Hamburger Kammerspiele - hamburg-magazin.de

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Theaterbühnen

Hamburger Kammerspiele

Das Haus der Hamburger Kammerspiele im Grindelviertel blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Die herrschaftliche Villa im klassizistischen Stil und das dazugehörige Nachbargebäude entwickelten sich vor dem Zweiten Weltkrieg zum Zentrum der jüdischen Gemeinde rund um das Viertel am Rotherbaum.

Während der Naziherrschaft wurde das Theater für die Sammlung der jüdischen Mitbürger zur Deportation missbraucht. Am 11. Juli 1942 wurden 375 Juden von hier aus nach Auschwitz deportiert. 1945 wurde das Theater unter der Intendanz von Ida Ehre, die als Jüdin die Inhaftierung im KZ Fuhlsbüttel überlebt hatte, wieder eröffnet.

Nach dem Tode Ida Ehres im Jahr 1989 folgten Intendanten wie z. B. Stephan  Barbarino und Ulrich Tukur. Seit der Spielzeit 2003/2004 ist die Position mit Axel Schneider besetzt.

Zu den bekanntesten Ensemblemitgliedern des Theaters gehörten in der Vergangenheit Erika und Klaus Mann, Hans Albers und Gustaf Gründgens. Und auch heute erlebt man in den Hamburger Kammerspielen Theatergrößen wie Ben Becker, Dominique Horwitz und Otto Sander.

Aktuelles Theaterprogramm in den Hamburger Kammerspielen.

Logensaal in den Hamburger Kammerspielen

Im Gebäude der Hamburger Kammerspiele befindet sich, ein wenig abseits vom normalen Theaterbetrieb, eine weitere Spielstätte: Der Logensaal.

Während oben in den Kammerspielen die großen Theaterproduktionen stattfinden, findet der Zuschauer im Logensaal alles, was es rund um Kunst, Literatur, Schauspiel und Musik zu sehen gibt: Lesungen und Konzerte, philosophische Gesprächsrunden, Vorträge und Themenreihen.

Autoren lesen aus ihren neusten Werken, junge Musiker aus U- und E-Musik stellen sich und ihre Arbeit vor, und der Hamburger Theaternachwuchs zeigt sich mit ersten künstlerischen Projekten. Vorträge über Kunst, Kultur und Theater sind ebenso Teil des Programms, wie philosophische und geschichtliche Gesprächsrunden zu den relevanten Themen unserer Zeit. Ein weiterer fester Bestandteil sind Veranstaltungen, die sich mit der besonderen Geschichte des Hauses und des Grindelviertels, der jüdischen Kultur und zeitgenössischen jüdischen Künstlern auseinandersetzen.

Der Logensaal ist ein sehr geschichtsträchtiger Raum: Das Gebäude der Hamburger Kammerspiele liegt im jüdischen Viertel. Vor dem Krieg war im Logensaal die jüdische Loge untergebracht. Es wurden Vorträge gehalten, eine Bibliothek war eingerichtet, die Intellektuellen des Viertels trafen sich zum Austausch über die Themen der Zeit, ehe die Nationalsozialisten ab den frühen 40er-Jahren von hier aus die Deportationen vorbereiteten. In diesen traditionsreichen Mauern soll der Logensaal ein Ort der künstlerischen und kulturellen Begegnung und des Austauschs sein. Ein Ort, der Erinnerung und des Bewahrens, aber auch ein Ort der Ideen und Visionen, der jungen Künstlern die Möglichkeit bietet Experimente zu wagen und neue Impulse zu setzen.

Aktuelles Theaterprogramm im Logensaal.

21.05.2010

Ortsinformationen

Hamburger Kammerspiele

Hartungstraße 9-11, 20146 Hamburg

08 00/41 33 44 00

Logensaal der Kammerspiele

Hartungstraße 9-11, 20146 Hamburg

0 40 / 21 05 52 91