Rieck-Haus Vierländer Freilichtmuseum - hamburg-magazin.de

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Museen & Sammlungen

Rieck-Haus Vierländer Freilichtmuseum

Rieck Haus - Vierländer Freilichtmuseum© Rieck Haus - Vierländer Freilichtmuseum

Das im Marschhufendorf Curslack in den Vierlanden gelegene Rieck Haus (erbaut 1533 und damit eines der ältesten erhaltenen Hufnerhäuser der Vierlande und der ältesten profanen Bauten Hamburgs) ist mit seiner Scheune, dem Sechsruten-Heuberg, dem Backhaus und einer Feldentwässerungsmühle das älteste noch erhaltene niederdeutsche Fachhallenhaus in den Vierlanden. Der Besucher erhält Einblicke in die bäuerliche Sachkultur und das Zusammenleben von Menschen und Tieren unter einem Dach.

Vermittelt wird die Wohn- und Wirtschaftsweise der Marschbauern vor der Industrialisierung (16. bis 19. Jahrhundert). Das Hauptgebäude spiegelt eindrucksvoll die Lebensform einer wohlhabenden bäuerlichen Oberschicht wider.

Die Inneneinrichtung in "Grootdöns" und "Lüttdöns", Stuben für die bäuerliche Familie und den Altenteiler bietet typische Erscheinungsformen wie Alkoven, Intarsienmöbel, Truhen und Wände mit niederländischen Wandfliesen. Im üppigen Bauerngarten wachsen Zier- und Heilpflanzen. Alljährlich findet im Juni das Erdbeerfest statt. Das Rieck Haus ist seit 1954 Außenstelle des Altonaer Museums.

Auf dem Museumsgelände steht ein Heuberg, der "Barg", der die älteste offene Scheunenform der Marschen darstellt. Sechs hölzerne, etwa 10 m hohe Ständer, die etwa 1 bis 2 m tief eingegraben sind und "Bargruten" genannt werden, tragen ein verschiebbares sechseckiges Reetzeltdach, bei dem das Reet der größeren Elastizität des Daches wegen auf ein Weidenrutengeflecht gebunden ist. Das Verschieben des Daches erfolgt nach Bedarf, jeweils an einer Ecke mit Hilfe eines hölzernen Hebewerks. Das Verfahren ist umständlich und erfordert mindestens vier Personen. Zur Lagerung dient die innerhalb der sechs Ruten auf Ständern ruhende Plattform. Das Erntegut ist damit vor Hochwasser sicher und der Wind sorgte für eine Nachtrocknung.

Während im Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg noch fünf so genannte Galerie-Holländer-Windmühlen zum Getreidemahlen mit Windkraft betrieben werden können, ist von den einst zahlreichen Feldentwässerungsmühlen der Vier- und Marschlande nur noch die im Rieck Haus erhalten geblieben. Die Flügel, der Schneckenkasten und das Getriebe im Innern wurden ergänzt, die Flügel und die Wasserschnecke restauriert, so dass die Mühle wieder voll funktionsfähig wurde.

04.05.2010

Ortsinformationen

Adresse

  • Rieck Haus Vierländer Freilichtmuseum
  • Curslacker Deich 284
  • 21039 Hamburg
  • Telefon: 0 40/7 23 12 23
  • Telefax: 0 40/7 23 25 91

  • Fahrplan

Öffnungszeiten

  • Oktober-März: Di-So 10.00 bis 16.00 Uhr
    April-September: Di-So 10.00 bis 17.00 Uhr
    Führungen nach Vereinbarung

    Das Rieck Haus ist vom 1. November bis 31. Dezember geschlossen

Preise

  • Erwachsene: 3,- € Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: Eintritt frei Ermäßigt: 2,- €

Barrierefreiheit

eingeschraenkt Behindertengerecht

Anfahrt

info@altonaer-museum.hamburg.de rieck-haus, rieckhaus


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