Museen & Sammlungen
Museum für Kunst und Gewerbe
Foto: Maria Thrun, MKG
Das 1877 eröffnete Museum für Kunst und Gewerbe zählt mit durchschnittlich 250.000 Besuchern im Jahr zu Europas führenden Museen für Kulturgeschichte, Kunsthandwerk, Design und Fotografie.
Seine Sammlungen erstrecken sich von der Antike bis zur Gegenwart und umfassen sowohl den europäischen wie den islamischen und den fernöstlichen Kulturraum.
China und Japan, die griechisch-römische Antike und der Vordere Orient mit Islamischer Kunst sowie Europa vom Mittelalter bis zur Gegenwart sind in hervorragenden Beispielen präsent. Weltberühmt sind die Porzellan- und Fayence-Sammlung, die Jugendstilabteilung, die Sammlung chinesischer und japanischer Keramik, Bilder und Bronzegeräte, die in Deutschland umfangreichste Gruppe künstlerischer Fotografie und die Plakatsammlung. Eine Reihe historisch eingerichteter Innenräume vermittelt einen anschaulichen Eindruck von der Wohnkultur in Vergangenheit und Gegenwart.
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg versteht sich als ein modernes Museum für Gestaltung, das sich in seiner Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit vorbildlichen historischen wie gegenwärtigen Leistungen von Kunsthandwerk, Fotografie, Innenarchitektur und Design widmet. Die einzigartige Vielseitigkeit und Qualität seiner Sammlungen versetzt das Museum in die Lage, seinem Publikum vielfältige Bezüge zwischen Epochen und Kulturen, Vergangenheit und Gegenwart zu veranschaulichen. Im Schümann-Flügel wird die weltberühmte Sammlung historischer Tasteninstrumente des Ehepaares Prof. Andreas und Heikedine Beurmann auf zwei Etagen gezeigt.
Sammlung Moderne

- © MGK Hamburg
Der Sammlungsbereiche "Moderne" des Museum für Kunst und Gewerbe erzählt in sechs großen Kapiteln vom Aufbruch in die Moderne, dem Aufbrechen ästhetischer Traditionen und der Suche nach Einfachheit und Funktionalität. Die Besucher erwartet in renovierten Räumen eine neue Präsentation, die Möbel, Kunsthandwerk, Produktdesign, Fotografie und Mode zu einem großen Ganzen zusammenbringt und den Geist der Zeit wieder lebendig werden lässt.
Die Ausstellung schlägt den Bogen von den ersten Weltausstellungen im 19. Jahrhundert und der Gründung des Museum für Kunst und Gewerbe als stilistische Vorbildersammlung bis zu den Ideen von Bauhaus, Neuem Wohnen der 1920er-Jahre und der Reformpädagogik. Sie lässt die legendären, expressionistischen Künstlerfeste wieder aufleben und beleuchtet zugleich den rückwärtsgewandten, pompösen Stilpluralismus dieser Zeit. Ein Raum des Künstlers Peter Behrens (1868-1940) zeigt beispielhaft, wie Künstler zwischen Kunst und industrieller Form ihren Weg suchen. Der gesamte Rundgang durch die Moderne beginnt mit den Räumen Milde-Speckter-Zimmer und der Louis-Seize-Raum.
Sammlung Islam
Der Bereich der Buch- und Schriftkunst enthält einen reich illuminierten Gedichtband des osmanischen Sultans Süleyman des Prächtigen aus dem Jahr 1554 und einen persischen Ledereinband mit blühenden Bäumen, Tierkampfszenen und Vögeln aus dem 16. Jahrhundert. Zusätzlich bereichern herausragende Fliesenbögen und Fliesenfelder die Sammlung. Zu den Kostbarkeiten gehören ein osmanisches Fliesenfeld des späten 16. Jahrhunderts aus der höfischen Produktion von Iznik, ein persischer Fliesenbogen mit Jagdszenen und seltene Beispiele zentralasiatischer Reliefkeramik von einem Mausoleum des 14. Jahrhunderts in Buchara.
Ortsinformationen
Adresse
- Museum für Kunst und Gewerbe
- Steintorplatz 1
- 20099 Hamburg
- Telefon: 0 40/42 81 34 - 8 80
- Telefax: 0 40/42 81 34- 9 99
Fahrplan
Öffnungszeiten
- Di: 11.00-18.00 Uhr
- Mi: 11.00-18.00 Uhr
- Do: 11.00-21.00 Uhr
- Fr: 11.00-18.00 Uhr
- Sa: 11.00-18.00 Uhr
- So: 11.00-18.00 Uhr
-
Geschlossen
Montag, 1. Mai, Heiligabend und Silvester
Geöffnet
1. und 2. Weihnachtstag, Neujahr: 12.00 bis 18.00 Uhr
sonstige Feiertage (Gründonnerstag, Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Himmelfahrt, Pfingstsonntag, Pfingstmontag, Tag der deutschen Einheit): 11.00 bis 18.00 Uhr
Preise
-
8,- Euro, ermäßigt 5,- Euro, Mi/Do ab 17.00 Uhr immer 5,- Euro
Kostenloser Eintritt für Kinder bis 18 Jahre, in Begleitung
Barrierefreiheit
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