Die Saison 2011/2012 an der Hamburgischen Staatsoper - hamburg-magazin.de

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Oper, Ballett & Tanz

Die Saison 2011/2012 an der Hamburgischen Staatsoper

Hamburgische Staatsoper, Copyright: Kurt-Michael WestermannHamburgische Staatsoper, Copyright: Kurt-Michael Westermann

Simone Young, Intendantin der Staatsoper Hamburg und Hamburgische Generalmusikdirektorin, sowie der Hamburger Ballettintendant und Chefchoreograf des HAMBURG BALLETT John Neumeier haben das Programm der Spielzeit 2011/2012 vorgestellt. Stolz wurden dabei auch die hervorragenden Zahlen für die sehr erfolgreiche Saison 2009/2010 präsentiert. Mit einer Besucherzahl von 378.722 und einer nochmals gesteigerten Platzausnutzung auf sehr hohem Niveau (Oper über 80 %, Ballett 96,9 %) ist das Opernhaus im bundesweiten Vergleich sehr gut aufgestellt.

In der kommenden Spielzeit stehen wieder fünf Opernpremieren am Großen Haus auf dem Plan, eine Produktion des Internationalen Opernstudios und eine Opera Piccola. Hinzu kommen zwei Wiederaufnahmen sowie zwei komplette Ring-Zyklen und 21 Opern aus dem vielfältigen Repertoire.

Die neue Opernsaison steht im Zeichen von "333 Jahre Oper in Hamburg". Das erste öffentliche Opernhaus Deutschlands wurde 1678 von kunstliebenden Hamburger Bürgern gegründet. Ein willkommener Anlass für die Hamburgische Staatsoper, auf die große Geschichte des Hauses zu schauen, wobei Tradition und Moderne gleichermaßen im Blickpunkt stehen. In der Spielzeit 2011/2012 präsentiert die Staatsoper deswegen auch zwei barocke Hamburgensien: Georg Philipp Telemanns "Flavius Bertaridus" hat am 23. Oktober 2011 in der Inszenierung von Jens-Daniel Herzog Premiere, am Pult steht Barockspezialist Alessandro De Marchi.

Als Produktion des Internationalen Opernstudios wird im Juni 2012 Johann Matthesons "Cleopatra". Den Bogen zur Gegenwart spannt die Hamburger Erstaufführung von Aribert Reimanns "Lear" am 15. Januar 2012, die erfolgreichste Shakespeare-Vertonung des 20. Jahrhunderts. Karoline Gruber kehrt für die Regie nach Hamburg zurück, als herrschsüchtiger und eitler König steht Bo Skovhus auf der Bühne.

Auch Puccinis "Manon Lescaut" hat einen Hamburg-Bezug: Hier fand die Deutsche Erstaufführung statt. Marco Armiliato und Philipp Himmelmann gestalten die Neuproduktion, Premiere ist am 1. April 2012. Ihr Hamburg-Debüt gibt Doris Dörrie mit Mozarts "Don Giovanni". In der Titelpartie ist Wolfgang Koch zu erleben, Premiere ist am 18. September 2011. Die Hamburger Generalmusikdirektorin und Opernintendantin Simone Young übernimmt die Musikalische Leitung, außerdem steht sie bei "Lear" und "Ariadne auf Naxos" am Pult. Diese Neuproduktion im Mai 2012 in der Inszenierung von Christian Stückl mit Anne Schwanewilms in der Titelpartie ergänzt das Hamburger Strauss-Repertoire.

Tschaikowskys "Pique Dame" mit Andrew Richards als Herman und Angela Denoke als Lisa und Wagners "Tristan und Isolde" mit Linda Watson und Christian Franz finden sich als große Wiederaufnahmen im neuen Programm der Staatsoper. Die Kinderopernreihe "Opera piccola" kann dank der Unterstützung der Haspa und der Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper mit "Der Räuber Hotzenplotz" von Andreas N. Tarkmann fortgesetzt werden. Die Produktion wird nicht mehr auf Kampnagel zu sehen sein, sondern erstmals in der Opera stabile gezeigt.

Unter den Gästen der nächsten Opernsaison sind unter anderem hochkarätige Künstler wie Angela Gheorghiu, Norma Fantini, Elza van den Heever, Angela Denoke, Elena Mosuc, Sumi Jo sowie Johan Botha, Salvatore Licitra, Carlo Ventre, Lucio Gallo, Giuseppe Filianoti und George Petean.

John Neumeiers neues Programm steht ganz im Zeichen der choreografischen Kreativität. Das beginnt mit den Premieren – beide sind Ballett-
Uraufführungen: In "Liliom" (Premiere am 4. Dezember 2011) bringt John Neumeier das gleichnamige Schauspiel von Ferenc Molnár als "Ballettlegende" auf die Bühne der Hamburgischen Staatsoper und lässt dafür eine neue Musik komponieren. Der mehrfach oscarprämierte französische Filmkomponist Michel Legrand arbeitet derzeit im Auftrag der Hamburgischen Staatsoper und des HAMBURG BALLETT an einer Partitur, mit der nicht nur die Philharmoniker Hamburg, sondern auch die NDR Bigband glänzen werden. Erstmals seit "Die kleine Meerjungfrau" (2005/2007) entsteht damit wieder eine Auftragskomposition für ein Ballett von John Neumeier.

Mit der zweiten Premiere "Renku" (Premiere am 17. Juni 2012), greifen John Neumeier und seine Compagnie das Konzept einer japanischen Gedichtform auf: Ein Renku entsteht aus Versen unterschiedlicher Autoren, die ein Gedicht fortschreiben. Der Ballettabend vereint mehrere Choreografen, die in jeweils eigenen Handschriften ein gemeinsames Gesamtwerk entstehen lassen. Gesetzt sind dafür bereits Orkan Dann sowie Yuka Oishi, die diesjährige Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preisträgerin.

Als erste Wiederaufnahme präsentiert das HAMBURG BALLETT die "Dritte Sinfonie von Gustav Mahler". Neumeiers sinfonisches Ballett war zuletzt 2004 in Hamburg zu sehen. Nach umjubelten Premieren in San Francisco und Moskau ist auch seine "Kleine Meerjungfrau" als zweite Wiederaufnahme in Hamburg zu erleben.

Zwei Solisten von Weltrang gastieren 2011/2012 beim HAMBURG BALLETT. John Neumeier kreiert die Rolle der Julie in "Liliom" für Alina Cojocaru. Weiterhin debütiert die Rumänin in der Titelrolle von John Neumeiers "Die Kameliendame" zum Spielzeitauftakt. Außerdem ist Roberto Bolle im Herbst als Armand Duval in "Die Kameliendame" zu erleben. Und er tanzt die für ihn kreierte Titelrolle in "Orpheus".

Krönender Abschluss der Ballettsaison sind wie immer die Hamburger Ballett-Tage vom 17. Juni bis 1. Juli 2012, zu denen das San Francisco Ballet in Hamburg gastiert und die mit der Nijinsky-Gala XXXVIII ihren Abschluss finden.

Den kompletten Spielplan der Hamburgischen Staatsoper sowie alle Opernkarten finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. Der Vorverkauf für die Opern- und Ballett-Vorstellungen im September und Oktober 2011 hat begonnen.

Kartenpreise

Die Einzelkartenpreise werden in der kommenden Saison moderat ansteigen (im Durchschnitt um 6-7 %). Aber Abonnenten der Hamburgischen Staatsoper genießen zahlreiche Vorteile. Sie sparen bis zu 40 % gegenüber dem Einzelkartenpreis, Jugend-Abonnenten unter 26 Jahren sogar 75 %!

Lieblingsplatz-Abonnenten haben – außer im Wahlabonnement – für alle Vorstellungen ihren festen Platz. In den Serien mit automatischer Verlängerung wird der Lieblingsplatz, solange das Abonnement besteht, garantiert.

Abonnenten haben bevorzugt die Gelegenheit, sich Eintrittskarten für weitere Vorstellungen der Spielzeit 2010/11 zu sichern. Schon ab Montag, 23. August 2010, – also eine Woche vor Beginn des allgemeinen Vorverkaufs – können sie im Kartenservice der Staatsoper oder unter Telefon 0 40/35 68 68 für die Vorstellungen ab 1. November 2010 mit wenigen Ausnahmen je eine Eintrittskarte pro Aboplatz zum vergünstigten Preis erwerben.

Vorverkaufstermine – Der vorgezogene Vorverkauf für die Vorstellungen vom 4. September bis 31. Oktober 2010 läift bereits. Karten für diese Vorstellungen können Sie auch während der Spielzeitpause erhalten.

Der Vorverkauf für alle anderen Vorstellungen der Spielzeit 2010/11 beginnt am Montag, 23. August 2010 (ausschließlich für Abonnenten) bzw. am Montag, 30. August 2010. Ausgenommen hiervon ist der Vorverkauf für die "Nijinsky-Gala" und die "Ballett-Werkstätten". Karten für diese Veranstaltungen können ausschließlich auf schriftlichem Weg (keine E-Mail) mit einem gesonderten Bestellformular, das beim Kartenservice oder zum Download unter www.hamburgballett.de zu erhalten ist, angefragt werden. Bestellungen müssen bis zum 20. September 2010 eingegangen sein.

12.04.2011

Ortsinformationen

Hamburgische Staatsoper

Große Theaterstraße 35, 20354 Hamburg

0 40/35 68 68

Opera Stabile

Große Theaterstraße 20354 Hamburg

0 40/35 68 68



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