| Veranstaltungsorte
in Hamburg: Klassische Konzerte |
Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg
20355, Johannes-Brahms-Platz
Die
Laeiszhalle - Musikhalle Hamburg ist der Mittelpunkt des Hamburger Konzertlebens. Sie wurde 1904 bis 1908
von den Architekten Martin Haller und Wilhelm Emil Meerwein gebaut.
Neben dem großen Saal mit 2.019 Sitzplätzen gibt es einen kleinen
Saal mit 639 und einen Übungsraum mit 350 Plätzen. Das neobarocke
Bauwerk wurde nach seinen Stiftern – dem Hamburger Reeder Carl
Heinrich Laeisz und seiner Frau Sophie Christine – benannt.
Neben den hanseatischen
Orchestern, dem Philharmonischen Staatsorchester, dem
Sinfonie-Orchester des NDR,
den Hamburger Sinfonikern und
KlassikPhilharmonie Hamburg, werden hier viele internationale
Gastspiele gegeben.
Karten
für die Konzerte in der Laeiszhalle-Musikhalle Hamburg können direkt
über unseren
Veranstaltungskalender, telefonisch über den Kartenservice 040/34 69 20
bestellt werden. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunden vor Vorstellungsbeginn geöffnet.
Stadtplan
– HVV-Fahrplan – weitere Infos
360
Grad Panorama>
Laeiszhalle mit Johannes-Brahms-Platz
Ebenso hervorzuheben sind die Konzerte, die in den Hauptkirchen St. Michaelis, St.
Petri, St. Katharinen, St. Nikolai und St. Jacobi stattfinden.
Im Forum der Hochschule für Musik und Theater präsentieren sich die Studenten mit ihrem Können.
Buchtipp:
Hamburg Musik!
von
Joachim Mischke, Verlag Hoffmann und Campe, 400 Seiten, Preis 22,- Euro.
Hamburg ist als Musikstadt nicht so berühmt wie Paris, London oder Wien.
Dennoch hat die Hansestadt in den letzten Jahrhunderten mehr zur
Musikgeschichte beigetragen wie kaum eine andere Stadt. Es wurde nur
nicht in die Welt hinausgetragen, die Stadt rühmte sich nicht mit seinen
Musikern, wie andere es taten.
Mehr als drei Jahrhunderte Hamburger Musikleben – von der Klassik, über
Swing und Jazz bis zu Pop und Rock – hat Joachim Mischke, den
Abendblatt-Lesern unter dem Kürzel "jomi" durch seine mitunter sehr
kritischen, manchmal respektlosen Musikberichte bestens bekannt, in
seinem Buch nun gründlich untersucht und trefflich beschrieben.
Wer wollte Händel auf dem Gänsemarkt töten? Wie ist Brahms aufgewachsen?
Was machte Tschaikowsky am Jungfernstieg? Wo entdeckten die Beatles
Schlammringerinnen? Diese und andere Fragen beantwortet er mit Witz und
Leidenschaft, erzählt Geschichte und Geschichten der faszinierenden
Musikwelt der Hansestadt.
An Elbe und Alster gehörte die Liebe zur Musik schon immer zum guten Ton.
Die Blütezeit der Hamburger Musikgeschichte war jedoch im Barock. 1678
wurde mit der Gänsemarktoper das erste deutsche Opernhaus, eine
Volksoper für alle, eröffnet. Erbaut von Girolamo Sartorio, der bereits
zwanzig Jahre das welterste Opernhaus in Venedig errichtet hatte.
Schnell entwickelte sich die Stadt zum Zentrum des Barock.
Händel, Telemann, Keiser, Mitglieder der Bach-Familie waren zum Teil
Jahrzehnte in Hamburg tätig. Und bei Johann Sebastian Bach fehlte es der
Legende nach nur am nötigen "Eintrittsgeld", um eine Festanstellung in
St. Jacobi zu bekommen und so entschied er sich leider für Köthen. Viele
Opern und Kompositionen dieser Zeit werden heute nicht mehr gespielt,
würden sich jedoch durchaus lohnen, wieder entdeckt zu werden.
Die Liste berühmter Komponisten und Dirigenten ist, die Hamburg aktiv
waren, ist lang. Mendelssohn und Brahms wurden hier geboren. Mahler
dirigierte am Stadt-Theater und litt unter dem Hamburger Publikum, es
klatschte an den falschen Stellen – auch heute noch oft zu erleben.
Aber das reiche Hamburger Bürgertum glich seine kulturelle Unkenntnisse
dafür mit stattlichen Summen zur Unterstützung der Musik aus. So
entstand auch die Hamburger Musikhalle dank der großzügigen Finanzierung
des Rederehepaars Laeisz.
Natürlich geht es in dem Buch auch um die populäre Musikgeschichte. Die
Beatles begannen ihre Karriere in den Clubs rund um die Reeperbahn,
große Musicals machten Hamburg zur Entertainment-Metropole.
Udo
Lindenberg, Blumfeld, Tocotronic oder Jan Delay sind nur einige der
Stars, die Pop-Geschichte schrieben und schreiben. Und natürlich dürfen
auch die Musicals nicht fehlen.
Dieses Buch bietet einen faktenreichen und unterhaltsamen Panoramablick
auf mehr als drei Jahrhunderte Musikgeschichte made in Hamburg.
Laeiszhalle:
Kleiner Saal ganz groß – 1908 als Teil der
Musikhalle im neobarocken Stil gebaut, 1954 im Sinne der Moderne
umgestaltet, gilt er heute als das kammermusikalische Zentrum Hamburgs:
"Laeiszhalle – Der Kleine Saal" heißt die neue Publikation des
Denkmalschutzamtes. Darin geht es um Geschichte und Zukunft der so genannten
"Kleinen Laeiszhalle", vor allem unter dem Aspekt der Umgestaltung im Jahr
1954.
Die damalige Neugestaltung wird geschildert als eine bewusste Entscheidung
gegen die überkommene Form des Neobarock zugunsten der besseren
Musikdarbietung – die Zahl Zuhörerplätze wurde erweitert und die Akustik
optimiert. "Mit dieser Broschüre wollen wir für die Erhaltung und behutsame
Restaurierung des Kleinen Saals in seiner heutigen, seit über fünfzig Jahren
bewährten Form werben", sagte Frank Pieter Hesse. In der Vergangenheit waren
verschiedene Konzepte der Sanierung des Kleinen Saals diskutiert worden,
unter anderem auch die Möglichkeit eines Rückbaus auf den Stand von 1908.
Die Aufsätze in "Laeiszhalle – Der Kleine Saal" erläutern die Möglichkeiten
einer Restaurierung des Saals nach dem Zustand von 1954 aus
denkmalpflegerischer, musikalischer, kunsthistorischer und restauratorischer
Sicht.
Prof. Dr. Karin v. Welck, sagte: "Mit dem Kleinen Saal der Laeiszhalle
besitzt Hamburg ein Juwel für die Kammermusik. Seit seinem Umbau im Jahr
1954 besticht er durch seine ausgezeichnete Akustik und brillante
Klangqualität. Die vorliegende Publikation liefert eine sehr gute Grundlage
für eine Sanierung des Kleinen Saals im Sinne der Moderne. Diesem Projekt
werden wir uns mit ganzer Konzentration widmen können, wenn die
Elbphilharmonie ihren Betrieb aufgenommen hat. Ein erster Schritt zur
Vorbereitung wird allerdings schon bald eine Machbarkeitsstudie sein."
Erklärt wurde bei der Vorstellung der Publikation auch die Farbgestaltung
des Kleinen Saals von 1954. Eine restauratorische Befunduntersuchung des
Denkmalschutzamtes hat das ursprüngliche Farbkonzept von 1954 zu Tage
gebracht. Es ist momentan an einer Musterachse im Kleinen Saal der
Laeiszhalle zu sehen.
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