Ausstellungen & Museen
Museum für Kunst und Gewerbe: Udo. Die Ausstellung
© Tine Acke
Das Museum für Kunst und Gewerbe würdigt in einer Ausstellung vom 21. Dezember 2011 bis 11. März 2012 das Leben und vielfältige künstlerische Schaffen des "Panikrockers" und Wahlhamburgers Udo Lindenberg. Die Ausstellung bietet überraschende Einblicke in ein außergewöhnliches Künstlerleben und lässt ein Stück deutsch-deutscher Vergangenheit Revue passieren. Udo Lindenberg ist ein Gesamtkunstwerk aus Rock 'n' Roll, Poesie, Coolness, Malerei und Zeitgeschichte. Mit seinem 40-jährigen Wirken ist er einer der herausragendsten Gestalten in der Geschichte des deutschen Rock und Pop. Sein Leben weist dramatische und faszinierende Widersprüche auf, sein Werk vereint Kongenialitäten aus verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen.
Das Museum beleuchtet den Musiker, Texter, Komponisten, Maler, Menschen, Zeitgenossen und Wahlhamburger Udo Lindenberg und folgt seinen Spuren in die Zukunft. Die Ausstellung versucht mit über 400 Exponaten, Gemälden und Likörellen, Songs und Interviewausschnitten, Texten, Fotografien sowie umfangreichen Sammlungsgegenständen, den Unfassbaren zu fassen und zum Teil in ein neues Licht zu rücken.
Udo Lindenberg ist ein Künstler, in dessen Songs sich Menschen aus beiden Teilen Deutschlands generations-übergreifend wiederfanden und immer noch finden. In ihm konzentriert sich in einmaliger Form deutsche Kultur- und Zeitgeschichte von den späten 60er-Jahren bis heute.
Udo Lindenberg, 1946 in Gronau, Westfalen, geboren, begann schon früh mit seiner musikalischen Karriere und galt als Wunderkind am Schlagzeug. Ende 1968 zog es Udo Lindenberg erstmals nach Hamburg, das er mit Rock 'n' Roll, Erinnerungen an die Beatles, dem 64er Indra Club, und Ray Charles verband. In Hamburg gründete er seine eigene Band, das Panikorchester, und spielte im unvergessenen Jazz-Club von Peter Marxen und Bernd Cordua, dem Onkel Pö in Hamburg Pöseldorf. Vor dem Café Keese auf der Reeperbahn erinnert heute ein Stern mit Udo Lindenbergs Namen an diese bewegte Zeit. Auch wenn es ihn häufig an andere Orte zog, kehrte er aus Duisburg, München, Berlin oder Tripolis immer wieder zurück nach Hamburg.
Neben der musikalischen Leistung thematisiert "Udo. Die Ausstellung" auch das politische Engagement Udo Lindenbergs. Mit Songs wie "Sonderzug nach Pankow", "Mädchen aus Ostberlin" und "Wozu sind Kriege da?" setzte er sich für die Überwindung der deutschen Teilung und das Ende des Kalten Krieges ein. Er förderte mit Konzertauftritten in der ehemaligen DDR und in Moskau auf seine Art den Dialog zwischen Ost und West.
Durch den Einsatz typischer Elemente, wie sie auf großen Rockkonzerten verwendet werden, schafft die Ausstellung eine überzeugende Konzertatmosphäre. Die Exponate, Audiostationen und Monitore werden in Vitrinen präsentiert, die jenen Transportkisten nachempfunden sind, in denen Instrumente und Technik für Konzerte verpackt werden. Beleuchtet von zahlreichen Bühnenstrahlern können die Besucher so stilecht in die Welt Udo Lindenbergs eintauchen.
Die Ausstellung besteht aus den folgenden vierzehn Kapiteln:
- "Tatort Lindenberg" – Am Anfang war das Schlagzeug
- "Wenn ich mir was wünschen dürfte" – Deutsche Sprache
- "Meer der Träume" – Karriere
- "Alles klar auf der Andrea Doria" – Das Panikorchester
- "Honky Tonky Show" – Bühnenshow
- "Mädchen aus Ostberlin / Sonderzug nach Pankow" – Die DDR
- "Wozu sind Kriege da? Sie brauchen keinen Führer" – Politik in der BRD
- "Hermine Gustav" – Die Eltern
- "Stark wie zwei" – Der Bruder
- "Ich schwöre" – Freunde und Weggefährten
- "Gott, wenn es Dich gibt" – Spiritualität und Religion
- "Unterm Säufermond" – Alkohol und Malerei
- "Wo ich meinen Hut hinhäng" – Leben im Hotel
- "Du knallst in mein Leben" – Der Fanraum
| Wann? | 21. Dezember 2011 bis 11. März 2012 |
| Wo? | Museum für Kunst und Gewerbe |
Ortsinformationen
Adresse
- Museum für Kunst und Gewerbe
- Steintorplatz 1
- 20099 Hamburg
- Telefon: 0 40/42 81 34 - 8 80
- Telefax: 0 40/42 81 34- 9 99
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Preise
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