Hafenmuseum - hamburg-magazin.de

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Museen & Sammlungen

Hafenmuseum

Das Hafenmuseum ist ein Schaudepot mit Objekten aus der Hafensammlung des Museums der Arbeit im Hafen. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Hamburg Maritim hat das Museum im historischen Kaischuppen 50A ca. 700 m² Fläche, auf der die einzigartige, seit 1986 zusammengetragene Objektsammlung des Museums zu Hafenumschlag, Revierschifffahrt und Schiffbau der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Das Schaudepot belegt zwei Fächer des Schuppens 50A und bietet einen guten Überblick über die Sammlungsbestände zur Hafenkultur. In den Schwerlastregalen lagert eine Fülle aufschlussreicher Objekte, die Erinnerungen an vergangene Tage wecken und fast Vergessenes wieder lebendig werden lassen. Über die Südrampe betreten die Besucher den Kaischuppen von 1908 mit seinem beeindruckenden, dreischiffigen Innenraum und seiner imposanten Holzverzimmerung. Der 50 m breite Raum streckt sich 135 m weit bis zur Abtrennung durch die Brandschutzwand, die den gesamten Schuppen halbiert. Der größte Teil davon wird noch von der Hafenwirtschaft zur Einlagerung von Waren genutzt.

Welche Stationen durchläuft eine Exportkiste im Hafen bis zur Verladung auf dem Seeschiff? Was ist beispielsweise ein Konnossement? Wie wurde gewährleistet, dass die richtige Ware den Empfänger auch ordnungsgemäß erreichte – in einer Zeit, als es weder Container noch Computer gab? Das Schaudepot gibt Einblick in die spezifischen Tätigkeiten, die sich hinter der Umschreibung "Hafenarbeit" verbergen: Schauermann, Kaiarbeiter, Lukenvize, Tallymann, Waterclerk oder Ewerführer.

Einen besonders nachhaltigen Eindruck gewinnen die Besucher, wenn die verschiedenen Objekte des Museums und die Großobjekte im Freibereich zusammenspielen, zum einen etwa Transportfahrzeuge des Schuppens wie Schuppenkran, E-Muli oder unterschiedliche Gabelstapler, zum anderen historische LKWs, Kaikran und Van Carrier. An solchen besonderen Tagen vermitteln Hafensenioren – erfahrene Fachleute aus dem Hafen – ihre Erlebnisse und Geschichten. Dann wird Hamburger Hafengeschichte und Hafenkultur rundum lebendig.

Wie im Außenbereich des Hafenmuseums wird auch im Schaudepot eine Reihe von Objekten betriebsfähig erhalten und zu besonderen Anlässen in Aktion vorgeführt. Unter folgenden Themen können Besucher die Sammlungsbestände des Museums einsehen:

Hafenumschlag

Unter der Überschrift "Hafenumschlag" sind Exponate aus den Kaischuppen, dem Kaibetrieb und der Stauerei gelagert: Sackkarren, Elektrofahrzeuge, Dezimalwaagen, verschiedene Hilfsmittel bis zum Anschlagzeug für den Kaikran oder Stauereigeschirr.

Revierschifffahrt

Der Bereich "Revierschifffahrt" befasst sich mit der Frage, wie ein Seeschiff nach Hamburg kommt. Dies veranschaulichen Objekte zur Herstellung und Sicherung des Fahrwassers, zur Führung des Seeschiffes und Lotsberatung, zur Radarkette und Radarberatung, zum Schiffsmeldedienst, Bugsierschlepper und Festmacher.

Hamburger Schiffbau

Die Abteilung "Hamburger Schiffbau" widmet sich den verschiedenen Herstellungsverfahren eines Schiffes und zeigt Gerätschaften, Maschinen und Werkzeuge aus der Zeit des Nietschiffbaus am Beispiel des Schnelldampfers "Imperator" und des Schweißschiffbaus seit den 1950er-Jahren, als der Schiffbau Hamburgs bedeutendster Wirtschaftszweig war – mit berühmten Werften wie Blohm & Voß, Deutsche Werft, Howaldt, Stülcken und anderen. Dazu gehörte auch ein florierendes Hamburger Ausrüstungsgewerbe wie AEG-Schiffbau, Plath oder Zeise.

Neben dem Auswanderermuseum Ballinstadt auf der Veddel wird mit dem Schaudepot im Hafenmuseum im Aufbau ein weiteres Projekt zur kulturellen Bespielung des Hafens auf den Weg gebracht. Das Auswanderermuseum BallinStadt und das Hafenmuseum sind Stationen für die "Circle Line", auf der Barkassen den Traditionsschiffhafen in der HafenCity, das Schifffahrts- und Meeresmuseum Peter Tamm oder das Speicherstadtmuseum, eine weitere Außenstelle des Museums der Arbeit, anfahren werden.

Schwimm-Dampfkran "Saatsee"

Der Schwimmkran am Schuppen 50. Ursprüngliche Technik von 1917 und eine Ausstellung über die Arbeit und das Leben auf dem historischen Arbeitsgerät, Dampfvorführungen und Mitmachangebote: April-Oktober. Weitere Angebote unter Telefon 0 40/4 28 32 23 54.

10.05.2010

Ortsinformationen

Adresse

Öffnungszeiten

  • April bis Oktober: Di-So, feiertags 10.00 bis 18.00 Uhr
    Gruppen nach Vereinbarung, Saisonbetrieb von jeweils Karfreitag bis Ende Oktober

Anfahrt

Preise

  • 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro
    Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.


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