Consort & Players" unter der Leitung von Paul McCreesh Arien von Georg Friedrich Händel. "Wir freuen uns sehr, nun unser Versprechen einlösen zu können, Rolando Villazón so bald wie möglich nach seiner Genesung wieder nach Hamburg zu holen – sicher ein schönes Weihnachtsgeschenk für den einen oder anderen Villazón-Fan." so Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie und Laeiszhalle.

Publikum wie Fachkritik verehren Rolando Villazón nicht nur wegen seiner himmlischen Stimme, sein Bühnencharisma ist legendär. Passend, dass er sich für sein Konzert in der Laeiszhalle leidenschaftliche Arien des weltberühmten Wahlhamburgers Georg Friedrich Händel ausgesucht hat.

Montag, 26. April 2010, 20.00 Uhr, in der Laeiszhalle. Um 19.15 Uhr gibt es eine Einführung im Kleinen Saal. Konzertkarten gibt es direkt hier.


Nino Machaidze – Nino Machaidze wird heute schon als "zweite Anna Netrebko" gefeiert, und das zu Recht. Trotz ihres jungen Alters war sie bereits auf den berühmtesten Bühnen dieser Welt zu Gast: nicht nur in Salzburg, sondern auch an der Mailänder Scala begeisterte sie ihr Publikum. Zurzeit ist sie in der berühmten Rolle der "Lucia" aus der gleichnamigen Oper "Lucia di Lammermoor" von Donizetti an der traditionsreichen Monnaie in Brüssel zu sehen; für 2010 ist ihr Debüt an der Met geplant.

Am 13. Mai 2010, 19.00 Uhr, in der Laeiszhalle. Konzertkarten gibt es direkt hier.


Jonas Kaufmann singt deutsche KomponistenJonas Kaufmann singt deutsche Komponisten – Nach seinen Zusatzkonzerten im Januar 2009 geht der wohl beliebteste deutsche Tenor Jonas Kaufmann wieder auf Tournee durch Deutschland. Im Gepäck hat der international gefeierte Sänger dabei sein neues Album, auf welchem er sich dieses Mal ausschließlich den deutschen Komponisten gewidmet hat. Hierauf finden sich von ihm ausgewählte Stücke von Mozart, Schubert, Wagner und Beethoven, welche er nun auch dem deutschen Konzertpublikum mit seiner einzigartigen Tenorstimme präsentieren wird. Begleitet wird Jonas Kaufmann dabei von der Staatskapelle Weimar und dem Dirigenten Michael Güttler.

Jonas Kaufmann gehört zu den international bekanntesten Tenören Deutschlands. Für seine Auftritte erntet er stets das volle Lob der Kritiker. Für den Guardian ist er "wohl der beste Tenor der letzten Jahrhunderthälfte aus Deutschlands", für die britische Times ist er schlichtweg "...einer der bedeutendsten und vielseitigsten Sänger unserer Zeit". Die Jubelrufe des Rondo-Magazins lauten: "Kaufmann verfügt über eine gut im Körper verankerte, atemberaubend kraftvoll-metallische, extrem fokussierte, beinahe heldische Stimme mit unverwechselbarem Timbre".

Am 19. Mai 2010, 19.30 Uhr, in der Laeiszhalle. Konzertkarten gibt es direkt hier.


ProArte: Popularität und Entdeckerlust – Cecilia Bartoli – Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Cecilia Bartoli unbestritten eine der führenden Künstlerinnen im Bereich der klassischen Musik. In aller Welt werden ihre neuen Opernpartien, ihre Konzertprogramme und Schallplattenprojekte voller Spannung und Neugier erwartet. Cecilia Bartoli bringt klassische Musik Millionen von Menschen in aller Welt nahe. Abgesehen davon kann sie stolz darauf sein, dass dank ihrer Popularität ihre Projekte zu einer umfassenden Neu-Bewertung und -entdeckung übergangener Komponisten und vergessenen Repertoires geführt haben, die sie nun zur Diskussion stellt. Es überrascht kaum, dass Herbert von Karajan, Daniel Barenboim und Nikolaus Harnoncourt zu den ersten Dirigenten gehörten, mit denen Cecilia Bartoli gearbeitet hat. Sie bemerkten ihre Begabung kurz nachdem sie ihr Gesangsstudium bei ihren Eltern in ihrer Heimatstadt Rom abgeschlossen hatte.

Am 14. Juni 2010, 19.30 Uhr in der Laeiszhalle. Konzertkarten gibt es direkt hier.


Semyon Bychkov, Foto Sheila RockDas Beste kommt immer zum Schluss: Berliner Philharmoniker zum Saisonfinale der Elbphilharmonie Konzerte – Das Beste kommt immer zum Schluss: Deutschlands Vorzeigeorchester, die Berliner Philharmoniker, geben zum Saisonfinale der ersten Spielzeit der Elbphilharmonie Konzerte ein Sonderkonzert in der Laeiszhalle. Vor fünf Jahren war das Orchester zuletzt in Hamburg zu Gast; im vergangenen Sommer debütierte es beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Am Pult steht nun der russische Maestro Semyon Bychkov, der seit über zehn Jahren das WDR Sinfonieorchester Köln leitet und die Berliner bereits 1985 zum ersten Mal dirigierte.

Als Solistin in Béla Bartóks Violakonzert fungiert Tabea Zimmermann. Die Weltklassebratschistin begleitet die erste Saison der Elbphilharmonie Konzerte als Artist in Residence. Sie ist somit besonders berufen, den Saisonschlusspunkt mit Bartóks letzter Komposition, dem wohl beliebtesten Konzert für Bratsche und Orchester, zu setzen. Zudem erklingt die Zweite Symphonie von Hamburgs berühmtestem Musiksohn Johannes Brahms – ein sommerliches Werk, dem die Erleichterung des Komponisten über seinen geglückten symphonischen Einstand hörbar anzumerken ist und das uns daher besonders am Herzen liegt.

Dienstag, 22. Juni 2010, um 20.00 Uhr  im Großen Saal der Laeiszhalle. Konzertkarten gibt es direkt hier.


Alle Veranstaltungen in der Laeiszhalle-Musikhalle.

Neues Konzertprogramm der Hamburger Symphoniker für 2009/2010

Elbphilharmonie Konzerte 2009/2010 – Hören, was kommt
94 Konzerte auf dem Weg zur Elbphilharmonie

ProArte Konzert-Vorschau 2009/10

Neues Konzertprogramm der Philharmoniker Hamburg für 2009/10

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