Gedenkstätte Bullenhuser Damm - hamburg-magazin.de

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Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Foto: Michael KottmeierFoto: Michael Kottmeier

Kurz vor Ende der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten wurde die Schule am Bullenhuser Damm als Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme errichtet. An der Stelle, an der am 20. April 1945 20 jüdische Kinder, zwei niederländische Pfleger, zwei französische Ärzte sowie 24 sowjetische Kriegsgefangene hingerichtet wurden, ist eine Gedenkstätte entstanden. Seit über 30 Jahren erinnert die Gedenkstätte Bullenhuser Damm als Außenstelle der KZ-Gedenkstätte Neuengamme an diese Morde.

Die Biografien der Kinder und ihrer Betreuer stehen im Mittelpunkt des ersten Raumes der Ausstellung. In 24 symbolischen Koffern werden ihre Geschichten erzählt. Die Geschichte des Ortes als Schule und KZ-Außenlager wird dargestellt. Um die Verbrechen einordnen zu können, erfahren die Besucher Hintergründe der Tat über die Themen Verfolgung und Deportation, medizinische Experimente im KZ Neuengamme und die Täter.

Ein zweiter Ausstellungsraum ist der Geschichte des Gedenkens gewidmet: Was passierte mit den Tätern? Wie wurde an das Verbrechen erinnert, und wie kam es zur Einrichtung einer Gedenkstätte an diesem Ort? Außerdem können alle in der Ausstellung erläuterten Themen vertieft werden, an einem Medientisch Interviews angesehen und angehört werden und der Raum für die pädagogische Arbeit mit Gruppen genutzt werden.

Über einen Flur sind die Kellerräume, in denen die Morde verübt wurden, erreichbar. In den auch optisch von den Ausstellungsräumen getrennten Taträumen weisen Zitate der Täter aus den Strafprozessen auf den Ablauf des Mordgeschehens hin.

Über eine moderne Form der Auseinandersetzung mit dem Verbrechen haben sich Schüler der Profiloberstufe Kunst und Geschichte der Fritz-Schumacher-Gesamtschule Gedanken gemacht und künstlerische Installationen entworfen, von denen zwei Entwürfe realisiert und für jeweils vier Wochen gezeigt werden.

Im Rosengarten hinter dem Schulhof können seit 1983 Rosen zum Gedenken an die Ermordeten gepflanzt werden.

30.04.2010

Ortsinformationen

Adresse

Öffnungszeiten

  • So 10.00 bis 17.00 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen

    Kostenpflichtige Führungen (ca. 2 h) und Projekte (ca. 4 h) für Gruppen sind buchbar über den Museumsdienst Hamburg, Telefon 0 40/4 28 13 10, info@museumsdienst-hamburg.de.

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