Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe - hamburg-magazin.de

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Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Neues Museum: Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe, © Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe© Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerks Kaltehofe ist ein einzigartiges Ensemble aus Industriedenkmal, Museum und Naturlehrpfad entstanden. Das übergreifende Entwurfskonzept des Ausflugsziels basiert auf dem Thema der "Wasserkunst" und setzt sich mit der Bedeutung des Ortes Kaltehofe als kulturhistorisches Industriedenkmal auseinander.

Die Architektur, das Ausstellungsdesign und die Landschaftsgestaltung reflektieren die Komplexität des Ortes und schaffen eine unverkennbare Aufenthaltsqualität. Zudem lädt ein Café mit einer Terrasse und dem unvergleichlichen Blick in die Natur zum Entspannen ein.

Seit 1990 war die 45 ha große Elbinsel Kaltehofe ungenutzt und bietet mit den verwilderten Anlagen einen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Seit 1893 bereiteten hier die Hamburger Wasserwerke in 22 Becken zunächst Elb- und ab 1964 ausschließlich Grundwasser auf.

Industriedenkmal Kaltehofe

Zwei Einrichtungen präsentieren das Industriedenkmal Kaltehofe: das historische Laborgebäude, eine Außenstelle des Hygienischen Instituts, und die Filtrationsanlage, ein wilhelminisches Schieberhäuschen mit Museumsbecken.

Für die Städtebau- und Hafengeschichte Hamburgs und die wirtschaftliche Entwicklung des Flusslaufes der Elbe ist die Erschaffung der künstlichen Elbinsel Kaltehofe mit dem Durchstich und der Begradigung der Norderelbe um 1875 von größter Bedeutung. Der Übergang von bäuerlicher Bewirtschaftung hin zur Industrieinsel ist auch Gegenstand dieser Schau.

Die Geschichte der Filtrationsanlage Kaltehofe ist ein Teil der hamburgischen Geschichte. Im Zuge der Umbrüche am Ende des 19. Jahrhunderts, vor dem Hintergund der schlimmsten Choleraepedemie wurde durch den Hamburger Senat eine der modernsten und schönsten Wasseraufbereitungsanlagen Europas in Auftrag gegeben.

Die Geschichte von Kaltehofe, dem Wasserwerk, dem Schwimmbad, dem allgemeinen Leben auf Kaltehofe in der Nachkriegszeit, wird aus der Sicht der Betroffenen, der Arbeiter, der Bewohner mit zahlreichen Objekten, Dokumenten, Zeitzeugeninterviews präsentiert. Der sehr schwere Arbeitsalltag, die besonders im Winter äußerst schwierigen Arbeitsbedingungen, die sehr besonderen Wohnbedingungen sind ebenfalls Bestandteil der Ausstellung. Beeindruckende O-Töne illustrieren die Themen.

Museum Wasserkunst

Die Geschichte der Brunnen, Fontänen und Kaskaden ist ein – leider oft verlorener – Bestandteil des Stadtbildes Hamburgs gewesen. Mit zahlreichen dreidimensionalen Objekten wird die Kultur- und Baugeschichte der wichtigsten Anlagen aus ganz Hamburg den Besuchern gezeigt.

Die Symbolhaftigkeit der Brunnen (z. B. Rathausbrunnen, Stuhlmannbrunnen, etc.) und die Bedeutung ihrer Erstellung in der öffentlichen Diskussion ist wesentlicher Teil der Ausstellungskonzeption. Den Besuchern werden viele Brunnen und Kaskaden, die dem Krieg zum Opfer gefallen sind, wieder ins Gedächtnis gerufen (z. B. Kaskaden im Stadtpark).

Ökologischer Naturlehrpfad

Die Pflanzen- und Tierwelt auf Kaltehofe ist für den Hamburger Stadtraum einzigartig. 281 heimische Pflanzenarten wurden auf Kaltehofe gezählt. Allein 44 Vogelarten leben zur Brutzeit dort. Die langsame Verlandung der Wasserbecken und die Konversion von Industrieanlage zu einem ökologisch wertvollen Naturpark ist einzigartig in Europa. Besucher können diese und viele andere Informationen auf einem Naturlehrpfad entdecken.

Das Angebot von Kaltehofe hinsichtlich der Industrie- und Kulturgeschichte, der ökologischen Vielfalt und der faszinierenden Natur mitten in der Elbe, angebunden an den Stadtteil Rothenburgsort, ist einzigartig und besonders.

06.10.2011

Ortsinformationen

Adresse

Öffnungszeiten

  • Außengelände
    Mo-So 10.00 bis 22.00 Uhr (April-Okt)
    Mo-So 10.00 bis 18.00 Uhr (Nov-März)

    Ausstellung und Museumsshop
    Mo-So 10.00 bis 18.00 Uhr (April-Okt)
    Mo-So 10.00 bis 16.00 Uhr (Nov-März)

    Café
    Mo-So 10.00 bis 18.00 Uhr

Preise

  • 5,50 Euro, ermäßigt 3,80 Euro (Studenten/Auszubildende/Behinderte)

    Kinder (6-18 Jahre) 2,50 Euro

    Familien (Eltern mit max. 3 Kindern) 12,50 Euro

    Gruppen (ab 15 Personen) 4,80 Euro

Barrierefreiheit

nicht Behindertengerecht

Anfahrt



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